Vincent van der Voort ruft nach Kritik an Lewis Jones zum Master of Ceremonies-Vorsprechen auf: „Schickt alle eure Bewerbung an die PDC“
PDC
Der Abschied von John McDonald aus der Dartswelt wiegt schwer. Der 66-jährige Master of Ceremonies beendete nach der vergangenen Darts WM seine Karriere, doch sein Nachfolger Lewis Jones scheint beim Publikum bislang noch nicht richtig anzukommen. Diese Einschätzung teilt Ex-Profi Vincent van der Voort in der neuesten Folge des Podcasts Darts Draait Door.
„Der macht ein paar Fehler…“, sagt van der Voort mit einem Lachen. Moderator Damian Vlottes zählt sie anschließend auf. So sprach Jones von der Bahrain World Series, obwohl es korrekt Bahrain Darts Masters heißen müsste. Gian van Veen bezeichnete er als WM-Halbfinalisten, obwohl dieser das Finale erreichte. Auch die Ankündigung „Michael Mighty van Gerwen“ trifft nach Ansicht von van der Voort nicht ganz den richtigen Ton.
„Du darfst ihn nicht kopieren, du brauchst deinen eigenen Stil“
Beide erkennen an, wie schwierig es ist, McDonald zu ersetzen. „Das sind riesige Fußstapfen, das ist Wahnsinn“, sagt Vlottes. Van der Voort ergänzt: „Du darfst ihn auch nicht kopieren, du musst deinen eigenen Stil entwickeln. Das ist sehr schwer.“
Trotz der Kritik fordert van der Voort aktuell noch keinen Wechsel auf der Position des MCs. „Er ist auch ein super Typ, das meine ich ernst. Zwar ein bisschen aufgedreht, aber mit ihm kann man wirklich lachen. Ein echter Weltkerl. Gib ihm einfach ein paar Monate Zeit. Wird es nicht besser, kannst du ihn immer noch rausschmeißen“, sagt der Niederländer mit einem Lächeln.
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In den sozialen Medien fällt immer wieder der Name Philip Brzezinski, der die Turniere der European Tour als MC leitet, als möglicher Ersatz. Van der Voort bezweifelt jedoch, dass die PDC diesen Weg einschlagen will. „Es kann doch nicht sein, dass die beiden die einzigen sind, die es können“, meint er.
Die Diskussion bringt van der Voort schließlich auf eine scherzhafte Idee. „Schickt alle eure Bewerbung an die PDC“, spinnt er den Gedanken weiter. Vlottes wirft ein, die Einsendungen könnten zunächst an den Podcast gehen. Van der Voort korrigiert sofort: „Nein, direkt an die PDC. Ich besorge die E-Mail-Adresse von Matt Porter, dem großen Boss. Dann muss jeder ihm ein Video schicken – mit der besten John-McDonald-Imitation.“
Die Idee sorgt für große Heiterkeit im Studio. „Dann machen wir ihn völlig verrückt. Das bekommt er noch zu meinem Geburtstag“, sagt van der Voort, während beide in schallendes Gelächter ausbrechen. „Wir kommen nächste Woche kurz darauf zurück“, fügt er hinzu. Vlottes schließt lachend ab: „Dann komme ich da nie wieder rein.“ Van der Voort kontert sofort: „Ja, das wäre dann dein Ende.“
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026









