„Wenn du gegen ihn 0:4 zurückliegst, wird es sehr schwierig“ – Michael van Gerwen unterliegt Luke Littler im Finale der Saudi Arabia Darts Masters
PDCMichael van Gerwen hat bei den Saudi Arabia Darts Masters 2026 erneut gezeigt, warum er seit Jahren zur absoluten Weltspitze gehört. Obwohl der Brabander am Ende eine rekordverlängernde achtzehnte World Series of Darts-Trophäe verpasste, überwog danach vor allem das Gefühl, dass seine Formkurve wieder nach oben zeigt. Mit Siegen über Stephen Bunting und Nathan Aspinall sowie einem starken Finale gegen Luke Littler konnte Van Gerwen auf ein Turnier voller Kampf, Widerstandskraft und positiver Signale zurückblicken.
Van Gerwen hatte in der vergangenen Woche noch die Bahrain Darts Masters gewonnen, doch ein zweiter Titel in Folge war für den 36-jährigen Niederländer diesmal knapp außer Reichweite. Der Tag begann für Van Gerwen mit einem zermürbenden Viertelfinale gegen Stephen Bunting. In einem kuriosen Duell, in dem gleich neun Legs in Serie mit einem Break endeten, zog der Niederländer mit 6:4 den längeren Hebel. Schön war das Match keineswegs, doch gerade der zähe Charakter der Partie unterstrich die mentale Widerstandsfähigkeit des dreifachen Weltmeisters.
Littler eine Nummer zu groß
Im Halbfinale wartete anschließend Nathan Aspinall, der furios aus den Startblöcken kam. Der Engländer checkte 105 und 128 in aufeinanderfolgenden Legs und riss damit früh die Kontrolle an sich. Trotzdem ließ sich Van Gerwen nicht aus der Bahn werfen. Mit einem beeindruckenden Schlussspurt gewann er fünf der letzten sechs Legs und drehte die Partie noch mit 7:5 zu seinen Gunsten. Sein Average von 100,28 unterstrich, dass sein Niveau im Turnierverlauf besonders hoch lag.
Michael van Gerwen kann zufrieden auf die ersten beiden World-Series-Turniere der neuen Saison zurückblicken
Das Finale gegen Luke Littler erwies sich schließlich als eine Nummer zu groß. Van Gerwen geriet schnell mit 0:4 in Rückstand und musste permanent hinterherlaufen. Obwohl er danach besser ins Spiel kam und sein eigenes Tempo fand, war Littler schlicht zu stark. Der junge Engländer spielte ein bärenstarkes Turnier und leistete sich auf der großen Bühne kaum Schwächen. Dennoch konnte auch Van Gerwen auf ein starkes Finale zurückblicken, ebenso wie Littler blieb er deutlich oberhalb der Hundert im Average.
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Sportlich und realistisch
Nach dem Finale zeigte sich Van Gerwen sportlich und realistisch in seiner Analyse. „Ich denke, Luke hat heute Abend wirklich unglaublich gut gespielt“, erklärte Van Gerwen. „Wenn du 0:4 hinten liegst, machst du es dir natürlich sehr schwer. Danach habe ich mein eigenes Spiel und meinen Rhythmus gefunden, aber alle Credits an Luke: Er hatte ein fantastisches Turnier.“
Trotz der verpassten Trophäe blickte der Niederländer mit einem positiven Gefühl auf seinen Auftritt zurück, gerade mit Blick auf seinen vorherigen Sieg in Bahrain. „Ich bin immer noch da“, betonte Van Gerwen. „Ich gebe niemals auf, ich kämpfe immer weiter. Für mein erstes Mal hier kann ich mich eigentlich nicht beschweren.“
Van Gerwen richtet nun seinen Fokus auf die Winmau World Masters, die in der kommenden Woche beginnen.
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Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026









