„Wenn du gegen ihn 0:4 zurückliegst, wird es sehr schwierig“ – Michael van Gerwen unterliegt Luke Littler im Finale der Saudi Arabia Darts Masters

PDC
Mittwoch, 21 Januar 2026 um 8:00
Michael van Gerwen (1)
Michael van Gerwen hat bei den Saudi Arabia Darts Masters 2026 erneut gezeigt, warum er seit Jahren zur absoluten Weltspitze gehört. Obwohl der Brabander am Ende eine rekordverlängernde achtzehnte World Series of Darts-Trophäe verpasste, überwog danach vor allem das Gefühl, dass seine Formkurve wieder nach oben zeigt. Mit Siegen über Stephen Bunting und Nathan Aspinall sowie einem starken Finale gegen Luke Littler konnte Van Gerwen auf ein Turnier voller Kampf, Widerstandskraft und positiver Signale zurückblicken.
Van Gerwen hatte in der vergangenen Woche noch die Bahrain Darts Masters gewonnen, doch ein zweiter Titel in Folge war für den 36-jährigen Niederländer diesmal knapp außer Reichweite. Der Tag begann für Van Gerwen mit einem zermürbenden Viertelfinale gegen Stephen Bunting. In einem kuriosen Duell, in dem gleich neun Legs in Serie mit einem Break endeten, zog der Niederländer mit 6:4 den längeren Hebel. Schön war das Match keineswegs, doch gerade der zähe Charakter der Partie unterstrich die mentale Widerstandsfähigkeit des dreifachen Weltmeisters.

Littler eine Nummer zu groß

Im Halbfinale wartete anschließend Nathan Aspinall, der furios aus den Startblöcken kam. Der Engländer checkte 105 und 128 in aufeinanderfolgenden Legs und riss damit früh die Kontrolle an sich. Trotzdem ließ sich Van Gerwen nicht aus der Bahn werfen. Mit einem beeindruckenden Schlussspurt gewann er fünf der letzten sechs Legs und drehte die Partie noch mit 7:5 zu seinen Gunsten. Sein Average von 100,28 unterstrich, dass sein Niveau im Turnierverlauf besonders hoch lag.
Michael van Gerwen zeigt den Daumen hoch zum Publikum.
Michael van Gerwen kann zufrieden auf die ersten beiden World-Series-Turniere der neuen Saison zurückblicken
Das Finale gegen Luke Littler erwies sich schließlich als eine Nummer zu groß. Van Gerwen geriet schnell mit 0:4 in Rückstand und musste permanent hinterherlaufen. Obwohl er danach besser ins Spiel kam und sein eigenes Tempo fand, war Littler schlicht zu stark. Der junge Engländer spielte ein bärenstarkes Turnier und leistete sich auf der großen Bühne kaum Schwächen. Dennoch konnte auch Van Gerwen auf ein starkes Finale zurückblicken, ebenso wie Littler blieb er deutlich oberhalb der Hundert im Average.

Sportlich und realistisch

Nach dem Finale zeigte sich Van Gerwen sportlich und realistisch in seiner Analyse. „Ich denke, Luke hat heute Abend wirklich unglaublich gut gespielt“, erklärte Van Gerwen. „Wenn du 0:4 hinten liegst, machst du es dir natürlich sehr schwer. Danach habe ich mein eigenes Spiel und meinen Rhythmus gefunden, aber alle Credits an Luke: Er hatte ein fantastisches Turnier.“
Trotz der verpassten Trophäe blickte der Niederländer mit einem positiven Gefühl auf seinen Auftritt zurück, gerade mit Blick auf seinen vorherigen Sieg in Bahrain. „Ich bin immer noch da“, betonte Van Gerwen. „Ich gebe niemals auf, ich kämpfe immer weiter. Für mein erstes Mal hier kann ich mich eigentlich nicht beschweren.“
Van Gerwen richtet nun seinen Fokus auf die Winmau World Masters, die in der kommenden Woche beginnen.
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