Luke Littler schreibt Geschichte: Finalsieg gegen Michael van Gerwen bringt ersten PDC-Titel in Saudi-Arabien
PDC
Die erste Auflage des Saudi Arabia Darts Masters ging am Dienstagabend zu Ende. Beim ersten PDC-Turnier überhaupt auf saudi-arabischem Boden präsentierten sich die größten Stars des Sports in starker Frühform – und lieferten ein hochklassiges, intensives und stellenweise spektakuläres Event. Am Ende stand ein Finale, das nicht nur sportlich überzeugte, sondern auch zwei der größten Figuren des Sports vereinte: Luke Littler gegen Michael van Gerwen.
Michael van Gerwen – Stephen Bunting (6:4)
Der Finalabend begann mit einem echten Breakfestival. Michael van Gerwen und Stephen Bunting nahmen sich in der Anfangsphase gegenseitig immer wieder den Anwurf ab, ehe sich MvG in der entscheidenden Phase einen kleinen Vorteil erspielte. Den Schlusspunkt setzte der Niederländer mit einem überragenden 127er-Checkout auf dem Bullseye, das ihm den 6:4-Erfolg und den Einzug ins Halbfinale sicherte.
Nathan Aspinall – Man Lok Leung (6:4)
Nathan Aspinall bestätigte seine starke Frühform und setzte sich in einer hochklassigen Partie gegen Man Lok Leung durch. Der Engländer nutzte seine Erfahrung in den entscheidenden Momenten, blieb konstant im Scoring und zog mit kontrollierten Finishes davon. Mit einem 99er-Average machte „The Asp“ den 6:4-Erfolg perfekt und buchte sein Ticket fürs Halbfinale.
Luke Littler – Gian van Veen (6:4)
Ein absolutes Weltklasse-Duell entwickelte sich zwischen Luke Littler und Gian van Veen. Beide Spieler lieferten sich ein 180er-Feuerwerk und schraubten das Tempo konstant nach oben. Littler bewies einmal mehr Nervenstärke, holte sich das Re-Break zum 4:4 und beendete die Partie spektakulär mit einem 124er-Finish auf dem Bullseye – ein Statement-Sieg des Weltmeisters.
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Gerwyn Price – Luke Humphries (6:5)
Im letzten Viertelfinale kam es zum spannenden Duell zwischen Gerwyn Price und Luke Humphries. Beide Spieler hielten über weite Strecken ihr hohes Niveau, ehe sich das Match im Decider zuspitzte. Dort blieb Price eiskalt und setzte sich schließlich auf Tops durch – der Iceman zog damit ins Halbfinale ein.
Michael van Gerwen – Nathan Aspinall (7:5)
Das erste Halbfinale hatte alles, was ein Topspiel braucht. Nathan Aspinall erwischte den besseren Start und führte zur Pause mit 4:2, doch van Gerwen kam deutlich verbessert zurück. Mit starken Finishes – darunter ein 154er-Checkout – drehte MvG die Partie. Beim Stand von 5:5 nutzte er die ausgelassenen Chancen seines Gegners eiskalt und zog mit einem 7:5-Erfolg erneut ins Finale eines World-Series-Turniers ein.
Luke Littler – Gerwyn Price (7:5)
Auch das zweite Halbfinale bot hochklassige Unterhaltung. Gerwyn Price führte zur Pause mit 4:2 und spielte phasenweise einen überragenden Average von über 110 Punkten, doch Luke Littler bewies einmal mehr seine außergewöhnliche Klasse. Mit wichtigen Checkouts – darunter ein 121er-Finish auf dem Bull – kämpfte sich „The Nuke“ zurück und entschied das Match mit 7:5 für sich. Damit stand Littler im Endspiel gegen Michael van Gerwen.
Michael van Gerwen – Luke Littler (5:8)
Im Endspiel ließ Luke Littler keinen Zweifel daran, dass er derzeit der beste Spieler der Welt ist. Der 18-Jährige erwischte einen Traumstart, eröffnete das Finale mit einem 132er-Finish und zog anschließend mit einem phasenweise unfassbaren Average von über 117 Punkten auf 4:0 davon. Michael van Gerwen kämpfte sich zwar noch einmal eindrucksvoll zurück, verkürzte vor der Pause auf 2:4 und setzte mit einem 108er-Highfinish später ein weiteres Ausrufezeichen, doch Littler blieb eiskalt. Ein starkes 115er-Finish zum erneuten Break und ein überragender 11-Darter im letzten Leg machten schließlich den Unterschied. Mit dem 8:5-Erfolg krönte sich „The Nuke“ nicht nur zum verdienten Turniersieger, sondern schrieb Geschichte als erster PDC-Titelgewinner in Saudi-Arabien.
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










