An diesem Montag, dem 19. Januar, startet in Riad die allererste Ausgabe des
Saudi Arabia Darts Masters. Die größten Namen des internationalen Darts schlagen damit ein neues Kapitel im Nahen Osten auf, denn die PDC gastiert erstmals in Saudi-Arabien.
Ausgetragen wird das Turnier am 19. und 20. Januar im Global Theater. Dabei richten sich die Blicke einmal mehr unter anderem auf
Michael van Gerwen. Der Niederländer will nach seinem Triumph beim
Bahrain Darts Masters in der vergangenen Woche den zweiten World-Series-Titel in Folge einfahren.
Van Gerwen mit Rückenwind – Littler jagt Geschichte in Riad
Van Gerwen, der erfolgreichste Spieler der World Series of Darts-Geschichte, erwischte mit dem Turniersieg in Bahrain einen optimalen Start in die neue Saison. Auf seinem Weg zum Titel bezwang der dreimalige Weltmeister unter anderem Stephen Bunting, Gerwyn Price und
Gian van Veen. Beim
Saudi Arabia Darts Masters wartet in Riad zum Auftakt ein Erstrundenduell mit dem Inder Nitin Kumar.
„Es fühlte sich großartig an, in Bahrain zu gewinnen. Das bedeutete mir wirklich alles“, sagte van Gerwen, der zugleich Titelverteidiger der World Series Finals ist, vor dem Start des Turniers. „Wo auch immer ich spiele, ich will immer gewinnen und gebe stets hundert Prozent. Die vergangenen Jahre waren nicht einfach, aber man muss weiterkämpfen. Dieser Sieg gibt mir Vertrauen. Solange ich an mich glaube, ist alles möglich.“
Auch
Gian van Veen hinterließ in Bahrain einen starken Eindruck. Die neue niederländische Nummer eins erreichte innerhalb von zwei Wochen gleich zwei Finals und reist mit viel Selbstvertrauen nach Saudi-Arabien. In der Auftaktrunde trifft er auf den Japaner Motomu Sakai. Bei einem Sieg könnte es im Viertelfinale zum Duell mit
Luke Littler kommen – eine Neuauflage des WM-Finals.
„Mit zwei Finals in so kurzer Zeit kann ich nicht unzufrieden sein“, blickte der amtierende Europameister voraus. „Darauf lässt sich aufbauen. Ich hatte ein fantastisches Turnier in Bahrain. Ich bin hier, um zu gewinnen, das ist das Ziel.“
Littler selbst eröffnet das Turnier am Montag gegen die 71-jährige Darts-Legende Paul Lim, genau wie in der vergangenen Woche in Bahrain. Damals setzte sich der amtierende Weltmeister souverän mit 6:1 durch. In Riad geht es für ihn jedoch nicht nur um sportlichen Erfolg, sondern auch um einen Platz in den Geschichtsbüchern.
Während des Turniers winkt ein Bonus von 100.000 US-Dollar für jeden Spieler, dem ein 9-Darter gelingt. Mit der Einführung des sogenannten „Riyadh Season Bullseye“ kann sich diese Prämie sogar auf 200.000 Dollar erhöhen: Nach einem perfekten Leg erhält der Spieler einen Wurf auf das Bullseye, um den Bonus zu verdoppeln. Noch nie stand bei einem PDC-Turnier so viel Geld für einen einzelnen 9-Darter auf dem Spiel.
„Ich würde das liebend gern schaffen“, gab Littler zu. „Es ist eine Chance für uns alle, aber ich wäre gern der Erste. Es ist ohnehin etwas Besonderes, in einem neuen Land zu spielen und das alles mitzuerleben. Riad ist riesig im Boxen, hoffentlich können wir Darts dort genauso groß machen.“