UK Open 2026: Dimitri Van den Bergh droht Absturz in der Weltrangliste – so ist die Lage bei den deutschen Startern
PDCMit Blick auf die UK Open 2026 rückt eine Frage in den Mittelpunkt: Wer steht unter dem größten Druck, wenn es um zu verteidigendes Preisgeld für die Order of Merit geht? Während einige Topstars relativ entspannt nach Minehead reisen können, hängt für andere ein erheblicher Teil ihres Rankings von einer Wiederholung früherer Erfolge ab.
Vor allem für einen Spieler könnte ein frühes Aus unmittelbare Konsequenzen haben – und das spiegelt sich klar in den Zahlen wider.
Alles oder Nichts für den Dreammaker
Dimitri Van den Bergh führt die Liste mit großem Abstand an. Der Belgier muss das Siegerpreisgeld aus 2024 in Höhe von 110.000 Pfund verteidigen – das entspricht 32,84 Prozent seines gesamten Preisgeldes in der Weltrangliste. Ein enormer Anteil.
Droht bei einem frühen Ausscheiden aus den Top-32 der Weltrangliste zu rutschen: Dimitri Van den Bergh
Für Van den Bergh bedeutet das: Ein frühes Aus in Minehead hätte erhebliche Folgen für seine Position in der Order of Merit. Angesichts seiner schwankenden Form in den vergangenen Monaten erscheint ein deutlicher Absturz im Ranking keineswegs ausgeschlossen.
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Hinter ihm klafft bereits eine deutliche Lücke. Ricky Evans folgt mit 15,87 Prozent (30.000 Pfund), Keane Barry mit 8,35 Prozent (10.000 Pfund). Komplettiert wird die Top-5 von Damon Heta (6,88 Prozent, 30.000 Pfund) und Martin Lukeman (6,73 Prozent, 15.000 Pfund).
Topstars mit vergleichsweise wenig Risiko
Auffällig sind die deutlich niedrigeren Prozentsätze bei den etablierten Größen der Tour. Luke Humphries muss lediglich 4,01 Prozent seines Rankings (50.000 Pfund) verteidigen. Rob Cross steht bei 3,69 Prozent (15.000 Pfund), Peter Wright bei 3,32 Prozent (10.000 Pfund).
Auch Dave Chisnall (2,65 Prozent), Stephen Bunting (2,40 Prozent) und Gary Anderson (1,66 Prozent) bewegen sich in einem überschaubaren Bereich.
Noch bemerkenswerter fällt der Blick auf einige der größten Champions der vergangenen Jahre aus. Michael van Gerwen muss lediglich 0,36 Prozent (2.500 Pfund) verteidigen, Gerwyn Price kommt auf 0,43 Prozent (2.500 Pfund), ebenso James Wade mit 0,43 Prozent (2.500 Pfund).
Der Grund liegt zwei Jahre zurück: Alle drei schieden damals direkt in der vierten Runde aus – jener Phase, in der die absolute Spitze traditionell ins Turnier einsteigt. Für sie gilt daher: In Minehead können sie nahezu nur gewinnen. Viel Preisgeld steht nicht auf dem Spiel.
Auch der erst 19-jährige Weltmeister Luke Littler rangiert mit 0,52 Prozent (15.000 Pfund) vergleichsweise weit unten im Ranking. Er scheiterte vor zwei Jahren im Viertelfinale an Damon Heta und hat entsprechend wenig zu verlieren.
Wie steht es um die Deutschen?
Aus deutscher Sicht stellt sich die Ausgangslage vor den UK Open entspannt dar. Gabriel Clemens muss lediglich 1,51 Prozent seines Ranglistenpreisgelds (2.500 Pfund) verteidigen, Martin Schindler kommt auf 1,08 Prozent (5.000 Pfund) und Ricardo Pietreczko liegt sogar nur bei 0,85 Prozent (2.500 Pfund). Für das deutsche Trio bedeutet das: Kaum Druck mit Blick auf die Order of Merit, dafür die realistische Chance, mit einem guten Lauf in Minehead wertvolle Plätze gutzumachen.
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










