„Da könnte mehr dahinterstecken“: Price-Rückzug vom World Cup wirft Fragen auf

PDC
durch Nic Gayer
Mittwoch, 27 Mai 2026 um 11:00
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Der Rückzug von Gerwyn Price vom World Cup of Darts sorgt in der Dartswelt weiter für Gesprächsstoff. Der Weltmeister von 2021 wird in diesem Jahr nicht am Nationenwettbewerb teilnehmen – und Wales steht damit plötzlich ohne einen seiner wichtigsten Leistungsträger da.
Für Experte und Ex-Profi Devon Petersen ist es eine Entscheidung, die viele Fragen aufwirft, zugleich aber auch Verständnis verdient. Normalerweise hätte Price erneut gemeinsam mit Jonny Clayton gespielt, mit dem er den World Cup in der Vergangenheit bereits zweimal gewann. Stattdessen bekommt nun Nick Kenny seine Chance an Claytons Seite.

Wales verliert Erfahrung und Setzstatus

Durch den Ausfall von Price verliert Wales nicht nur enorme Erfahrung, sondern auch seinen Status als gesetzte Nation. In einer Analyse bei Sky Sports erklärte Petersen, dass vor allem das Timing der Abmeldung bemerkenswert sei – gerade weil Price als stolzer Waliser gilt, der traditionell großen Wert darauf legt, sein Land zu vertreten.
Gerwyn Price hat seine Teilnahme am World Cup of Darts abgesagt und sorgt damit für Diskussionen in der Dartswelt
Gerwyn Price hat seine Teilnahme am World Cup of Darts abgesagt und sorgt damit für Diskussionen in der Dartswelt
Petersen zufolge „könnte daher mehr dahinterstecken, als die Leute denken“. Zugleich betonte er, dass Außenstehende nicht wissen könnten, was sich hinter den Kulissen tatsächlich abspielt.
In den vergangenen Wochen hatte es bereits Hinweise gegeben, dass Price nicht vollständig bei sich war. Nach einer Niederlage in der Premier League Darts erklärte er, er befinde sich „gesundheitlich nicht an einem guten Ort“ und warte auf Krankenhausbefunde.
Kurz darauf relativierte Price diese Aussagen jedoch über soziale Medien. Dort stellte er klar, dass seine Abmeldung für den World Cup „nicht aus gesundheitlichen Gründen“ erfolgt sei.

Petersen mahnt zur Vorsicht

Gerade diese Unklarheit macht es laut Petersen schwierig, vorschnelle Schlüsse zu ziehen. Er verwies darauf, dass Spitzensportler immer wieder Entscheidungen treffen müssen, die Fans von außen nicht sofort nachvollziehen können.
Mentale Ermüdung, körperliche Beschwerden oder schlicht der Bedarf an Ruhe könnten bei einer solchen Entscheidung eine Rolle spielen. Das gelte besonders bei einem Spieler wie Price, der in den vergangenen Jahren regelmäßig offen über Druck, Motivation und seinen körperlichen Zustand gesprochen hat.
Sportlich verändert Prices Abwesenheit die Ausgangslage erheblich. Mit Price und Clayton galt Wales traditionell als einer der großen Favoriten auf den Titel.
Nun stellt sich die Situation deutlich anders dar. Der Weg zum Erfolg scheint für Nationen wie England, die Niederlande und Schottland spürbar offener.
Trotzdem warnte Petersen davor, Wales vorschnell abzuschreiben. Aus seiner Sicht erhält Nick Kenny nun eine einmalige Gelegenheit, sich auf der größten Bühne zu beweisen. Gleichzeitig räumte Petersen ein, dass „ein fitter Gerwyn Price in einem Turnier wie dem World Cup of Darts immer ein Unterschiedsspieler bleibt“.
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