„Es ist vollbracht. England ist besiegt. Der größte Sieg der deutschen Dartsgeschichte.“ Als Adrian Geiler diese Worte am 14. Juni 2025 ins Mikrofon schreit, gibt es in der Frankfurter Eissporthalle kein Halten mehr. Bierbecher fliegen durch die Luft, Fans liegen sich in den Armen, Martin Schindler und Ricardo Pietreczko haben soeben das Undenkbare geschafft: einen Sieg gegen die haushohen Titelfavoriten Luke Littler und Luke Humphries beim
World Cup of Darts.
Während die Emotionen in Frankfurt überkochen, erleben Hunderttausende Fans vor den heimischen Bildschirmen denselben Gänsehautmoment – transportiert von einem Kommentator, der längst zu den prägenden Stimmen des deutschen Dartsports gehört.
„Sport steht über meinem Leben“
Wenn Adrian Geiler heute die größten Geschichten des Dartsports erzählt, ist von dem einst schüchternen und zurückhaltenden Jungen aus dem mittelfränkischen Weisendorf kaum noch etwas zu erkennen. Was damals allerdings bereits in ihm brannte, war die Leidenschaft für den Sport – und daran sollte sich bis heute nichts ändern.
Die Sportbegeisterung begleitet Adrian Geiler seit Kindheitstagen – und prägt bis heute seinen beruflichen wie privaten Alltag.
„Es ist eigentlich immer Sport – Sport steht über meinem Leben. Die ersten Erinnerungen, die ich habe, drehen sich ums Fußballspielen oder Fußballschauen“, sagt Geiler, der sich an Champions-League-Abenden regelmäßig aus seinem Kinderzimmer die Treppe hinunter schlich, obwohl er längst hätte schlafen sollen.
Der Sport begleitete ihn durch seine gesamte Kindheit. „Ich war Sternsinger in Weisendorf und dementsprechend am Dreikönigstag natürlich immer unterwegs. Als Sven Hannawald damals seinen vierten Sieg eingefahren hat, lief in jedem Haus die Vierschanzentournee. Ich bin vorbeigelaufen, habe gesungen und Stück für Stück mitbekommen, was passiert. Das war wild“, erinnert sich Geiler mit einem breiten Grinsen.
Sportspiele, Sportbücher, Fußballbücher zu Geburtstagen und Weihnachten – Geiler war durch und durch infiziert. „Sport hat mich immer begeistert, vor allem die Geschichten dahinter. Ich war der Einzige in der Familie, der wirklich alles sehen wollte. Es gab immer jemanden, der mal mitgeschaut hat, aber ich habe alles geschaut.“
Die Erweckung
Dass der heute 36-Jährige diese Geschichten und Gänsehautmomente eines Tages für ein Millionenpublikum kommentieren würde, deutete sich damals noch nicht an. „Ich war ein schüchterner und zurückhaltender Junge, der sich nicht wirklich in den Vordergrund getraut hat. Ich glaube, 90 oder sogar 95 Prozent meiner Mitschüler würden sich heute denken: ,Der macht was beruflich? Und was macht er auf Social Media?‘ Das hätte damals wohl niemand für möglich gehalten“, blickt Geiler zurück.
Doch wie der Sport schreibt auch das Leben seine eigenen Geschichten. Während seines BWL-Studiums – das Geiler, wie er lachend anmerkt, in Regelstudienzeit abschloss – fand er erstmals wirklich zu sich selbst. Und zu dem Beruf, den er bis heute ausübt.
Der Weg zum
DAZN-Mikrofon, in den Alexandra Palace und zu einer festen Größe der deutschen Dartszene begann dabei denkbar bescheiden – in den eigenen vier Wänden. Während des Studiums sammelte Geiler erste praktische Erfahrungen mit einer selbst produzierten Radiosendung namens
Adrians kleine Sportwelt.
„Das haben vielleicht 15 Leute gehört. Aber für mich war das wichtig, um mich auszuprobieren – eigentlich viel zu wichtig“, erinnert er sich an seine Anfänge. „Immer wieder habe ich dort grandios illegal ZDF-Streams nachkommentiert und versucht, mich autodidaktisch weiterzuentwickeln.“
Wenig später folgten erste Erfahrungen außerhalb der eigenen vier Wände. Geiler arbeitete für den Radiosender Max Neo und kommentierte Fußballspiele für das Blindenradio des 1. FC Nürnberg. „Javier Pinola schießt in der 90. Minute alleine auf das Tor zulaufend das Tor – und ich raste komplett aus. Da habe ich gemerkt: Das taugt mir. Das macht mir Spaß. Das war die Erweckung.“
Geilers Pinola-Ausraster zum Nacherleben:
Inmitten dieser Pinola-Schreie wurde Geiler klar, dass er zu sich selbst gefunden hatte – und zu seinem Traumberuf.
Nach dem Studium führte ihn die obligatorische Praktikumsphase zunächst zum Fußballradio 90elf, wo er zunehmend Chancen erhielt, sich als Kommentator zu beweisen. Zwischenzeitlich wurde ihm sogar ein Volontariat in Aussicht gestellt. Sein Konkurrent um die Stelle: der heutige Sportschau-Moderator
Alex Schlüter.
Als 90elf infolge eines Rechteverlusts den Betrieb einstellen musste, sammelte Geiler im Rahmen eines Praktikums bei detektor.fm weitere Erfahrungen. „Das hat mir unfassbar geholfen, weil ich plötzlich nicht mehr nur Sport gemacht habe, sondern unter anderem auch Politik. Ich musste in diesem kalten Wasser schwimmen – und habe mich dort zurechtgefunden. Nach einem Monat war ich Leiter der Sendung und dachte mir: ,Was sehen die Leute eigentlich in mir?‘“
Zu diesen Leuten gehörte wenig später auch der bekannte Sportmoderator und Kommentator Hartwig Thöne. Am Telefon teilte er Geiler mit, dass er ab September 2013 als Praktikant in die Sport1-Radioredaktion wechseln könne.
Einige Monate später verantwortete Geiler bereits die Sendungsleitung der Bundesliga-Übertragungen. Es folgte der Schritt in die Freiberuflichkeit – und der Umzug in die bayerische Landeshauptstadt.
Größe kennt keine Maße
Im September 2015 führte Geilers nächster Karriere-Meilenstein ihn aus dem Süden in den Norden Deutschlands. In Hamburg wurde der Deutsche Radiopreis verliehen, Geiler war in der Kategorie „Bester Newcomer“ nominiert.
Der Deutsche Radiopreis 2015 wurde für Adrian Geiler zum Türöffner – und zu einem der wichtigsten Meilensteine seiner bisherigen Laufbahn.
Die Erinnerungen an den Abend im Hamburger Schuppen 52 sind bis heute lebendig. „Ich denke daran, wie ich mir einen richtigen Anzug gekauft habe, weil ich so etwas vorher nicht hatte. Und ich erinnere mich an den purpurfarbenen Teppich, über den ich gelaufen bin. Natürlich wollte niemand Fotos von mir machen – es wusste ja keiner, wer dieser Newcomer ist“, lacht Geiler.
Für seinen Radiokommentar zum Champions-League-Viertelfinalrückspiel zwischen dem FC Bayern München und dem FC Porto wurde Geiler schließlich mit dem zweiten Platz ausgezeichnet – noch vor Sophie Passmann, die später als Autorin, Moderatorin und Podcasterin einem breiten Publikum bekannt werden sollte.
Die Laudatio hielt die deutsche Fernsehmoderatorin Sandra Maischberger. „Sie wollte mir einfach nicht glauben, dass ich wirklich Adrian Geiler heiße. Ich habe ihr meinen Ausweis gezeigt und sie meinte: ,Ich glaube es dir trotzdem nicht‘“, schmunzelt Geiler über die Begegnung.
Der Deutsche Radiopreis war für Geiler jedoch weit mehr als ein Abend voller Anekdoten. Er wurde zum Türöffner – und zu einem der wichtigsten Meilensteine seiner bisherigen Laufbahn. In der Folge durfte er erste TV-Spiele kommentieren und war unter anderem in der Youth League zu hören.
„Ich bin mit 1,67 Metern ein kleiner Mensch. Für viele wirke ich vermutlich auch nicht wie die kompetenteste Person, weil kleinere Menschen in unserer Gesellschaft häufig unterschätzt werden. Wenn man dann aber dieses Paket mitbekommt, für den Deutschen Radiopreis nominiert gewesen zu sein und fast sogar gewonnen zu haben, dann ist das schon ein ziemlich cooles Gefühl“, sagt Geiler.
Die neu geöffneten Türen führten ihn 2016 schließlich als einen der Kommentatoren der ersten Stunde zu DAZN. Ein Jahr später wechselte er zu Amazon, wo er am Aufbau des Bundesliga-Radios beteiligt war und als Kommentator sowie Moderator arbeitete.
Die Stimme hinter den Geschichten
Heute ist Adrian Geiler vor allem für eines bekannt: Darts.
Als DAZN-Kommentator hat er sich längst als eine der prägenden Stimmen des deutschen Dartsports etabliert. In den sozialen Medien versorgt er die Community nahezu täglich mit Kurzvideos zu den aktuellen Geschehnissen, ist als Co-Host eines der erfolgreichsten deutschen Darts-Podcasts zu hören und hat sich auf Twitch eine eigene Community aufgebaut.
Geiler ist inzwischen tief im deutschen Dartsport verwurzelt. Doch wie hat all das eigentlich begonnen?
Seine ersten Berührungspunkte mit dem Sport reichen bis ins Jahr 2006 zurück. „Damals war ich mit meinem Vater bei der Vierschanzentournee in Oberstdorf. Mein Vater ist abends noch mit Kollegen etwas trinken gegangen und ich habe auf dem Hotelzimmer Darts geschaut, weil gerade die Weltmeisterschaft lief und ich das cool fand.“
Vor allem während seines Studiums wuchs die Begeisterung weiter. Gemeinsam mit seinem späteren Trauzeugen kaufte er sich seine erste Dartscheibe und verfolgte die Weltmeisterschaft auf Sport1 mit dem Kult-Kommentatoren-Duo Elmar Paulke und Roland Scholten zunehmend intensiver.
Der Name Elmar Paulke sollte in Geilers Laufbahn jedoch nicht nur vor dem Fernseher eine Rolle spielen. Wie er in einem
Interview mit MyDartCoach verriet, knüpfte Geiler während seiner Zeit bei Sport1 erstmals Kontakt zu Paulke und durfte diesem bei einem seiner Darts-Kommentare über die Schulter schauen.
„Als DAZN die Rechte für die
European Tour gekauft hat, brauchten sie einen weiteren Kommentator. Sowohl Elmar als auch Tom Kirsten haben sich an mich erinnert – und so bin ich da reingerutscht“, sagt Geiler.
Sein Debüt als DAZN-Darts-Kommentator feierte er schließlich beim German Darts Grand Prix 2022 in München.
In einer Sportart, die gerade in Deutschland noch immer stärker über Party und Eventcharakter als über sportliche Leistung definiert wird, entschied sich Geiler für einen anderen Ansatz. Sein Kommentar fiel auf.
Von Beginn an nutzte er Zahlen, Statistiken und Hintergründe, um Geschichten zu erzählen und den Zuschauern einen tieferen Einblick in den Sport zu ermöglichen. „Ich war schon immer statistikinteressiert. In meinen vier Jahren bei Amazon habe ich gelernt, mit Zahlen umzugehen und aus Zahlen Geschichten zu machen“, erklärt der 36-Jährige.
Als Kommentator sucht Adrian Geiler nicht nur nach Zahlen und Statistiken, sondern vor allem nach den Geschichten dahinter.
„Der Vor- und Nachteil am Darts ist, dass es immer gleich aussieht. Dadurch wirkt die Ausübung an sich oft relativ belanglos und muss mit viel Drumherum gefüttert werden. Mein Ziel ist aber, dass Zahlen nicht einfach nur für sich stehen, sondern Vergleichbarkeit schaffen. Zum Beispiel, wenn ich sage, dass ein Spieler acht 140er in drei Legs geworfen hat und in dieser Statistik aktuell zu den Besten der Welt gehört.“
Doch nicht nur Zahlen prägen die Geschichten des Darts-Kommentators. Vielmehr gleichen sie einem bunten Blumenstrauß: berufliche Hintergründe von Dalibor Smolik, Einblicke in das Privatleben von Grant Sampson oder außergewöhnliche Statistiken wie die Tatsache, dass der European Darts Grand Prix 2026 in Sindelfingen das erste European-Tour-Event ohne einen Spieler namens Luke seit März 2023 war. Um seinen Zuschauern genau diese Geschichten liefern zu können, investiert Geiler pro Turnier mindestens zwei volle Tage in die Vorbereitung.
Eine neue Bühne
Geilers Einfluss auf den deutschen Darts-Markt endete jedoch nicht mit der Etablierung eines neuen Kommentierstils – vielmehr war dies erst der Anfang.
„Ich habe immer wieder gemerkt, dass die Geschichten, die ich herausfinde und erzähle, gar nicht so hängen bleiben. Ich habe sehr viel Zeit in die Vorbereitung investiert, habe dann einmal die Origin Story von Daniel Larsson erzählt – und danach war sie wieder weg. Da habe ich mich gefragt: Kann das sein?“, erinnert sich Geiler.
Während der Darts WM 2023 entstand schließlich die Idee, diesen Geschichten eine eigene Bühne zu geben.
„Als Grant Sampson in Runde eins Keane Barry geschlagen hat, habe ich mich gefragt: Wer ist das eigentlich? Ich habe dann recherchiert und herausgefunden, dass dieser Typ sich nicht traut, vor 30 Menschen zu sprechen – aber vor 3.000 Zuschauern ein WM-Spiel gewinnt.
Das habe ich getwittert und einige Likes bekommen. Da habe ich zum ersten Mal gemerkt: Krass, da ist Interesse da.“
Inspiriert von deutschsprachigen Sport-Creatorn wie Conan Furlong und Tobi Schimon begann Geiler, solche Geschichten in Kurzvideos für TikTok aufzubereiten. Am 28. Februar 2023 veröffentlichte er sein erstes Darts-Video auf der Plattform.
Mehr als drei Jahre später folgen seinem Account knapp 37.000 Menschen, seine Inhalte wurden inzwischen mehr als 2,6 Millionen Mal gelikt. Darüber hinaus veröffentlicht Geiler seine Videos auch auf X, Instagram und YouTube.
Adrian Geilers Social-Media-Präsenz in der Übersicht:
Inzwischen ist Geiler weit über die deutsche Darts-Community hinaus für seine regelmäßigen Kurzvideos bekannt. Nahezu täglich widmet sich der 36-Jährige in zwei- bis dreiminütigen Beiträgen den aktuellen Geschehnissen der Darts-Welt.
„Ich beginne mit dem Schreiben des Textes, meistens zwischen 2.400 und 2.600 Zeichen. Danach setze ich mich vor die Kamera und spreche das ein – das dauert etwa zehn bis 15 Minuten. Anschließend schneide ich das Video, was noch einmal eine bis anderthalb Stunden Arbeit bedeutet“, beschreibt Geiler den Produktionsprozess.
Die Entstehung von „Tops Tops Tops“
Inzwischen setzt sich Geiler jedoch nicht mehr nur für Kurzvideos vor Mikrofon und Kamera. Seit Ende 2024 hostet er gemeinsam mit Max Meintz (
Darts Universe) und Fabian Dippold (
roughy180) den
Darts-Podcast „Tops Tops Tops“.
Mittlerweile umfasst das Projekt 78 Folgen. Woche für Woche diskutieren die drei Hosts die wichtigsten Themen der Darts-Welt und haben sich damit zu einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Darts-Podcasts entwickelt.
Wie es dazu kam, verrät Geiler im Gespräch mit Dartsnews.de. „Anfang 2024 hat mir Max Meintz eine sehr, sehr lange Nachricht geschrieben. Darin stand, dass er gerne einen Podcast mit mir machen würde. Ich kannte natürlich seine Instagram-Seite, ihn persönlich aber noch nicht und wollte ihn deshalb erst einmal kennenlernen.“
Ein halbes Jahr lang planten Geiler und Meintz das Projekt unter dem Arbeitstitel „Tops Tops“ – bis aus dem Gary-Anderson-Finish schließlich ein José-de-Sousa-Checkout wurde.
„Je mehr Kontakt ich mit Roughy hatte, desto mehr habe ich gemerkt, dass es cool wäre, noch eine dritte Note dazuzubekommen. Max ist eher ruhig, ich bin nerdig und emotional. Uns hat noch eine etwas wildere Komponente gefehlt – das letzte Gewürz sozusagen“, beschreibt Geiler das Erfolgsrezept des Podcasts.
Drei unterschiedliche Persönlichkeiten, eine gemeinsame Leidenschaft: Mit „Tops Tops Tops“ haben Adrian Geiler, Max Meintz und Fabian Dippold einen der erfolgreichsten deutschen Darts-Podcasts aufgebaut.
Der Aufstieg des Adrian Geiler
So mancher deutsche Dartsfan dürfte sich im April 2022 gefragt haben, wer die unbekannte Stimme ist, die den German Darts Grand Prix auf DAZN kommentiert.
Vier Jahre später hat sich dieser Kommentator als eine der prägendsten Stimmen des deutschen Dartsports etabliert, eine eigene Social-Media-Präsenz aufgebaut und fungiert als Co-Host eines der erfolgreichsten deutschen Darts-Podcasts.
Grund genug für die Frage: Wie haben sich diese vier Jahre eigentlich für Adrian Geiler selbst angefühlt?
„So ein bisschen, als würde man in München in die Eisbachwelle springen und sich von ihr treiben lassen. Man wird mitgerissen. Ich wurde hineingezogen in etwas so Wunderschönes und Riesengroßes, dass ich es bis heute nicht wirklich greifen kann“, beschreibt Geiler diese Entwicklung und führt weiter aus: „Mein übergeordnetes Gefühl ist Überwältigung – und eine große Ehrfurcht vor dem, was dieser Sport eigentlich bedeutet.“
Bei der Frage nach dem bisherigen Highlight seiner Laufbahn landen seine Gedanken sofort in Riesa – und damit bei Martin Schindlers erstem European-Tour-Triumph. „Auch wenn das natürlich nicht mein Erfolg ist: Titel zu kommentieren, im richtigen Moment am richtigen Ort zu sitzen und Dinge auszusprechen, die die Zuschauer in diesem Augenblick fühlen – genau wie bei diesem legendären Moment zwischen Deutschland und England beim World Cup of Darts 2025 – das sind die größten Erfolge.“
Der Mensch hinter dem Mikrofon
Hinter jedem Erfolg steckt ein Erfolgsrezept – und zu Geilers wichtigsten Zutaten gehört der Ausgleich abseits des Jobs.
„Ich treffe mich gerne mit Freunden, mache gerne Sport, spiele regelmäßig Squash mit einem Kollegen und versuche, wenn es irgendwie geht, auch selbst noch Fußball zu spielen“, erzählt er.
Der Sport begleitet ihn auch privat rund um die Uhr: „Sport schauen ist mein riesengroßes Hobby. Wenn ich frei habe, ein Formel-1-Rennen läuft und ich es schauen kann, ohne dass meine Frau mit den Augen rollt, dann ist das ein guter Tag“, schmunzelt Geiler – rettet sich aber direkt mit einem Nachsatz: „Das Allerschönste für mich ist es, abends mit meiner Frau auf der Couch zu sitzen. Sie liegt auf meiner Schulter und schläft. Das ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl von Vertrautheit und Zuhause.“
Vom schüchternen Jungen aus Weisendorf zum Kommentator großer Darts-Momente, vom Nachkommentieren illegaler ZDF-Streams zu einer der prägenden Stimmen eines aufstrebenden Sports: Adrian Geilers Weg wirkt rückblickend fast wie eine jener Geschichten, die er heute so gerne erzählt. Die Begeisterung für den Sport ist dabei dieselbe geblieben wie damals vor den Fernsehern seiner Kindheit. Nur die Perspektive hat sich verändert. Aus dem Jungen, der jede Geschichte sehen wollte, ist ein Mann geworden, der sie heute selbst erzählt.