„Flo Hempel ist mal neben dem Board umgekippt“: Gabriel Clemens erinnert sich an kuriose Pro-Tour-Szene
PDC
Jeder, der regelmäßig Liga-, Turnier- oder Ranglistendarts spielt, kennt das Gefühl nur zu gut: Die Partie ist verloren – doch die eigentliche Strafe folgt erst danach. Edding oder Kreide in die Hand, an die Tafel stellen und das nächste Match schreiben. Ausgerechnet dort, wo man regungslos neben dem Oche stehen muss, entstehen oft die kuriosesten Geschichten.
Dass das Thema „Schreiben“ nicht nur Hobby- und Kneipenspieler beschäftigt, zeigte die neueste Folge des Podcasts „Darts auf die 1“. Der frischgebackene Pro-Tour-Champion Gabriel Clemens, der zweimalige WM-Teilnehmer Robert Marijanovic und Bundesligaspieler Marcel Althaus tauschten Anekdoten aus – und Clemens erinnerte sich dabei an eine Szene mit Florian Hempel, die wohl keiner der Anwesenden so schnell vergessen dürfte.
Clemens erinnert sich an Zwischenfall mit Florian Hempel
Ausgangspunkt war zunächst eine scherzhafte Frage von Althaus. „Habt ihr es jemals erlebt, dass sich auf der Tour eine Dartscheibe gelöst hat? Das wäre lustig, das würde so laut knallen in dieser Halle.“
Eine herunterfallende Dartscheibe hat Clemens zwar noch nicht erlebt – dafür aber einen anderen ungewöhnlichen Zwischenfall. „Nee, aber Flo Hempel ist mal neben einem Dartboard umgekippt. In Niedernhausen. Er war am Schreiben – da haben wir selbst geschrieben, das war während Corona. Da hat der Kreislauf mal kurz schlapp gemacht und er ist wirklich komplett zusammengekracht. Aber er war dann schnell wieder bei sich.“

Gabriel Clemens berichtete im Podcast „Darts auf die 1“ von einem kuriosen Vorfall mit Florian Hempel während eines Floor-Turniers in Niedernhausen.
Die Vorlage ließ sich Althaus nicht entgehen. „Hat dann zum Glück auch weiter geschrieben, hoffe ich“, scherzte er.
„Du stehst da wie ein Zinnsoldat“
Dass das Schreiben neben dem Board durchaus seine Tücken hat, erklärte Althaus anschließend ausführlicher. „Ich fühle das ein bisschen – ich glaube, jeder kennt das. Beim Schreiben hat man auch viel zu viel Zeit, um über alles nachzudenken. Ich neige manchmal auch dazu zu denken, dass ich jetzt umkippen könnte. Es ist noch nie passiert, aber du hast in 90 Prozent der Fälle vorher ein Spiel verloren, du hast eh schon keinen Bock mehr, dann ist es vielleicht auch noch warm, dann bist du nach dem Spielen direkt wieder dran und musst da still stehen wie ein Zinnsoldat. Das ist schon unangenehm.“
Auch Clemens kennt die kleinen Schwierigkeiten, die das Schreiben mit sich bringen kann. „Was mir auch passiert ist: Ich habe die ersten zwei Pfeile gar nicht richtig mitbekommen, die der Spieler wirft, und muss dann beim dritten Dart schnell zusammenrechnen. Dann komme ich immer ein bisschen ins Hustlen.“
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Marijanovic ergänzte mit einem Augenzwinkern: „Dann bekommt man bei einem normalen Turnier auch noch zwei Gegner, die einen 55er-Average gegeneinander spielen – und natürlich neun Legs bei First-to-Five.“
Doch selbst das war Althaus noch nicht genug. „55? Das wäre doch schon Weltklasse. Ich habe schon 27 gegen 26 geschrieben. Best of Three, 45 Minuten. Da hatte ich richtig Angst um meinen Körper“, scherzte er.
Marijanovic hatte zum Abschluss noch einen ganz eigenen Lösungsvorschlag parat: „Da würde ich mich einfach ein paar Mal verschreiben, bis die sagen, die wollen einen anderen Schreiber.“

Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








