Vorschau Play-offs Premier League Darts: Können Luke Littler, Gerwyn Price oder Jonny Clayton Luke Humphries stoppen?

PDC
Mittwoch, 27 Mai 2026 um 18:30
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Nach 16 Wochen ist es am Donnerstagabend, dem 28. Mai, endlich so weit: Die Play-offs der Premier League Darts 2026 stehen an. Luke Humphries, Luke Littler, Jonny Clayton und Gerwyn Price ermitteln an der Finals Night unter sich, wer sich den Titel schnappt.
Littler geht als Nummer 1 der Tabelle ins Rennen. „The Nuke“ sicherte sich insgesamt sechs Wochensiege und sammelte beeindruckende 41 Punkte. In dieser Liga gewann er insgesamt 24 Spiele. Die Nummer 2 ist Jonny Clayton, der ganze vier Abende für sich entschied und zusammen mit dem 19-jährigen Weltmeister klar über dem restlichen Feld stand.
Humphries qualifizierte sich als Nummer 3. Obwohl er lange außerhalb der benötigten Plätze lag, legte er in den letzten Wochen zu, holte noch einen Wochensieg und schaffte so doch noch den Sprung in die Play-offs.
Der letzte Platz ging an Gerwyn Price. „The Iceman“ gewann mit zwei Wochentiteln mehr Abende als Humphries, schied jedoch auch öfter früh aus, sodass er mit 24 Punkten drei Zähler weniger sammelte als „Cool Hand Luke“.

Wie vorteilhaft ist es, als Nummer eins der Rangliste abzuschließen?

Seit der neuen Struktur im Jahr 2022 haben wir verschiedene Spieler gesehen, die in der Tabelle auf Platz 1 landeten. Doch wie viele von ihnen konnten als Nummer 1 auch tatsächlich die Premier League an der Finals Night gewinnen? In der ersten Ausgabe mit diesem neuen Format sammelte Jonny Clayton mit unter anderem vier Wochentiteln satte 40 Punkte und qualifizierte sich damit als Nummer 1 für die Play-offs. In den Play-offs traf er im Halbfinale auf den als Nummer 4 gesetzten Joe Cullen, und der Engländer gewann überraschend deutlich mit 10:4. Trotz seiner starken Premier League konnte Clayton den Titel also nicht holen, der ging in jenem Jahr an Michael van Gerwen.
Ein Jahr später beendete ein anderer Waliser die Saison als Nummer eins. Gerwyn Price erreichte damals achtmal das Finale, vier Abende davon gewann er. Damit sammelte er 39 Punkte und war in den Play-offs der höchstgesetzte Spieler. Obwohl er im Halbfinale Jonny Clayton noch überzeugend mit 10:2 bezwang, verpasste auch er als Favorit den Titel. Im Endspiel war erneut Michael van Gerwen der Stärkste, womit zum zweiten Mal in Folge nicht der beste Spieler der regulären Saison den Titel holte.
2024 gelang es dem Spitzenreiter der Tabelle endlich, die Premier League auch tatsächlich zu gewinnen. Bei seinem Debüt holte Luke Littler insgesamt vier Wochensiege und kam auf ein Punktekonto von 40. In den Play-offs setzte er sich anschließend im Halbfinale mit 10:5 gegen Michael Smith durch, bevor er im Endspiel seinem Namensvetter Luke Humphries gegenüberstand. Auch in diesem Duell war der damals erst 17-Jährige mit 11:7 zu stark, womit zum ersten Mal seit Einführung des neuen Formats der Nummer 1 der Saison auch den Titel errang.
Dabei blieb es vorerst bei diesem einen Mal, denn im vergangenen Jahr gewann Luke Humphries als Nummer zwei der Tabelle die Premier League. In der regulären Saison war erneut Luke Littler klar der Beste, mit sechs Wochentiteln und insgesamt 45 Punkten. Der Weltmeister erreichte wie im Jahr zuvor wieder das Finale, wo er abermals auf Luke Humphries traf. Dieses Mal setzte sich „Cool Hand Luke“ jedoch durch und durfte sich erstmals in seiner Karriere Premier-League-Champion nennen.
Luke Littler jubelt mit der Premier-League-Trophäe
Littler ist der einzige Spieler, der als Nummer 1 der Saison auch tatsächlich die Premier League gewinnen konnte.

Tabellenführer und spätere Sieger

JahrNummer eins reguläre SaisonSpäterer Sieger
2022 Jonny Clayton Michael van Gerwen
2023 Gerwyn Price Michael van Gerwen
2024 Luke Littler Luke Littler
2025 Luke Littler Luke Humphries

Spielplan Play-offs Premier League Darts 2026

Donnerstag, 28.05.2026 (ab 20:00 Uhr)

O2 Arena, London – Play-offs

Zeit Spieler 1 v Spieler 2 Runde
20:15 Luke Littler v Gerwyn Price HF
20:45 Jonny Clayton v Luke Humphries HF
21:45 Sieger HF1 v Sieger HF2 F

Luke Littler v Gerwyn Price

Luke Littler zeigte wie im Vorjahr erneut, dass er aktuell der beste Spieler der Welt ist. Der 19-Jährige brauchte in den ersten vier Wochen noch Anlauf und erreichte bis dahin kein einziges Mal das Finale. Ab Woche fünf zündete „The Nuke“ jedoch. In Cardiff holte er seinen ersten Wochentitel, indem er Jonny Clayton im Finale schlug. Zwei Wochen später legte er am siebten Spielabend in Dublin seinen zweiten Abendsieg nach.
Eine Woche später sicherte er sich in Berlin sofort auch seinen dritten Wochentitel, indem er Michael van Gerwen im Finale bezwang. Damit übernahm er erstmals die Tabellenführung. Nach zwei Wochen ohne Finale erreichte er an Spieltag 11 wieder das Endspiel, doch diesmal unterlag er gegen Jonny Clayton. Ab Woche 12 war „The Nuke“ jedoch kaum zu stoppen, gewann drei Wochen in Folge und übernahm damit souverän Platz eins.
Gerwyn Price erlebte eine etwas wechselhaftere Premier League. In der ersten Woche verlor er direkt sein Auftaktmatch, ehe er am zweiten Spielabend in Antwerpen seinen ersten Wochentitel holte. Von der dritten bis zur sechsten Woche gewann er jeweils sein erstes Spiel, verlor aber jedes Mal sein Halbfinale. In Spielwoche 7 in Dublin erreichte er mal wieder das Finale, unterlag dort jedoch in einem Entscheidungsleg mit 5:6 gegen Luke Littler. Zwei Wochen später gewann er in Manchester endlich wieder einen Abend, womit sein Gesamtstand in diesem Wettbewerb auf zwei kletterte.
Der Waliser schien zu diesem Zeitpunkt relativ locker in Richtung Play-offs zu steuern, doch ab Woche 10 ging es bei „The Iceman“ schnell bergab. Drei Wochen in Serie verlor er sein Auftaktspiel. An Spielabend 13 gewann er seine erste Partie, unterlag jedoch erneut im Halbfinale. Auch in den letzten drei Wochen kam er nicht über die Halbfinals hinaus, wodurch er letztlich auf Rang vier zurückfiel und sich damit knapp für die Finals Night qualifizierte.
Doch wer ist auf Basis des direkten Vergleichs Favorit in diesem Halbfinale? Alles deutet auf Luke Littler hin. In 27 bisherigen Duellen besiegte „The Nuke“ den Waliser satte 19 Mal. Price hatte achtmal das bessere Ende für sich. Allein in der Premier League trafen sie dieses Jahr bereits sechsmal aufeinander, und jedes Mal war Littler der Stärkere. Auf Grundlage dieser Zahlen wäre der 19-jährige Weltmeister klarer Favorit auf den Finaleinzug.

Jonny Clayton v Luke Humphries

Jonny Clayton erwischte einen hervorragenden Start in seine Premier League. Nach zwei Halbfinals in den Auftaktwochen holte er an Spielabend drei auch seinen ersten Titel. In Woche fünf stand er erneut im Finale, verlor dieses Mal jedoch gegen Luke Littler. Eine Woche später sicherte er sich in Nottingham allerdings seinen zweiten Titel, indem er Luke Humphries im Finale schlug.
Ab Spielabend sieben kam beim Waliser etwas Sand ins Getriebe. Drei Wochen hintereinander gewann „The Ferret“ nämlich nicht sein Auftaktspiel, wodurch er auf den dritten Platz abrutschte. Danach fand Clayton jedoch wieder besser in die Spur. Er holte zwei Wochentitel in Serie und erreichte auch in Woche 12 das Finale. In den letzten vier Wochen verlor er jedoch dreimal sein erstes Match und landete aufgrund des Aufschwungs von Littler schließlich auf Rang zwei.
Für Luke Humphries war es dieses Jahr eine äußerst mühsame Premier League. In den ersten fünf Wochen erreichte er kein einziges Mal das Finale, womit er bis dahin nur auf Rang sechs lag. In Woche 5 stand er endlich einmal im Endspiel, verlor dieses jedoch gegen Jonny Clayton.
In den folgenden sechs Spielwochen scheiterte er viermal in seinem Auftaktmatch, sodass er nach zwölf Wochen weiterhin auf Rang sechs stand und die Finals Night ernsthaft in Gefahr geriet. Ab Woche 13 kam Humphries jedoch ins Rollen und erreichte vier Wochen nacheinander das Finale, wovon er eines an Spielabend 15 gewann. Durch die schwachen Ergebnisse von Michael van Gerwen und Gerwyn Price in den Schlusswochen kletterte er damit auf Rang drei und sicherte sich doch noch einen Platz in den Play-offs.
Auf Basis der Rangliste wäre Clayton der Favorit. Doch was sagen die direkten Duelle? Insgesamt trafen Clayton und Humphries bereits 17 Mal aufeinander, und auch hier liegt „The Ferret“ mit 10 Siegen vorn. Blicken wir ausschließlich auf die Premier League, spielten sie dieses Jahr viermal gegeneinander. Dabei ging der Waliser ebenfalls dreimal als Sieger von der Bühne. Nur an Spielabend 7 in Dublin konnte Humphries gegen Clayton gewinnen.
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