Vintage-Van Gerwen gewinnt seinen 17. World Series Titel bei den Bahrain Darts Masters im niederländischen Finale gegen Gian van Veen

PDC
Freitag, 16 Januar 2026 um 21:04
Michael van Gerwen (4)
Michael van Gerwen hat sich bei den Bahrain Darts Masters 2026 den Titel gesichert und damit seinen rekorderweiternden 17. Triumph auf der World Series of Darts Tour eingefahren. Der Weltranglistenvierte setzte sich im rein niederländischen Endspiel mit 8:6 gegen Gian van Veen durch und feierte damit zugleich seinen ersten Turniersieg seit den World Series of Darts Finals 2025.​
Der Finaltag in Sakhir bot vom ersten Viertelfinale an ein hohes Niveau mit Averages jenseits der 100 Punkte, zahlreichen Highfinishes und einer starken Leistung der Niederländer. Neben Van Gerwen setzte vor allem Gian van Veen mit zwei klaren Siegen und seinem erneuten Finaleinzug ein dickes Ausrufezeichen zu Beginn der World Series-Saison 2026.​

Van Gerwen dominiert K.o.-Phase

Van Gerwen musste zum Auftakt des Abends direkt den Titelverteidiger ausschalten und lieferte sich mit Stephen Bunting ein enges Viertelfinale auf hohem Niveau. Beim 6:4-Erfolg sprach vor allem die Doppelquote für den dreifachen Weltmeister, der 6 von 12 Versuchen nutzte, während Bunting nur 4 von 20 Checkdarts verwandelte. Das 80er Checkout als höchstes Finish reichte, weil der Niederländer die Schlüsselmomente ab der Mitte der Partie dominierte.
Michael van Gerwen in Aktion
Michael van Gerwen sichert sich den Turniersieg bei den Bahrain Darts Masters 2026
Im Halbfinale gegen Gerwyn Price legte „Mighty Mike“ noch einmal zu und ließ seinem langjährigen Rivalen beim 7:2 kaum Luft zum Atmen. Ein 132er Bullfinish zum 12-Darter und ein anschließender 11-Darter mit zwei 180ern unterstrichen seine klare Überlegenheit; am Ende stand ein Average von 94,21 Punkten und eine konsequente Ausbeute in den entscheidenden Momenten.

Van Veen begeistert auf dem Weg ins Finale

Gian van Veen startete seinen Lauf mit einem eindrucksvollen 6:1 über Landsmann Danny Noppert und zog damit in sein erstes World-Series-Halbfinale ein. Trotz eines 106er Averages von Noppert entschied die Doppelquote diese Partie, denn Van Veen nutzte 6 seiner 10 Chancen, während Noppert nur einen seiner sechs Doppelversuche verwandeln konnte. Ein 114er Finish nach einer kurzen Unterbrechung durch eine elektrische Störung in der Halle wurde zum spielentscheidenden Moment auf dem Weg zur Ziellinie.​
Im Halbfinale gegen Nathan Aspinall bestätigte „The Giant“ seine Topform und setzte sich mit 7:4 durch. Van Veen spielte einen Average von 97,70 Punkten, traf 7 von 15 Doppelversuchen und setzte mit einem 121er Checkout sowie einem 11-Darter wichtige Akzente.

Price stoppt Littler – Aspinall dreht gegen Humphries auf

Gleich im ersten Viertelfinale gab es eine Überraschung: Gerwyn Price schaltete Weltmeister Luke Littler mit 6:2 aus. Der Waliser kam auf einen Average von 97,43 Punkten, traf 6 von 10 Doppelversuchen und setzte mit Highfinishes von 115 und 112 sowie einem 76er Bullfinish zum 15-Darter immer dann zu, wenn Littler sich Chancen erarbeitet hatte. Der Engländer blieb mit 94,04 Punkten und einer schwankenden Doppelquote deutlich hinter seinem Topniveau zurück.
Im dritten Viertelfinale drehte Nathan Aspinall ein bereits verloren geglaubtes Match gegen Luke Humphries und siegte nach 1:3-Rückstand noch mit 6:3. „The Asp“ legte einen Zwischenspurt mit Legs in 11, 16 und 12 Darts hin und beendete die Partie mit einem 104,43er Average bei 60 Prozent auf die Doppel, während Humphries bei gut 101 Punkten im Schnitt dennoch chancenlos blieb.

Niederländischer Klassenunterschied im Finale

Das Endspiel zwischen Van Gerwen und Van Veen hielt das hohe Niveau des gesamten Abends und entwickelte sich zu einem echten Showcase für niederländisches Topdarts. Van Gerwen erwischte den perfekten Start, holte sich dank eines 130er Bullfinishes direkt das Break, führte schnell 3:0 und ging mit Averages von 109 zu 101 bei 4:2 in die erste Pause. Mit einem 11-Darter und der 6:2-Führung nach der Pause schien früh alles auf einen klaren Sieg hinauszulaufen.
Van Veen wehrte sich jedoch beeindruckend, nutzte seine Chancen auf die Doppel besser und verkürzte mit einem 111er Finish und einem Break auf 4:6. In der entscheidenden Phase zeigte Van Gerwen dann seine ganze Klasse, checkte unter maximalem Druck 103 Punkte auf Doppel 16 und machte wenig später mit einem 14-Darter auf Doppel 18 den Titel perfekt. Bei nahezu identischen Averages von 100,91 zu 100,79 gaben am Ende die etwas höhere Checkoutquote von 66,7 Prozent und die großen Momente bei den Checkouts den Ausschlag zugunsten des Routiniers.
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