Die
European Tour steht für ein konstant hohes Niveau und spektakuläre Duelle. Doch immer wieder entstehen Partien mit einem außergewöhnlich großen Leistungsgefälle. Besonders deutlich zeigt sich das bei den größten Unterschieden im 3-Dart-Average, die jemals in einem Match auf der
European Tour gemessen wurden. Diese Zahlen liefern einen seltenen Einblick in Spiele, in denen ein Spieler komplett dominiert, während sein Gegner nie in den Rhythmus findet.
Doets an der Spitze
Angeführt wird die Liste vom Duell zwischen
Kevin Doets und Jonas Masalin in der Auftaktrunde der
European Darts Trophy 2026. Der Unterschied betrug unglaubliche 41,62 Punkte.
Doets spielte einen herausragenden Average von 117,12, während Masalin bei 75,50 Punkten im Schnitt strandete. Ein Average jenseits der 115 gehört zur absoluten Weltklasse und tritt selbst auf höchstem Niveau nur selten auf. Dass gleichzeitig ein derart großer Abstand entsteht, verdeutlicht die komplette Einseitigkeit dieses Matches.
Auf Rang zwei folgt das Duell zwischen
Robert Marijanovic und Jamie Lewis in der ersten Runde der International Darts Open 2020. Hier lag die Differenz bei 41,37 Punkten, bei Averages von 99,10 zu 57,72. Vor allem der niedrige Wert von Lewis sticht ins Auge: Ein Average unter der 60er-Marke ist auf Profi-Niveau äußerst selten. Gleichzeitig agierte Marijanovic trotz fehlender Gegenwehr bemerkenswert stabil und konstant.
Robert Marijanovic hielt lange den Rekord für den größten Average-Unterschied auf der European Tour – bis Kevin Doets ihn 2026 übertraf
Auch Platz drei zeigt ein klares Kräfteverhältnis. Im Duell zwischen Dave Chisnall und Dirk Becker bei den German Darts Masters 2013 erzielte Chisnall einen Average von 100,20, während Becker nach der Partie bei 60,97 Punkten im Schnitt stand. Die Differenz: 39,23 Punkte.
Rang vier belegt die Partie zwischen Luke Littler und Arno Merk in der Auftaktrunde des European Darts Grand Prix 2024. Littler kam auf 101,33 Punkte im Average, Merk auf 67,54 – ein Unterschied von 33,79 Punkten.
Diese Zahlen gewinnen vor allem im Kontext der PDC European Tour an Bedeutung. Die Matches werden meist in einem kurzen Format gespielt, in dem einzelne starke Phasen oder schwache Starts den Average stark beeinflussen. Unterschiede von über 40 Punkten bleiben dennoch eine absolute Ausnahme.
Die Statistik zeigt, wie unberechenbar Darts sein kann. Auf dem Papier begegnen sich oft zwei gleichwertige Spieler, doch Verlauf und Tagesform zeichnen ein völlig anderes Bild. Genau das macht den Reiz dieses Sports aus: Selbst auf höchstem Niveau können die Unterschiede überraschend deutlich ausfallen.
Belgian Darts Open
Die PDC European Tour macht am kommenden Wochenende Station in Wieze. Dort stehen die
Belgian Darts Open 2026 auf dem Programm. Luke Littler reist als Titelverteidiger an, nachdem er im Vorjahr das Finale mit 8:5 gegen Mike De Decker für sich entschieden hatte.