Michael van Gerwen gewinnt die Nordic Darts Masters 2026: Dramatischer Finalsieg gegen Luke Humphries in Kopenhagen

PDC
Samstag, 06 Juni 2026 um 23:15
Michael van Gerwen (2)
Michael van Gerwen hat die Nordic Darts Masters 2026 gewonnen und sich damit den 18. Titel seiner Karriere auf der World Series of Darts gesichert. Der Niederländer setzte sich am Samstagabend in Kopenhagen in einem hochklassigen und bis zum letzten Dart spannenden Finale mit 8:7 gegen Luke Humphries durch. Erst im Entscheidungsleg fiel die Entscheidung, nachdem Humphries zuvor sogar einen Matchdart auf das Bullseye vergeben hatte.
Für van Gerwen ist der Triumph ein wichtiges Ausrufezeichen auf der World-Series-Tour. Nachdem der Niederländer in den vergangenen Monaten nicht immer seine gewohnte Dominanz ausstrahlte, präsentierte er sich in Dänemark insbesondere in den entscheidenden Momenten von seiner besten Seite. Vor allem seine Nervenstärke machte am Ende den Unterschied.

Van Gerwen steigert sich von Runde zu Runde

Dabei hatte der Abend für „Mighty Mike“ alles andere als ideal begonnen. Im Viertelfinale gegen den schwedischen Lokalmatador Viktor Tingström entwickelte sich eine zerfahrene Partie, in der beide Spieler immer wieder Chancen auf die Doppel liegenließen. Tingström führte zwischenzeitlich bereits mit 5:3 und stand kurz vor der Überraschung. Erst nachdem der Schwede einen Matchdart verpasste, gelang van Gerwen das Rebreak zum 5:5. Im Entscheidungsleg behielt der dreimalige Weltmeister die Kontrolle und rettete sich mit einem 6:5-Erfolg ins Halbfinale.
Michael van Gerwen (2)
Van Gerwen feiert seinen 18. World Series Titel
Dort zeigte der Niederländer ein deutlich anderes Gesicht. Gegen Jonny Clayton geriet er zwar früh mit 0:2 in Rückstand, fand anschließend aber immer besser in sein Spiel. Van Gerwen erhöhte das Tempo, traf konstant hohe Scores und sorgte mit Finishes von 122 und 110 Punkten für die Highlights der Begegnung. Sieben der folgenden neun Legs gingen an den Niederländer, der sich letztlich souverän mit 7:4 durchsetzte und mit einem Average von über 101 Punkten den Finaleinzug perfekt machte.
Humphries musste auf seinem Weg ins Endspiel ebenfalls harte Arbeit verrichten. Im Viertelfinale wartete mit Gian van Veen einer der formstärksten Spieler der vergangenen Monate. Beide Akteure lieferten sich ein Match auf höchstem Niveau und bewegten sich zeitweise deutlich über der 100-Punkte-Marke im Average. Van Veen glänzte unter anderem mit einem spektakulären 143er-Finish, doch Humphries setzte sich letztlich im Decider mit 6:5 durch.
Noch beeindruckender fiel anschließend sein Halbfinalauftritt gegen Luke Littler aus. Die Neuauflage des Premier-League-Finals hielt, was sie versprach. Humphries überzeugte mit einem Average von über 105 Punkten und sorgte mit einem 164er-Highfinish sowie einem brillanten 132er-Checkout für die Höhepunkte der Partie. Littler kämpfte sich nach der Pause zwar zurück und glich zum 4:4 aus, doch Humphries blieb cool und sicherte sich mit einem 7:5-Erfolg die Revanche für die Niederlage im Premier-League-Endspiel der Vorwoche.
Littler selbst hatte zuvor im Viertelfinale seine starke Form unter Beweis gestellt. Gegen James Wade ließ der Weltmeister nichts anbrennen und gewann klar mit 6:1. Jonny Clayton komplettierte die Halbfinalisten durch einen überzeugenden 6:3-Erfolg gegen Landsmann Gerwyn Price.
Im Finale entwickelte sich schließlich ein echtes Spitzenspiel. Humphries erwischte den besseren Start und ging früh in Führung, doch van Gerwen fand zunehmend seinen Rhythmus. Mit mehreren starken Legs nach der Pause zog der Niederländer auf 5:3 davon und schien die Kontrolle übernommen zu haben. Humphries antwortete jedoch eindrucksvoll, drehte die Partie und ging selbst mit 6:5 in Führung.
Van Gerwen reagierte erneut stark und holte sich das wichtige Rebreak. Wenig später führte er 7:6 und stand nur noch ein Leg vom Titel entfernt. Humphries zeigte jedoch große Moral, hielt dem Druck stand und erzwang mit einem starken Anwurfleg den Decider.
Dort bot sich dem Engländer bei 127 Rest sogar die Chance, das Turnier zu gewinnen. Sein Versuch auf das Bullseye verfehlte das Ziel jedoch knapp. Van Gerwen erhielt dadurch noch eine letzte Gelegenheit – und nutzte sie eiskalt. Mit dem entscheidenden Checkout machte der Niederländer den 8:7-Erfolg perfekt und krönte sich zum Champion der Nordic Darts Masters 2026.
Nach einer Finalsession voller hochklassiger Matches, starker Finishes und großer Dramatik durfte am Ende Michael van Gerwen den Pokal in Kopenhagen in die Höhe stemmen. Der Niederländer bewies einmal mehr, dass er auch in engen Situationen weiterhin zu den gefährlichsten Spielern der Darts-Welt gehört.
Klatscht 1Besucher 1
loading

Gerade In

Beliebte Nachrichten

Aktuelle Kommentare

Loading