„Michael van Gerwen, ohne jeden Zweifel“ – Jermaine Wattimena hat eine klare Wahl für den besten Gegner aller Zeiten

PDC
Samstag, 08 August 2026 um 9:15
Jermaine Wattimena (4)
Jermaine Wattimena hat sich im Laufe der Jahre einen ganz eigenen Platz im internationalen Darts erarbeitet. Der Niederländer ist bekannt für seine offensive Spielweise, sein hohes Tempo und seinen markanten Spitznamen „The Machine Gun“. Doch zu welchen Spielern blickte Wattimena selbst auf? Welche Gegner hinterließen den größten Eindruck bei ihm, und warum spielt er seit über zwanzig Jahren mit exakt denselben Darts? In einem persönlichen Interview gewährt der Niederländer einen Blick hinter die Kulissen.
Als Wattimena selbst noch von einer Karriere an der Spitze träumte, gab es mehrere Spieler, die ihn inspirierten. „Als ich anfing, fand ich Wayne Mardle richtig gut. Natürlich war Raymond van Barneveld auch ein Idol. In den Niederlanden bekommt man das Darts dadurch von klein auf mit. Das war für mich wirklich großartig.“
Van Barneveld ist nicht der einzige niederländische Topspieler, gegen den Wattimena letztlich selbst auf der Bühne antreten durfte. Wird er nach den besten Spielern gefragt, auf die er in seiner Karriere traf, nennt er drei große Namen. Michael van Gerwen steht dabei ohne Zweifel ganz oben. Außerdem nennt er Luke Littler und Gary Anderson als Akteure, die besonders großen Eindruck auf ihn gemacht haben.
Dennoch muss Wattimena nicht lange überlegen, wenn er einen Spieler als den besten Gegner benennen soll, dem er je gegenüberstand. „Michael van Gerwen. Absolut. Darüber muss ich nicht nachdenken. Einfach Michael van Gerwen.“
Van Gerwen und Wattimena teilen zudem ein wichtiges Stück niederländischer Darts­geschichte. Beide waren Teil des niederländischen Teams beim World Cup of Darts, bei dem die Niederlande jahrelang zu den absoluten Favoriten zählten. Für Wattimena ist Van Gerwen daher nicht nur ein Generationenkollege, sondern auch ein Spieler, den er aus nächster Nähe im internationalen Spitzenzirkus erlebt hat. In dieser Woche wurde zudem klar, dass sie bei demselben Materialsponsor unterkommen.

Warum ‚The Machine Gun‘?

Der Spitzname von Wattimena ist inzwischen untrennbar mit seinem Namen verbunden. Während manche Spieler ihren Spitznamen bewusst wählen oder ihn von Fans verliehen bekommen, entstand „The Machine Gun“ bei Wattimena auf ziemlich logische Weise. „Das kam daher, dass ich früher ein etwas schnellerer Spieler war“, erklärt Wattimena. „Inzwischen spiele ich etwas langsamer, aber der Spitzname ist geblieben. Ich bin immer noch The Machine Gun.“
Auch abseits der Bühne hat Wattimena klare Vorlieben. Sein Walk-on-Song ist „Bella Ciao“, das bekannte italienische Lied, das durch die Netflix-Serie La Casa de Papel weltweit erneut populär wurde. Die Wahl hat laut Wattimena sowohl mit der Musik als auch mit der Serie zu tun. „Ich mag die Musik einfach und natürlich finde ich die Serie auch großartig. Deshalb passt ‚Bella Ciao‘ gut zu mir.“
Musikalisch hat der Niederländer einen breiten Geschmack. „Ich höre eigentlich fast alle Musikrichtungen. Nur Rock und Metal sind nicht so meins. Ansonsten höre ich viel die Top 40, Pop, R&B und Rap.“

Ajax und Borussia Dortmund

Abseits des Darts hat Wattimena ebenfalls eine klare Vorliebe. Als Fußballfan muss er nicht lange überlegen. „Ajax, natürlich. Und in Deutschland ist es Borussia Dortmund.“
Der kurze Einblick in das Leben von Wattimena zeigt, dass hinter dem schnellen Dartspieler mit dem Spitznamen „The Machine Gun“ ein Spieler steckt, der seinen Vorlieben bemerkenswert treu bleibt. Seine Idole aus der Vergangenheit, seine Bewunderung für Van Gerwen, seine Liebe zu „Bella Ciao“ und seine seit über zwanzig Jahren unveränderte Materialwahl erzählen allesamt etwas über den Menschen hinter dem Dartspieler. Und obwohl sein Spieltempo inzwischen etwas niedriger liegt als früher, bleibt eines unverändert: Jermaine Wattimena ist noch immer „The Machine Gun“.
Klatscht 0Besucher 0
loading

Gerade In

Beliebte Nachrichten

Aktuelle Kommentare

Loading