World Series of Darts Finals 2026: Titelverteidiger Michael van Gerwen scheitert an Daryl Gurney – Humphries und Van Veen souverän weiter

PDC
Donnerstag, 17 September 2026 um 23:14
Michael van Gerwen
Michael van Gerwen ist bei den World Series of Darts Finals 2026 bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Der Titelverteidiger vergab gegen Daryl Gurney sechs Matchdarts und verlor vor heimischem Publikum in Amsterdam mit 5:6 im Entscheidungsleg. Während der Nordire damit für eine der größten Überraschungen des Abends sorgte, zogen Luke Humphries, Josh Rock und Gian van Veen in die zweite Runde ein.
Die Erstrundenpartien im AFAS Live wurden im Modus Best of 11 Legs ausgetragen. Für van Gerwen endete das Heimturnier jedoch trotz einer zwischenzeitlichen Aufholjagd früh. Gurney, der kurzfristig für Lourence Ilagan ins Teilnehmerfeld gerückt war, zeigte zunächst die bessere Leistung und setzte sich am Ende in einem dramatischen Duell durch.

Gurney dreht Van Gerwen-Comeback

Daryl Gurney erwischte gegen van Gerwen einen herausragenden Start. Der Nordire gewann die ersten drei Legs und krönte seine starke Anfangsphase mit einem 170er-Finish. Van Gerwen fand zunächst kaum Zugriff auf die Partie und stand nach zwei Legs bei einem Average von lediglich 88 Punkten, ohne einen Dart auf ein Doppel geworfen zu haben.
Michael van Gerwen (1)
Van Gerwen befindet sich weiterhin in einer Formkrise
Anschließend meldete sich die niederländische Nummer zwei jedoch eindrucksvoll zurück. Van Gerwen nutzte Gurneys verpasste Chancen und verkürzte zunächst auf 2:3. Mit zwei weiteren starken Legs übernahm „Mighty Mike“ schließlich die Kontrolle und ging mit 4:3 in Führung. Wenig später erhöhte er auf 5:3 und schien vor dem entscheidenden Schritt zum Sieg zu stehen.
Gurney gab sich allerdings nicht geschlagen. Mit einem 16-Darter verkürzte er auf 4:5 und setzte van Gerwen damit erneut unter Druck. Im zehnten Leg erhielt der Titelverteidiger sechs Matchdarts, konnte jedoch keinen davon nutzen. Gurney blieb cool, holte sich das Leg und erzwang den Decider.
Dort behielt der Nordire die Nerven. Van Gerwen fand keinen Weg zurück in die Partie, während Gurney seine Chance nutzte und den entscheidenden Dart verwandelte. Damit war das Aus des Titelverteidigers besiegelt. Für Gurney bedeutet der Sieg den Einzug in die zweite Runde, wo er auf Ross Smith trifft, der zuvor Kevin Doets aus dem Turnier nahm.

Humphries verhindert niederländische Überraschung

Luke Humphries musste ebenfalls lange um seinen Auftaktsieg kämpfen. Gegen Jermaine Wattimena geriet der Weltranglistenzweite zunächst mit 1:2 in Rückstand. Der Niederländer eröffnete die Partie mit einem starken 160er-Finish, nachdem Humphries zuvor zwei Breakchancen ausgelassen hatte.
Danach übernahm „Cool Hand Luke“ zunehmend die Kontrolle. Beim Stand von 2:2 gelang Humphries ein spektakuläres 132er-Finish über zwei Bullseyes und die Doppel 16. Nach einem weiteren starken Anwurf legte der Engländer mit 4:2 vor. Wattimena kämpfte sich zwar noch einmal heran und profitierte im neunten Leg von acht verpassten Matchdarts seines Gegners, doch Humphries blieb konzentriert. Mit einem 16-Darter machte er den 6:4-Erfolg perfekt.
Auch Josh Rock setzte sich in einem hochklassigen Duell mit 6:5 gegen Stephen Bunting durch. Beide Spieler bewegten sich über weite Strecken auf einem Niveau von mehr als 110 Punkten im Average. Bunting führte zunächst, doch Rock blieb mit einem 142er-Checkout und mehreren starken Anwurflegs in Schlagdistanz. Nach einem verpassten Matchdart von Bunting erzwang der Nordire den Decider und nutzte dort seine Chance zum Sieg. Rock erzielte dabei fünf 180er und kam auf einen Average von 102,98 Punkten.

Van Veen überzeugt – Smith souverän

Gian van Veen sorgte anschließend für den nächsten niederländischen Erfolg. Der Weltranglistendritte besiegte Chris Dobey mit 6:2 und dominierte die Partie von Beginn an. Van Veen gewann die ersten beiden Legs jeweils in 15 Darts und setzte sich früh ab. Dobey fand nur selten in seinen Rhythmus und ließ im vierten Leg zwei Breakchancen ungenutzt. Van Veen erhöhte daraufhin auf 3:1.
Im siebten Leg verpasste Dobey drei Darts auf Doppel, um den Rückstand zu verkürzen. Van Veen nutzte die Gelegenheit und stellte auf 5:2. Wenig später beendete er das Match mit einem souveränen 6:2. Sein Average lag bei 95,47 Punkten, während Dobey lediglich 83,18 Punkte erzielte.
Ross Smith zeigte gegen Kevin Doets ebenfalls einen überzeugenden Auftritt. Der Engländer gewann mit 6:3 und überzeugte mit einem Average von 102,98 Punkten sowie einer Checkout-Quote von 46,15 Prozent. Besonders stark startete Smith mit einem 130er-Finish zum ersten Leggewinn. Nach dem Break zum 3:1 kontrollierte er das Spiel und ließ Doets trotz einzelner guter Phasen nicht mehr zurückkommen.
Die weiteren Sieger des Abends hießen Dirk van Duijvenbode, Ryan Searle und Karel Sedlacek. Van Duijvenbode drehte gegen Debütant Viktor Tingstrom einen 1:4-Rückstand in einen 6:4-Erfolg. Searle setzte sich mit 6:2 gegen Rob Cross durch, während Sedlacek Ben Robb ebenfalls mit 6:4 bezwang. Der Tscheche überzeugte dabei mit einer perfekten Doppelquote von 100 Prozent. Damit bot die erste Abendsession der World Series of Darts Finals eine Mischung aus hochklassigem Darts, Comebacks und einer bitteren Überraschung für das Amsterdamer Publikum: Michael van Gerwen ist raus.
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