Max Hopp schreibt mit emotionalem WM-Meilenstein deutsche Dartsgeschichte: „Es bedeutet mir unendlich viel“

PDC
durch Nic Gayer
Donnerstag, 17 September 2026 um 12:30
Max Hopp (6)
Über den historischen Meilenstein und den langen Weg zurück sprach Hopp nun ausführlich mit der BILD. Gegenüber der Zeitung machte der frühere deutsche PDC-Pionier deutlich, welchen Stellenwert die zehnte WM-Teilnahme für ihn besitzt: „Es bedeutet mir unendlich viel. Schon im letzten Jahr habe ich den Traum skizziert, dass ich mit 30 an meiner zehnten WM teilnehmen möchte. Dass es jetzt wirklich gelingt, kann ich kaum in Worte fassen.“

„Ein Fakt, auf den ich unglaublich stolz bin“

Das Timing könnte für Hopp kaum passender sein. Im August feierte der frühere German-Darts-Open-Champion seinen 30. Geburtstag, wenige Monate später folgt nun das nächste Jubiläum auf der größten Darts-Bühne der Welt. Bereits neunmal durfte Hopp im Alexandra Palace antreten – mit seinem zehnten Start setzt er nun eine neue deutsche Bestmarke.
Max Hopp auf der Ally-Pally-Bühne.
Max Hopp darf zum zehnten Mal bei der Darts WM antreten – kein Deutscher stand häufiger bei einer PDC-Weltmeisterschaft am Oche.
„Zehn Weltmeisterschaften hat noch kein Deutscher gespielt. Das sage ich jetzt nicht aus Selbst-Profilierung, sondern weil es ein Fakt ist. Und es ist ein Fakt, auf den ich unglaublich stolz bin“, erklärte Hopp gegenüber BILD.
Auch auf Instagram meldete sich der „Maximiser“ zu Wort und teilte seine Freude über die erneute Reise nach London mit seinen Followern. „Diese Teilnahme bei Darts WM bedeutet mir viel!“, schrieb Hopp. Zum zehnten Mal dürfe er unter deutscher Flagge antreten, was für ihn „ein weiterer und wichtiger Meilenstein“ sei.
Dabei richtete der 30-Jährige den Blick nicht ausschließlich auf sich selbst. Hopp verwies zugleich darauf, dass aktuell sieben weitere deutsche Spieler für die Weltmeisterschaft qualifiziert sind. Er sei „stolz“ und freue sich „extrem auf den neuen Ally Pally“, schrieb der Deutsche mit Blick auf das bevorstehende Highlight.

Starke Saison bringt Hopp zurück in den Ally Pally

Dass Hopp seine zehnte WM-Teilnahme bereits sicher hat, ist das Ergebnis einer konstant starken Saison. Besonders deutlich wird das mit Blick auf das Pro-Tour-Ranking im aktuellen Qualifikationsrennen für den Alexandra Palace. Dort belegt der „Maximiser“ einen starken elften Platz. Da insgesamt 40 WM-Tickets über dieses Ranking vergeben werden, kann Hopp seine Reise nach London bereits fest einplanen.
Auch seine Bilanz auf der Players-Championship-Tour unterstreicht die Konstanz, die Hopp 2026 an das Oche bringt. Bei 26 Turnierteilnahmen erreichte er 19-mal mindestens die zweite Runde. Lediglich bei sieben Events war für ihn bereits nach seinem Auftaktmatch Schluss. Insgesamt hat Hopp in diesem Jahr zudem bereits 52.750 Pfund an Preisgeld eingespielt.
Seine eigene Einschätzung fällt entsprechend positiv aus. „Ich spiele eine der stärksten Saisons, die ich jemals gespielt habe“, sagte Hopp.

Hopp über sein Comeback: „Ich wollte es mir selber beweisen“

Nach dem Verlust seiner Tour Card Ende 2022 folgten für Hopp schwierige Jahre abseits der großen PDC-Bühne. Seine Versuche, sich über die Challenge Tour zurückzukämpfen, brachten nicht die erhofften Ergebnisse – auch in der „zweiten Liga“ des PDC-Systems konnte der frühere deutsche Topspieler zunächst nicht nachhaltig auf sich aufmerksam machen.
Umso bemerkenswerter war das Comeback, das ihm bei der Q-School 2025 gelang: Für viele überraschend erspielte sich Hopp dort seine Tour Card zurück und kehrte in den Kreis der PDC-Profis zurück. Seitdem hat der „Maximiser“ eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass seine Rückkehr weit mehr als ein kurzes Aufflackern war. Mit großer Konstanz auf dem PDC-Floor hat sich Hopp wieder fest im Pro-Tour-Geschehen etabliert und ist auf dem besten Weg, seinen Platz unter den etablierten Kräften der Tour dauerhaft zurückzuerobern.
„In erster Linie bin ich verdammt stolz auf mich, dass ich mich freigemacht habe. Die kritischen Bewertungen von außen hatten mich zu negativ beeinflusst. Ich habe für mich entschieden, dass ich in erster Linie wieder sportlich gute Leistungen zeigen möchte. Das ist das Fundament für alles, was noch kommt. Es ist das, woran du gemessen wirst“, erklärte Hopp.
Sein Comeback war für ihn damit auch eine persönliche Mission. „Ich wollte es mir selber beweisen, dass es sich lohnt zu kämpfen, dranzubleiben und an sich zu glauben.“
Diese Beharrlichkeit führt ihn nun zum zehnten Mal auf die WM-Bühne. Hopp gehörte bereits lange vor dem aktuellen deutschen Darts-Boom zu den prägenden Gesichtern des Sports in Deutschland. Nun erhält seine Karriere im Alter von 30 Jahren ein weiteres Kapitel – und sportlich soll der Rekord keineswegs den Schlusspunkt darstellen.

Zum Jubiläum soll endlich die persönliche WM-Bestleistung fallen

Denn bei aller Freude über die historische zehnte Teilnahme verbindet Hopp mit seiner Rückkehr in den Alexandra Palace auch ein klares sportliches Ziel. Bei seinen bisherigen neun WM-Auftritten gelang ihm nie der Sprung über die dritte Runde hinaus. Bei der vergangenen Weltmeisterschaft endete sein Turnier bereits nach seinem zweiten Match.
Genau diese persönliche Bestmarke möchte Hopp bei seinem Jubiläumsauftritt angreifen. Nach seiner starken Saison reist der „Maximiser“ mit entsprechendem Selbstvertrauen nach London und will unabhängig vom späteren Los von Beginn an seine beste Leistung abrufen.
„Ich gehe sehr positiv in den Winter rein und möchte bei der WM einfach Vollgas geben. Egal wie die Auslosung läuft, will ich von Anfang an voll da sein und alles geben“, kündigte Hopp an.
Dabei weiß der mittlerweile zehnmalige WM-Teilnehmer, dass auf dem Weg zu seinem bislang besten Ergebnis im Alexandra Palace vieles zusammenpassen muss. „So ein Turnier ist lange und ich hoffe, dass es zum Jubiläum endlich über die 3. Runde hinausgeht.“
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