Die
European Darts Trophy 2026 ist das zweite Turnier der diesjährigen
European-Tour-Saison und wird vom 13. bis 15. März 2026 in der Lokhalle in Göttingen ausgetragen.
Das Event bildet das zweite von insgesamt fünfzehn European-Tour-Turnieren der
PDC Pro Tour 2026 und ist zugleich die erste Station der European Tour in Deutschland in dieser Saison.
Das Teilnehmerfeld umfasst 48 Spieler. Zu den Topnamen gehören unter anderem Luke Humphries, Gian van Veen und Gerwyn Price. Luke Littler setzt dagegen seinen Boykott der European Tour in Deutschland fort, nachdem es im vergangenen Jahr zu Problemen mit dem Publikum gekommen war. Titelverteidiger ist Nathan Aspinall, der das Finale 2025 mit 8:4 gegen Ryan Joyce gewann.
European Darts Trophy 2026 – Teilnehmerfeld
Gesetzte Spieler
| Setzlistenposition | Spieler |
| 1 | Luke Humphries |
| 2 | Gian van Veen |
| 3 | Michael van Gerwen |
| 4 | Jonny Clayton |
| 5 | Gary Anderson |
| 6 | Stephen Bunting |
| 7 | Ryan Searle |
| 8 | Josh Rock |
| 9 | Danny Noppert |
| 10 | James Wade |
| 11 | Gerwyn Price |
| 12 | Chris Dobey |
| 13 | Nathan Aspinall |
| 14 | Martin Schindler |
| 15 | Ross Smith |
| 16 | Damon Heta |
PDC Pro Tour Order of Merit Qualifikanten
| Spieler |
| Wessel Nijman |
| Jermaine Wattimena |
| Cameron Menzies |
| Dirk van Duijvenbode |
| Luke Woodhouse |
| Niko Springer |
| Ryan Joyce |
| William O'Connor |
| Mike De Decker |
| Joe Cullen |
| Krzysztof Ratajski |
| Dave Chisnall |
| Niels Zonneveld |
| Daryl Gurney |
| Andrew Gilding |
| Rob Cross |
Tour Card Qualifikanten
| Spieler |
| Mario Vandenbogaerde |
| Cristo Reyes |
| Darius Labanauskas |
| Kai Gotthardt |
| Jeffrey de Zwaan |
| Shane McGuirk |
| Kevin Doets |
| Richard Veenstra |
| Ricky Evans |
| Sebastian Białecki |
Host Nation Qualifikanten
| Spieler |
| Florian Preis |
| Florian Hempel |
| Dragutin Horvat |
| Paul Krohne |
Nordic & Baltic Qualifikanten
Osteuropa Qualifikanten
| Spieler |
| Wojciech Bruliński |
Wann stehen die Auslosung und der Spielplan für die European Darts Trophy fest?
Die Auslosung für die European Darts Trophy wird am Donnerstag, den 12. März, gegen 12:00 Uhr bestätigt. Sobald die PDC den Draw offiziell bekannt gibt, wird er hier veröffentlicht.
Auch der Spielplan wird in der Regel am Tag der Auslosung bestätigt. Üblicherweise treffen in der ersten Runde zunächst die Qualifier auf die ProTour-Starter, bevor die Top-16 einen Tag später in das Turnier einsteigen.
Prognosen
Nicolas Gayer, Redakteur bei DartsNews.DE, rechnet mit einem Triumph von Jonny Clayton.
Mit der Rückkehr in die legendäre Lokhalle in Göttingen fühlt es sich tatsächlich so an, als habe die neue PDC-Saison nun richtig Fahrt aufgenommen. Apropos Fahrt aufgenommen: Ich erwarte, dass sich in Niedersachsen ein Spieler durchsetzt, der das Jahr in herausragender Verfassung begonnen hat – Jonny Clayton.
Clayton führt derzeit nicht nur die Tabelle der Premier League Darts an, sondern erreichte in dieser Saison auf dem Floor bereits ein Viertelfinale und ein Halbfinale. Insgesamt präsentiert er ein Niveau, das stark an seine besten Jahre erinnert. Vieles deutet deshalb darauf hin, dass „The Ferret“ seinen vierten Titel auf der PDC European Tour holen könnte.
Neben den üblichen Verdächtigen wie Luke Humphries und Gian van Veen werden auch Topspieler wie Michael van Gerwen, Gary Anderson und Gerwyn Price zu den wichtigsten Herausforderern des Walisers gehören. Außerdem erwarte ich in Göttingen einen starken Auftritt von Danny Noppert. Der Niederländer stellte beim UK Open in Minehead erneut seine starke Form unter Beweis, warf einen 9-Darter und fuhr in typischer „The Freeze“-Manier dominante Siege ein.
Aus deutscher Sicht freue ich mich zudem auf das European-Tour-Debüt von Florian Preis. Preis, der seine Karriere bislang vor allem auf der WDF-Tour aufgebaut hat, gilt landesweit als eines der vielversprechendsten Darts-Talente. In den vergangenen Wochen und Monaten hat der 18-Jährige mit konstant starken Leistungen auf bemerkenswert hohem Niveau auf sich aufmerksam gemacht – sehr nah an dem, was man von einem Tour-Card-Inhaber erwarten würde.
⭐⭐⭐ Jonny Clayton
⭐⭐ Danny Noppert, Luke Humphries
⭐ Gian van Veen, Gary Anderson, Gerwyn Price
Jonny Clayton wird von unserer Redaktion als möglicher Champion angesehen
Samuel Gill, Chefredakteur von DartsNews.com, sieht Luke Humphries als Favoriten auf den Titel.
Gary Anderson taucht gefühlt immer wieder auf und gewinnt ein Turnier, deshalb traue ich ihm auch diesmal viel zu. Dennoch glaube ich, dass sich am Ende Luke Humphries den Titel sichert.
Für mich ist Humphries der Titelträger. Dahinter sehe ich Gary Anderson und Gerwyn Price. Das wirkt vielleicht etwas klischeehaft, aber alle drei gehören zu den wahrscheinlichsten Kandidaten.
Außerdem sehe ich Michael van Gerwen als möglichen Sieger, während man auch Nathan Aspinall nicht abschreiben darf. Gemeinsam mit Danny Noppert werden sie etwas beweisen wollen, und Aspinall war Ende 2025 der beste Spieler auf der European Tour. Deshalb fällt es mir schwer, über diese Namen hinauszublicken.
⭐⭐⭐ Luke Humphries
⭐⭐ Gary Anderson, Luke Humphries, Michael van Gerwen
⭐ Gerwyn Price, Nathan Aspinall, Danny Noppert
Lucas Michael, Redakteur bei DartsNews.com, sieht ebenfalls Jonny Clayton ganz vorne im Rennen.
Die Euro Tour meldete sich vor einigen Wochen in Polen mit einem echten Paukenschlag zurück. Nun steht die mit Spannung erwartete Rückkehr nach Deutschland bevor, wenn in Göttingen drei mitreißende Tage Darts anstehen.
Die Lokhalle ist der Ort, an dem Nathan Aspinall seinen Bann brach und seinen ersten Euro-Tour-Titel gewann. Dieser Erfolg war der Auslöser für eine beeindruckende Serie: Aspinall erreichte anschließend drei weitere Finals, holte zwei weitere Titel und beendete die Euro Tour Order of Merit als Spitzenreiter. Nun kehrt er zurück, um seinen Titel zu verteidigen – doch die Konkurrenz ist groß, denn zahlreiche Herausforderer haben ebenfalls den Titel im Visier.
Der Champion der Poland Darts Open, Luke Littler, steht diesmal allerdings nicht auf dieser Liste. Er setzt seine Linie fort und meidet weiterhin sämtliche Euro-Tour-Auftritte in Deutschland. Dadurch öffnet sich das Feld deutlich, auch wenn die Favoriten weiterhin bereitstehen. Luke Humphries wird erneut als Nummer eins gesetzt sein. Für ihn könnte es sogar ein Vorteil sein, dass er Gian van Veen erst im Finale treffen kann – vorausgesetzt, beide erreichen diese Runde. Nach Krakau ist Humphries auf Revanche aus, nachdem sich dort die jüngste einseitige Rivalität zwischen den beiden fortgesetzt hatte.
Auch aus niederländischer Sicht gibt es Kandidaten. Michael van Gerwen könnte seinen Hut in den Ring werfen, wenn er seine Bestform findet. Seine inkonstante Form birgt jedoch das Risiko eines frühen Ausscheidens, falls er einen schwachen Tag erwischt. Ein formstarker Jonny Clayton erscheint dagegen als deutlich verlässlichere Wahl für den Titel. Gleiches gilt für den stark verbesserten Stephen Bunting, der sich seiner Bestform wieder annähert – und das genau zum richtigen Zeitpunkt.
Unabhängig davon, wer auf der Bühne steht, wird dieser Spieler vermutlich nur als zweiter Favorit hinter Deutschlands Nummer eins Martin Schindler gelten. Schindler ist bereits dreifacher Euro-Tour-Champion, hinzu kommt der Vorjahressieger von Budapest, Niko Springer. Auch wenn ich nicht unbedingt glaube, dass einer der beiden am Ende um den ganz großen Preis kämpft, wäre es eine schöne Überraschung, einen von ihnen erneut auf der Euro Tour siegen zu sehen.
Was meinen Tipp für den Champion angeht, tendiere ich knapp zu einem konstanten und eiskalten Clayton, der sich seinen vierten Titel auf der European Tour sichern könnte.
⭐⭐⭐ Jonny Clayton
⭐⭐ Stephen Bunting, Nathan Aspinall
⭐ Luke Humphries, Gian van Veen, Martin Schindler
Pieter Verbeek, Redakteur bei DartsNieuws.com, sieht Gerwyn Price als Champion in Göttingen.
Die Abwesenheit von Luke Littler macht das Wochenende in Göttingen sofort deutlich spannender. Einen klaren Topfavoriten gibt es diesmal nicht. Ohne Littler im Feld steht die Tür für den Rest des Teilnehmerfelds weit offen, um den Euro-Tour-Titel zu gewinnen.
Luke Humphries ist nach Littler der Spieler, der am konstantesten das Niveau zeigt, das für einen Titelgewinn erforderlich ist. Allerdings hatte „Cool Hand Luke“ in den vergangenen Wochen auch einige schwankende Auftritte. Gerwyn Price spielt auf dem Floor regelmäßig Averages von über 110 Punkten, hat jedoch in fast jedem Turnier ein Match, in dem es einfach nicht klickt. Genau diese Partien verliert „The Iceman“ dann häufig.
Das könnte die perfekte Gelegenheit für Gian van Veen sein, seinen ersten Euro-Tour-Titel zu holen. Der Niederländer stand Anfang des Jahres bereits im Finale in Polen, wo er sich Luke Littler geschlagen geben musste. Neben ihm zählen auch Michael van Gerwen, Jonny Clayton, Nathan Aspinall, James Wade und Wessel Nijman zu den ernsthaften Titelkandidaten.
⭐⭐⭐ Gerwyn Price
⭐⭐ Luke Humphries, Gian van Veen
⭐ Jonny Clayton, Michael van Gerwen, Nathan Aspinall, James Wade, Wessel Nijman