Die PDC
Pro Tour bildet das Fundament des professionellen Dartsports. Auf diesem Circuit verdienen die Spieler Woche für Woche ihren Lebensunterhalt, zugleich entscheidet sich hier, wer Zugang zu den größten Turnieren des Jahres erhält. Die Pro Tour setzt sich aus zwei zentralen Bestandteilen zusammen: den
Players Championship-Turnieren und der
European Tour.
Das bei diesen Turnieren erspielte Preisgeld fließt in die
Pro Tour Order of Merit ein. Dieses Ranking ist als rollierende Jahresrangliste angelegt und spielt eine entscheidende Rolle bei der Qualifikation für die großen Major-Turniere wie der PDC Darts WM, dem World Matchplay und dem World Grand Prix. Auch wenn die Floor-Partien nicht im klassischen Fernsehen übertragen werden, können sie live über
PDC TV verfolgt werden. Die Matches der
European Tour sind in Deutschland zudem auf Sport1, DAZN und Pluto TV zu sehen.
Hier finden Sie alle Infos über die Pro Tour der PDC: 1. Woher stammt die Bezeichnung „Pro Tour“?
2. Wie ist die
Pro Tour entstanden?
3. Welchen Einfluss hat die Pro Tour auf die PDC Order of Merit?
4. Wie erhält man Zugang zur PDC Pro Tour?
5. Was sind die
Players Championship-Turniere?
6. Was ist die
European Tour?
7. Änderungen der European Tour-Regeln für 2026 (Neu)
8. Wie sieht das Format auf der Pro Tour aus?
9. Wie ist die Preisgeldverteilung auf der Pro Tour geregelt?
10. Wer hat die meisten Pro-Tour-Turniere gewonnen?
11. Wie sieht die PDC Pro-Tour-Saison 2026 aus?
1. Woher stammt die Bezeichnung „Pro Tour“?
Die Bezeichnung
Pro Tour ist die Kurzform von Professional Tour und bezeichnet den höchsten Wettbewerbscircuit im professionellen Dartsport. Teilnehmen dürfen hier ausschließlich Spieler mit einer gültigen PDC Tour Card. Genau das macht die Pro Tour so exklusiv: Weltweit gibt es lediglich 128 aktive Tour-Card-Inhaber.
Diese Spieler bilden den festen Kern des Teilnehmerfeldes bei nahezu allen Turnieren der
Players Championship-Serie und der
European Tour. Ergänzt wird das Feld nur durch eine begrenzte Anzahl an Startplätzen, die über Qualifikationsturniere oder über Spieler der Challenge Tour vergeben werden.
2. Wie ist die Pro Tour entstanden?
Die heutige PDC
Pro Tour wurde im Jahr 2002 ins Leben gerufen. Ihren Ursprung hatte sie in regionalen Qualifikationsturnieren für die UK Open. Bereits ein Jahr später folgte mit einem
Players Championship-Event das erste offizielle Turnier dieser neuen Serie, das von Phil Taylor gewonnen wurde.
Einen entscheidenden Schritt machte die PDC im Jahr 2011 mit der Einführung des Tour-Card-Systems. Seitdem ist der Zugang zur
Pro Tour klar strukturiert und dauerhaft geregelt.
2012 wurde die
Pro Tour schließlich um die
European Tour erweitert. Diese Turnierserie bot den Spielern erstmals regelmäßig die Möglichkeit, auf großen Bühnen vor vollem Publikum zu spielen. Der erste European-Tour-Titel
ging an Justin Pipe, der in Österreich James Wade besiegte. Seitdem ist der Circuit kontinuierlich gewachsen. Für das
Jahr 2026 sind nicht weniger als 49 Pro-Tour-Events im Turnierkalender vorgesehen.
Justin Pipe krönte sich im Jahr 2012 zum ersten Gewinner eines European-Tour-Events
3. Welchen Einfluss hat die Pro Tour auf die PDC Order of Merit?
Das Preisgeld, das Spieler auf der
Pro Tour erspielen, zählt vollständig zur PDC Order of Merit, also zur offiziellen Weltrangliste der PDC. Im Jahr 2026 beträgt das gesamte ausgeschüttete
Preisgeld auf der Pro Tour 8,55 Millionen Pfund. Diese Summe verteilt sich auf die Turniere der
Players Championship-Serie sowie auf die
European Tour.
Auch wenn die großen Major-Turniere mit deutlich höheren Einzelpreisgeldern dotiert sind, kann eine konstant starke Leistung auf der
Pro Tour einen entscheidenden Einfluss auf die Weltrangliste haben. Ein gutes Beispiel dafür ist Martin Schindler. Der Deutsche gehört mittlerweile zur weltweiten Top-16 und hat den Großteil seiner Rankingpunkte bei
Players Championship- und European-Tour-Turnieren gesammelt.
4. Wie erhält man Zugang zur PDC Pro Tour?
Der klassische und häufigste Weg auf die
Pro Tour führt über die Q-School. Dieses jährlich ausgetragene Qualifikationsturnier bietet Spielern die Möglichkeit, eine PDC Tour Card zu gewinnen.
Darüber hinaus können sich Spieler auch über die Challenge Tour und die Development Tour für die
Pro Tour empfehlen. Die besten Akteure dieser beiden Circuits erhalten am Ende der Saison ebenfalls eine Tour Card und damit den festen Zugang zum Pro-Tour-Spielbetrieb.
Spieler ohne Tour Card können dennoch vereinzelt an Pro-Tour-Events teilnehmen. Bei den
Players Championship-Turnieren rücken Challenge-Tour-Spieler nach, wenn Tour-Card-Inhaber ihre Teilnahme absagen. Auf der
European Tour sind zusätzliche Qualifikationsplätze vorgesehen, unter anderem für Gastgeberländer sowie für regionale Circuits.
5. Was sind die Players Championship-Turniere?
Players Championship-Turniere sind geschlossene Wettbewerbe und werden häufig als sogenannte „Floor-Events“ bezeichnet. Sie finden ohne Publikum statt und werden in großen Hallen ausgetragen, in denen bis zu sechzehn Boards gleichzeitig aufgebaut sind. Die ruhige Atmosphäre und das Fehlen einer klassischen Bühne verleihen diesen Turnieren ihren besonderen Charakter.
Jedes
Players Championship-Turnier wird mit 128 Teilnehmern gespielt. Am Ende der Saison qualifizieren sich die 64 Spieler mit dem höchsten erspielten Preisgeld in der
Players Championship Order of Merit für die Players Championship Finals. Dieses Turnier ist ein
TV-Event und wird Ende November im englischen Minehead ausgetragen.
6. Was ist die European Tour?
Die
European Tour besteht aus Bühnenturnieren,
die in verschiedenen Ländern Europas ausgetragen werden. Diese Events finden vor mehreren Tausend Zuschauern statt und sind besonders für ihre intensive Atmosphäre bekannt.
Das Teilnehmerfeld umfasst 48 Spieler. Dazu gehören die weltweite Top-16 der PDC Order of Merit, die besten Spieler der
Pro Tour, Tour-Card-Holder-Qualifikanten sowie Akteure, die sich über regionale Qualifikationsturniere ihren Startplatz sichern.
Im Jahr 2026
finden sechs der insgesamt fünfzehn European-Tour-Turniere in Deutschland statt. Weitere Stationen sind Polen, Belgien mit zwei Events, Österreich, die Slowakei, Ungarn, Tschechien, die Schweiz und die Niederlande. Die besten 32 Spieler der European-Tour-Rangliste qualifizieren sich für die European Darts Championship, die Ende Oktober in Dortmund ausgetragen wird.
7. Änderungen der European Tour-Regeln für 2026
Lange Zeit erhielten die 16 Bestplatzierten keinen Schutz, wenn es um die
European Tour ging, aber das änderte sich durch eine umstrittene Regeländerung, wonach sich die 16 Bestplatzierten nun automatisch qualifizieren.
Dies bedeutete auch, dass höher platzierte Spieler, oft die etablierten Namen, automatisch vor starken Gegnern in der ersten Runde geschützt waren, selbst wenn sie sich über die
Pro Tour qualifiziert hatten. Für diejenigen, die in der genannten Rangliste weit oben standen, führte dies zu schwierigen Auslosungen und einem frühen Ausscheiden.
Die 16 besten Spieler, die sich nun nach einer Regeländerung über die
Pro Tour qualifizieren, erhalten in der ersten Runde einen gesetzten Status. Dadurch werden sie mit nicht gesetzten Gegnern gepaart und müssen nicht gleich zu Beginn gegen einen Top-Spieler antreten. Die Main Order of Merit spielt daher in diesem speziellen Teil der Auslosung keine Rolle mehr. Dies kommt den ProTour-Spielern mehr zugute als noch im Jahr 2025.
8. Wie sieht das Format auf der Pro Tour aus?
Sowohl die Turniere der
Players Championship-Serie als auch die Events der
European Tour werden im klassischen Legs-Format gespielt. Der Umfang der Matches steigt im Turnierverlauf an.
Die Finals werden im Modus Best of 15 Legs ausgetragen, während die Halbfinals über Best of 13 Legs gespielt werden.
Format der Players Championship-Turniere
| Runde | Format |
| Letzte 128 | Best of 11 Legs |
| Letzte 64 | Best of 11 Legs |
| Letzte 32 | Best of 11 Legs |
| Letzte 16 | Best of 11 Legs |
| Viertelfinale | Best of 11 Legs |
| Halbfinale | Best of 13 Legs |
| Finale | Best of 15 Legs |
Format der European Tour-Turniere
| Runde | Format |
| Erste Runde | Best of 11 Legs |
| Zweite Runde | Best of 11 Legs |
| Letzte 16 | Best of 11 Legs |
| Viertelfinale | Best of 11 Legs |
| Halbfinale | Best of 13 Legs |
| Finale | Best of 15 Legs |
9. Wie ist die Preisgeldverteilung auf der Pro Tour geregelt?
Das Preisgeld auf der
Pro Tour ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Während die Turniere im Jahr 2002 noch mit einem Gesamtpreisgeld von 12.000 Pfund ausgestattet waren, liegt der Preispool im Jahr 2026 bei 150.000 Pfund pro
Players Championship-Turnier und bei 230.000 Pfund pro Event der
European Tour.
Ein Turniersieg wird entsprechend hoch honoriert. Der Gewinner eines
Players Championship-Turniers erhält 15.000 Pfund, während der Sieger eines European-Tour-Events mit 35.000 Pfund Preisgeld belohnt wird.
Preisgeld der Players Championship-Turniere
| Ergebnis | Preisgeld |
| Letzte 128 | £0 |
| Letzte 64 | £1250 |
| Letzte 32 | £2000 |
| Letzte 16 | £3000 |
| Viertelfinale | £4000 |
| Halbfinale | £6500 |
| Finale | £10.000 |
| Sieger | £15.000 |
Preisgeld der European Tour-Turniere
| Ergebnis | Preisgeld |
| Erste Runde | £2000 |
| Zweite Runde | £3500 |
| Letzte 16 | £5000 |
| Viertelfinale | £8000 |
| Halbfinale | £10.000 |
| Finale | £15.000 |
| Sieger | £35.000 |
10. Wer hat die meisten Pro-Tour-Turniere gewonnen?
Michael van Gerwen ist mit großem Abstand der erfolgreichste Spieler in der Geschichte der PDC
Pro Tour. Der Niederländer kommt inzwischen auf 90 Turniersiege und überholte bereits im Jahr 2019 Phil Taylor, der seine Karriere mit 70 Pro-Tour-Titeln beendete.
Auf Platz drei folgt Gary Anderson, der mit 38 Erfolgen in respektvollem Abstand hinter den beiden dominierenden Figuren der Pro-Tour-Geschichte liegt.
Der erfolgreichste Spieler der Pro-Tour-Geschichte: Michael van Gerwen
11. Wie sieht die PDC Pro-Tour-Saison 2026 aus?
Die PDC Pro-Tour-Saison fällt im Jahr 2026 umfangreicher als je zuvor aus. Insgesamt stehen 34
Players Championship-Turniere auf dem Kalender. Diese sogenannten Floor-Events werden unter der Woche ausgetragen, in der Regel montags und dienstags. In einzelnen Fällen weicht die PDC jedoch auch auf den Mittwoch und/oder Donnerstag aus.
Am 9. Februar 2026 und 10. Februar 2026 findet in Hildesheim das erste Pro-Tour-Doppel der Saison statt. Neben Hildesheim werden
Players Championship-Turniere auch in Den Bosch, Leicester und Wigan ausgetragen. Die letzten beiden Floor-Events des Jahres sind für den 4. November 2026 und 5. November 2026 angesetzt.
Der European-Tour-Circuit umfasst 15 Turniere, die üblicherweise von Freitag bis Sonntag gespielt werden. Eine Ausnahme bildet das European-Tour-Event in München, das aufgrund des Osterwochenendes von Samstag bis Montag ausgetragen wird.
Die polnische Stadt Krakau eröffnet vom 20. Februar 2026 bis 22. Februar 2026 die European-Tour-Saison mit den Poland Darts Open. Gleichzeitig handelt es sich dabei um das erste PDC-Rankingturnier überhaupt, das in Polen ausgetragen wird.
Nach weiteren Stationen in Göttingen, Wieze, München, Sindelfingen, Graz, Riesa, Kiel, Bratislava, Leverkusen, Budapest, Prag, Antwerpen und Basel findet das letzte European-Tour-Wochenende der Saison vom 16. Oktober 2026 bis 18. Oktober 2026 in Maastricht statt.