Die
European Darts Trophy 2026 fand am Sonntagabend in der Göttinger Lokhalle ihren würdigen Abschluss. In der Finalsession wurden zunächst die vier Viertelfinals und anschließend die beiden Halbfinals ausgetragen, ehe im Endspiel der zweite European-Tour-Titel der Saison vergeben wurde. Während mehrere Topspieler ihre Klasse unter Beweis stellten, fügte Wessel Nijman seiner unglaublichen Turnier-Geschichte das krönende Kapitel hinzu.
Niels Zonneveld eröffnete die Finalsession der
European Darts Trophy 2026 mit einem souveränen Auftritt im rein niederländischen Duell gegen Richard Veenstra. Nach einem frühen Break seines Gegners fand Zonneveld schnell seinen Rhythmus, konterte mit einem direkten Re-Break und übernahm anschließend zunehmend die Kontrolle über die Partie. Mit mehreren starken Legs setzte sich der Niederländer schließlich klar mit 6:2 durch und löste als erster Spieler das Ticket für das Halbfinale.
Springer im Viertelfinale ausgeschieden
Im zweiten Viertelfinale lieferte Wessel Nijman eine beeindruckende Vorstellung gegen Josh Rock ab. Der junge Niederländer spielte auf absolutem Weltklasse-Niveau, verpasste sogar nur knapp einen 9-Darter, und setzte sich mit einem Average von über 109 Punkten deutlich mit 6:2 durch. Nijman überzeugte vor allem mit starkem Scoring und präzisem Timing auf die Doppel und zog damit hochverdient in die Vorschlussrunde ein.
Aus deutscher Sicht richteten sich anschließend alle Augen auf
Niko Springer, der als letzter deutscher Hoffnungsträger im Viertelfinale auf Damon Heta traf. Springer zeigte über weite Strecken eine hervorragende Leistung und erspielte sich nach starken Momenten – darunter ein spektakuläres Doppel-19-Doppel-19-Finish – eine 5:3-Führung. Doch Heta blieb nervenstark und kämpfte sich mit einem wichtigen 108er-Checkout zum 5:5-Ausgleich zurück. Im Decider behielt schließlich der Australier die Oberhand und machte seinen 6:5-Sieg mit einem 50er-Checkout perfekt, womit der deutsche Traum vom Titel in Göttingen im Viertelfinale endete.
Das letzte Viertelfinale entschied Gerwyn Price für sich. Der Waliser erwischte gegen Dirk van Duijvenbode den besseren Start und erspielte sich früh eine komfortable Führung. Zwar konnte der Niederländer zwischenzeitlich verkürzen, doch Price blieb in den entscheidenden Momenten stabil und setzte sich letztlich mit 6:3 durch. Damit komplettierte der „Iceman“ das Halbfinal-Line-up in Göttingen.
Nijman mit unglaublichen Averages
Im ersten Halbfinale bestätigte Wessel Nijman anschließend seine überragende Form des gesamten Turniers. Gegen Niels Zonneveld ließ der Niederländer seinem Landsmann kaum eine Chance und dominierte die Partie von Beginn an. Mit starken Checkouts und konstant hohem Scoring zog Nijman schnell davon und entschied das Duell schließlich mit 7:1 für sich. Mit einem beeindruckenden 110er-Average sicherte sich der 25-Jährige souverän seinen Platz im Finale.
Das zweite Halbfinale entwickelte sich zu einer deutlich umkämpfteren Angelegenheit zwischen Gerwyn Price und Damon Heta. Price erspielte sich zunächst eine klare 6:2-Führung und schien bereits sicher auf Finalkurs. Doch Heta kämpfte sich mit mehreren nervenstarken Checkouts zurück und verkürzte noch einmal auf 5:6. Am Ende blieb der Waliser jedoch cool: Nachdem er mehrere Matchdarts ausgelassen hatte, verwandelte Price schließlich seinen fünften Versuch auf der Doppel-2 zum 7:5-Sieg und zog damit ins Endspiel der European Darts Trophy 2026 ein.
Nijman feiert ersten European-Tour-Titel
Im Finale ließ Wessel Nijman schließlich keinen Zweifel daran, wer der Mann des Turniers war. Der Niederländer erwischte einen furiosen Start und zog mit starkem Finishing auf 3:0 davon. Mit einem spektakulären 145er-Finish sowie einem brillanten 11-Darter baute er seine Führung in den darauffolgenden Legs weiter aus, während Price nur sporadisch Antworten fand. Beim Stand von 7:3 setzte Nijman schließlich den perfekten Schlusspunkt: Mit einem überragenden 150er-Checkout machte der 25-Jährige den 8:3-Finalsieg perfekt und sicherte sich damit seinen ersten Titel auf der
European Tour.