„Ich habe mich ein bisschen geschämt“ – Buhrufe und Pfiffe überschatten den Sieg von Niko Springer

PDC
Sonntag, 15 März 2026 um 8:30
Niko Springer
Niko Springer hat auf der European Tour in Göttingen einen wichtigen Erfolg gefeiert. Vor heimischem Publikum setzte sich der junge Deutsche gegen Stephen Bunting durch und sicherte sich damit einen Platz am Finaltag des Turniers. Der Sieg bedeutet für Springer nicht nur sportlich einen wichtigen Schritt, sondern könnte ihm auch für die kommenden Monate neues Selbstvertrauen geben.
Trotz der Freude über den Erfolg bei der European Darts Trophy stand nach der Partie jedoch nicht nur das sportliche Ergebnis im Mittelpunkt. Springer zeigte sich nach dem Match sichtlich bewegt von Szenen auf den Rängen, bei denen sich einzelne Zuschauer gegenüber seinem Gegner respektlos verhielten. Dem Deutschen war es wichtig, das Thema direkt anzusprechen.

Springer zeigt Größe nach emotionalem Moment

„Ich muss ehrlich sagen: Was am Ende passiert ist, war Stephen gegenüber nicht ganz fair“, erklärte Springer offen nach der Begegnung. Der Deutsche machte deutlich, dass ihn die Situation persönlich beschäftigt hat. „Das tut mir wirklich sehr leid.“
Niko Springer in Aktion
Niko Springer trifft in der dritten Runde auf Ross Smith
Noch deutlicher wurde Springer, als er über seine eigenen Gefühle während dieser Momente sprach. „Ich habe mich ein bisschen geschämt“, sagte er ehrlich. Für einen Spieler, der gerade einen wichtigen Sieg gefeiert hatte, waren das bemerkenswert klare Worte.
Springer betonte dabei mehrfach, dass sein Respekt seinem Gegner gilt. Stephen Bunting gehört seit Jahren zu den etablierten Spielern auf der Tour und genießt auch bei vielen Fans große Anerkennung. Gerade deshalb störte es den jungen Deutschen, dass ein Teil des Publikums die Atmosphäre gegen Ende der Partie negativ beeinflusste. Gleichzeitig stellte Springer klar, dass die Kritik keineswegs an die gesamte Halle gerichtet war.

Mehrheit der Fans sorgt für starke Atmosphäre

Der Deutsche hob ausdrücklich hervor, dass nur wenige Zuschauer für die unschönen Szenen verantwortlich waren. Der überwiegende Teil des Publikums sorgte aus seiner Sicht für eine großartige Stimmung während des gesamten Abends.
„Insgesamt waren die Fans wirklich unglaublich gut“, sagte Springer. „Aber wie du schon sagtest: Es gab ein paar Leute, die das Match ein bisschen ruiniert haben.“
Solche Situationen können für Spieler am Oche schnell unangenehm werden. Gerade wenn das Publikum sehr emotional reagiert, kann das die Dynamik eines Spiels spürbar verändern. Springer zeigte in dieser Hinsicht viel Verständnis für seinen Gegner.

Am Finaltag wartet Ross Smith

Sportlich richtet sich der Blick nun nach vorne. Mit seinem Erfolg hat Springer den Sprung auf den Finaltag geschafft und bleibt damit weiterhin im Rennen um den Titel in Göttingen.
In der nächsten Runde wartet jedoch eine anspruchsvolle Aufgabe. Dort trifft der Deutsche auf Ross Smith. Der Engländer gilt als einer der gefährlichsten Spieler der Tour, wenn er seinen Rhythmus findet. Starkes Scoring mit vielen 180er-Aufnahmen ist seine größte Stärke.
Für Springer wird es also erneut eine Herausforderung, doch die aktuelle Entwicklung seiner Form stimmt ihn optimistisch. In den vergangenen Monaten lief es für den jungen Deutschen nicht immer so rund, wie er es sich gewünscht hätte. Der Sieg gegen Bunting könnte nun ein wichtiger Schritt zurück in die gewünschte Richtung sein.
Springer selbst bleibt dabei bewusst bodenständig. „Es geht alles Schritt für Schritt“, erklärte er nach dem Spiel. Er weiß, dass sein Spiel noch nicht konstant auf dem Niveau liegt, das er langfristig erreichen möchte. „Es läuft noch nicht ganz so rund, wie ich es mir wünschen würde“, sagte er. Gleichzeitig erkennt er aber deutliche Fortschritte in seinem Spiel.
„Aber es beginnt wieder ein bisschen die Form zu werden, die ich gerne hätte. Natürlich ist noch nicht alles perfekt, aber es kommt schon wieder.“ Zusätzliche Motivation bringt auch die jüngste Vergangenheit mit sich. Auf der Pro Tour musste Springer zuletzt eine Niederlage gegen Ross Smith hinnehmen. Diese Erinnerung sitzt offenbar noch.
„Da ist noch ein bisschen ein Revanchegefühl wegen der Pro Tour“, gab Springer zu. Genau deshalb blickt er dem kommenden Duell mit besonderer Spannung entgegen. „Deshalb freue ich mich auch wirklich auf dieses Spiel.“
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