Niko Springer ringt Ross Smith nieder – Price, Rock und Nijman ebenfalls im Viertelfinale der European Darts Trophy

PDC
Sonntag, 15 März 2026 um 16:17
Niko Springer
Der Sonntagnachmittag bei der European Darts Trophy 2026 in Göttingen brachte Spannung, starke Averages und mehrere Entscheidungslegs. Acht Achtelfinals standen auf dem Programm – doch aus deutscher Sicht richtete sich der Blick vor allem auf Niko Springer. Der Mainzer bestätigte einmal mehr seine ansteigende Form und kämpfte sich in einem hochklassigen Duell gegen Ross Smith ins Viertelfinale der European Darts Trophy.
Springer zeigte dabei nicht nur Nervenstärke, sondern auch die Fähigkeit, ein Match nach schwierigem Start zu drehen. Mit einem Average von über 95 Punkten setzte sich der Deutsche im Decider mit 6:5 durch – und steht damit erstmals bei einem European-Tour-Turnier in Deutschland in der Runde der letzten Acht.

Springer beweist erneut seine Nervenstärke

Das Duell gegen Ross Smith begann für Niko Springer alles andere als ideal. Der Engländer erwischte den besseren Start und ging schnell mit 2:0 in Führung. Springer fand zunächst nur schwer in die Partie, setzte dann aber ein wichtiges Zeichen: Im dritten Leg checkte er 72 Punkte mit dem letzten Dart, während Smith bereits bereitstand, um auf 3:0 zu erhöhen.
Niko Springer
Zum ersten Mal in seiner Karriere erreicht Niko Springer das Viertelfinale eines European Tour Events in Deutschland
Dieses Finish brachte den Deutschen endgültig ins Spiel. Springer steigerte vor allem sein Scoring und holte sich mit einem 15-Darter das Break zum 2:2-Ausgleich. Kurz darauf übernahm er erstmals die Führung. In der entscheidenden Phase spielte der Mainzer seine stärksten Darts und schnappte sich wenig später mit einem 11-Darter das nächste Break zum 5:3.
Smith kämpfte sich zwar noch einmal zurück und erzwang den Decider. Doch dort blieb Springer nervenstark und machte mit einem 13-Darter den Viertelfinaleinzug perfekt.

Nijman dominiert das Talentduell

Ein echtes Ausrufezeichen setzte zuvor Wessel Nijman. Das niederländische Top-Talent dominierte das Duell mit Gian van Veen überraschend klar und gewann mit 6:1. Dabei spielte Nijman einen herausragenden Average von über 112 Punkten und überzeugte mit mehreren schnellen Legs.
Schon früh setzte er sich mit einem Break und einem starken Anwurfleg ab. Spätestens nach einem brillanten 11-Darter zum nächsten Break war das Match praktisch entschieden. Mit einem weiteren 12-Darter und einem 91er-Finish beendete Nijman schließlich eine der stärksten Leistungen seiner Karriere.

Rock übersteht Nervenspiel gegen Dobey

Auch Josh Rock musste hart kämpfen. Gegen Chris Dobey entwickelte sich ein intensives Match mit starkem Scoring, aber großen Problemen auf die Doppel. Beide Spieler ließen zahlreiche Chancen liegen, wodurch sich die Partie immer weiter zuspitzte.
Rock erspielte sich zwar mehrere Matchdarts, verpasste jedoch gleich acht Möglichkeiten zum Sieg. Dobey nutzte die Schwächephase seines Gegners fast aus, erzwang ebenfalls Chancen auf den Matchgewinn, konnte diese aber auch nicht nutzen. Erst mit seinem zehnten Matchdart konnte Rock den 6:5-Erfolg sichern und damit das Viertelfinale erreichen.

Price behält im Decider die Oberhand

Ein weiteres dramatisches Duell lieferten sich Gerwyn Price und Danny Noppert. Beide Spieler bewegten sich über weite Strecken auf Augenhöhe und lieferten sich ein nervenaufreibendes Duell.
Price startete stark und checkte früh zwei schnelle Legs. Doch Noppert fand anschließend besser ins Spiel und glich zwischenzeitlich aus. Mehrere verpasste Breakchancen auf beiden Seiten hielten die Partie offen, bis schließlich auch hier ein Entscheidungsleg nötig wurde.
Dort nutzte Price den Vorteil des Anwurfs konsequent aus. Mit einem 14-Darter machte der Waliser den 6:5-Sieg perfekt und bleibt damit weiterhin auf Kurs zu seinem nächsten European-Tour-Titel.

Weitere Siege für Veenstra, Zonneveld, Heta und van Duijvenbode

Die Session begann mit einem klaren Erfolg von Richard Veenstra, der Ryan Searle mit 6:3 besiegte. Der Niederländer setzte sich früh mit mehreren Breaks ab und kontrollierte das Match über weite Strecken.
Im rein niederländischen Duell zwischen Niels Zonneveld und Jermaine Wattimena setzte sich Zonneveld mit 6:4 durch. Besonders seine starke Doppelquote von 75 Prozent machte den Unterschied.
Damon Heta drehte gegen Kevin Doets einen Rückstand und gewann schließlich mit 6:3. Vier Legs in Serie sowie mehrere starke Checkouts brachten dem Australier den Sieg.
Zum Abschluss der Session dominierte Dirk van Duijvenbode das Duell mit Mensur Suljovic deutlich. Der Niederländer spielte einen Average knapp unter der 100-Punkte-Marke und gewann souverän mit 6:1.
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