Auf diesen Moment hat
Luke Woodhouse jahrelang hingearbeitet: Der Engländer hat am Sonntagabend die
Baltic Sea Darts Open 2026 gewonnen und damit den ersten European-Tour-Titel seiner Karriere gefeiert. In der Kieler Merkur Ostseehalle setzte sich Woody im Finale mit 8:4 gegen seinen Landsmann
Ryan Joyce durch und krönte ein starkes Turnierwochenende mit dem bislang größten Erfolg seiner Laufbahn.
Für die Geschichte des Abends sorgte zunächst weiterhin Jimmy van Schie. Der amtierende WDF-Weltmeister setzte sein beeindruckendes Debüt-Wochenende auf der
European Tour bis ins Viertelfinale fort und verlangte Luke Woodhouse alles ab. Nach ausgeglichenem Beginn nutzte der Engländer jedoch die Schwächen seines Gegners auf die Doppel konsequent aus, setzte sich mit 6:3 durch und beendete damit das Kieler Märchen des Niederländers.
Eiskalter Evans erstmals seit 7 Jahren im Halbfinale
Im zweiten Viertelfinale bestätigte Ricky Evans seine starke Form. Nachdem der Engländer bereits James Wade aus dem Turnier geworfen hatte, bezwang er auch Kevin Doets mit 6:3. Evans überzeugte erneut mit starkem Timing auf die Doppel und erreichte damit erstmals seit sieben Jahren wieder ein Halbfinale auf der European Tour.
Für die vielleicht größte Überraschung der Finalsession sorgte Damon Heta. Der Australier ließ dem formstarken Wessel Nijman beim 6:2 kaum eine Chance und beendete damit die Hoffnungen des Niederländers auf den nächsten Titel. Heta nutzte seine Chancen konsequent und kontrollierte die Partie von Beginn an.
Das letzte Viertelfinale entwickelte sich anschließend zu einer klaren Angelegenheit. Ryan Joyce dominierte Dave Chisnall überraschend deutlich, setzte sich mit 6:1 durch und komplettierte das Halbfinal-Line-up. Bereits in den ersten Legs übernahm Relentless die Kontrolle und ließ seinem Landsmann, der deutlich unter seinen Möglichkeiten spielte, anschließend keine Möglichkeit mehr, in die Partie zurückzufinden.
Woodhouse marschiert ins Endspiel
Im ersten Halbfinale setzte Luke Woodhouse seinen starken Lauf fort. Gegen Ricky Evans ließ Woody von Beginn an keinen Zweifel aufkommen, wer das Endspiel erreichen würde. Mit einem souveränen 7:2-Erfolg zog der Engländer zum zweiten Mal in seiner Karriere in ein European-Tour-Finale ein und durfte weiter vom ersten PDC-Bühnentitel träumen.
Luke Woodhouse gewinnt mit den Baltic Sea Darts Open 2026 den ersten European-Tour-Titel seiner Karriere
Deutlich dramatischer verlief die zweite Vorschlussrunde. Ryan Joyce erwischte gegen Damon Heta den deutlich besseren Start und führte zwischenzeitlich bereits mit 5:2. Der Australier kämpfte sich jedoch eindrucksvoll zurück, glich zum 5:5 aus und ging nach einem spektakulären 130er-Finish sogar mit 6:5 in Führung. Joyce bewahrte jedoch die Nerven, rettete sich mit einem 80er-Checkout in den Decider und machte seinen Finaleinzug schließlich mit einem nervenstarken 96er-Finish in zwei Darts perfekt.
Woodhouse krönt Traumwochenende mit historischem Titelgewinn
Das Endspiel begann perfekt für Luke Woodhouse. Der Engländer erwischte den deutlich besseren Start, eröffnete mit einem 13-Darter und zog anschließend schnell auf 3:0 davon. Das Highlight der Anfangsphase lieferte Woody mit einem brillanten 140er-Finish, das ihm bereits früh eine komfortable Führung verschaffte.
Ryan Joyce fand anschließend besser in die Partie und verkürzte zunächst auf 2:3. Doch immer wenn Relentless näher herankam, hatte Woodhouse die passende Antwort parat. Mit einem 17-Dart-Break stellte er auf 4:2, wenig später baute er seinen Vorsprung durch ein weiteres Break auf 5:3 aus. Zwar verkürzte Joyce zwischenzeitlich noch einmal auf 4:6, wirklich in Schlagdistanz kam er jedoch nicht mehr.
Beim Stand von 7:4 fehlte Woodhouse nur noch ein Leg zum größten Erfolg seiner Karriere. Und der Engländer sorgte für einen Abschluss, wie ihn sich kein Drehbuchautor besser hätte ausdenken können: Mit einem spektakulären 160er-Finish beendete Woody das Finale, sicherte sich den 8:4-Erfolg und ließ sich anschließend von den Fans in Kiel feiern.
Mit einem Average von knapp 99 Punkten und einer Checkoutquote von über 61 Prozent präsentierte sich Woodhouse auch im Finale in bestechender Form. Der verdiente Lohn: der erste European-Tour-Titel seiner Karriere und der bislang größte Triumph seiner Laufbahn.