Niko Springer ist bei den
Baltic Sea Darts Open 2026 im Achtelfinale ausgeschieden. Der letzte verbliebene Deutsche im Turnier musste sich am Sonntagnachmittag in der Kieler Merkur Ostseehalle mit 4:6 gegen
Ryan Joyce geschlagen geben und verpasste damit den Einzug in die Finalsession.
Dabei erwischte Springer gegen den Engländer keinen guten Start. Joyce nutzte seine Chancen konsequent und erspielte sich früh eine 3:0-Führung. Erst im vierten Leg warf der „Meenzer Bub“ erstmals auf die Doppel und verkürzte mit einem 76er-Checkout. Als Joyce wenig später ein starkes 110er-Finish zum 4:1 auspackte und anschließend auch noch das nächste Break landete, schien die Partie beim Stand von 1:5 bereits entschieden.
Springer liefert starken Kampf
Springer zeigte jedoch Moral und kämpfte sich eindrucksvoll zurück. Nachdem Joyce mehrere Matchdarts ausgelassen hatte, verkürzte der Deutsche zunächst auf 2:5, ehe er mit einem sehenswerten 130er-Highfinish die Kieler Fans noch einmal zum Jubeln brachte. Als Springer anschließend sogar das Break zum 4:5 gelang, keimte kurz Hoffnung auf ein Comeback auf. Im zehnten Leg verpasste der Deutsche jedoch zwei Chancen auf der Doppel-16, um den Decider zu erzwingen. Joyce nutzte schließlich einen seiner zahlreichen Matchdarts und machte den Viertelfinaleinzug perfekt.
Niko Springer kämpfte sich gegen Ryan Joyce nach zwischenzeitlichem 1:5-Rückstand noch einmal eindrucksvoll zurück, verpasste den Viertelfinaleinzug in Kiel am Ende jedoch knapp
Neben dem Ausscheiden Springers sorgte vor allem
Jimmy van Schie weiterhin für Schlagzeilen. Der amtierende WDF-Weltmeister setzte sein beeindruckendes European-Tour-Debüt fort und zog mit einem 6:4-Erfolg über Sebastian Bialecki erstmals in die Finalsession eines Euro-Tour-Events ein.
Ebenfalls souverän präsentierte sich Luke Woodhouse. Der Engländer ließ Cameron Menzies beim 6:1 kaum eine Chance und verpasste lediglich den Whitewash-Sieg, nachdem der Schotte mit einem sehenswerten 86er-Bullfinish noch Ergebniskosmetik betrieb.
Im Duell zweier formstarker Spieler setzte sich Kevin Doets mit 6:3 gegen Justin Hood durch. Der Niederländer landete das einzige Break der Partie zum entscheidenden Zeitpunkt und buchte damit sein Ticket für die Runde der letzten Acht.
Für eine der Überraschungen des Nachmittags sorgte Ricky Evans. Gegen die Legende James Wade spielte Rapid eine wahre Finishing-Masterclass, glänzte mit einer Doppelquote von 75 Prozent und setzte sich verdient mit 6:4 durch.
Anschließend unterstrich Wessel Nijman einmal mehr seine starke Form. Der Niederländer bezwang Ryan Searle mit 6:3 und feierte damit bereits den siebten Erfolg gegen Heavy Metal, der weiterhin auf seinen ersten Sieg gegen Nijman warten muss.
Das dramatischste Match der Session lieferten sich Damon Heta und William O'Connor. Der Australier führte zwischenzeitlich bereits komfortabel, musste seinen Gegner jedoch noch einmal zurückkommen lassen. Erst ein 50er-Checkout im Decider brachte The Heat schließlich den 6:5-Erfolg und den Einzug in das Viertelfinale.
Das letzte Viertelfinalticket sicherte sich schließlich Dave Chisnall. Der Engländer schien gegen Gian van Veen bereits komfortabel auf Kurs zu sein und zog zwischenzeitlich auf 5:1 davon. Der Niederländer startete jedoch eine beeindruckende Aufholjagd, verkürzte unter anderem mit einem 120er-Shanghai-Finish und glich mit vier Leggewinnen in Folge sogar zum 5:5 aus. Im Decider behielt Chisnall schließlich die Nerven, nutzte eine verpasste Chance seines Gegners und machte seinen 6:5-Erfolg auf Tops perfekt.
Damit stehen mit Jimmy van Schie, Luke Woodhouse, Kevin Doets, Ricky Evans, Wessel Nijman, Damon Heta, Ryan Joyce und Dave Chisnall die acht Viertelfinalisten der
Baltic Sea Darts Open 2026 fest. Am Abend kämpfen die verbliebenen Titelanwärter in der Kieler Merkur Ostseehalle um den Einzug ins Halbfinale und den Turniersieg.