Am Samstag fanden im nordrhein-westfälischen Gevelsberg, zwischen Hagen und Wuppertal, die RDL Open statt. Das Turnier ist das jährliche Offline-Event der RDL,
einer Online-Liga, die von Fabian Dippold, Co-Host des Formats Tops Tops Tops, organisiert wird. Erneut zog die Veranstaltung zahlreiche bekannte Namen der Dartszene an.
Neben den Tourcardholdern
Ricardo Pietreczko,
Kai Gotthardt und Pascal Wirotius waren auch bekannte Internetgrößen vertreten. So gingen unter anderem Max Meintz (Darts_universe), ebenfalls Co-Host von Tops Tops Tops, sowie Bela Schugmann (Bela_Darts) an den Start.
Insgesamt kämpften 155 Spieler um den Turniersieg. Nach der Gruppenphase qualifizierten sich die besten 64 Teilnehmer für die Goldrunde, während die übrigen Spieler in der Silberrunde weiterspielten.
Bereits zu Beginn der Goldrunde setzte Pascal Wirotius ein Ausrufezeichen. Beim souveränen 3:0-Erfolg über Kevin Eckertz spielte er einen Average von 100,20 Punkten. Auch Kai Gotthardt und Ricardo Pietreczko präsentierten sich früh in starker Form und überzeugten jeweils mit Averages von über 80 Punkten.
Tourcard-Duell wird zum Höhepunkt des Turniers
Im Achtelfinale kam es schließlich zum vorgezogenen Endspiel. Die beiden einzigen Tourcardholder des Teilnehmerfeldes, Ricardo Pietreczko und Kai Gotthardt, trafen aufeinander – und lieferten sich das beste Match des gesamten Turniers.
Pietreczko eröffnete die Partie mit einem 16-Darter, ehe Gotthardt in 15 Darts ausglich. Nach einem Hold zum 2:1 legte „Pikachu“ mit einem 12-Darter zum Break nach und erhöhte auf 3:1.
Doch Gotthardt gab sich nicht geschlagen. Mit einem 16-Darter gelang ihm das Rebreak, bevor er mit einem 17-Darter zum 3:3 ausglich. Zuvor hatte er im Turnierverlauf bereits ein 170er-Finish erzielt.
Im Entscheidungsleg spielte Pietreczko dann seine ganze Klasse aus. Mit Aufnahmen von 121, 100, 120 und 96 Punkten erspielte er sich schnell den Vorteil und checkte anschließend 64 Punkte zum 14-Darter und 4:3-Sieg. Trotz eines Averages von rund 90 Punkten musste sich Gotthardt geschlagen geben.
Unterlag im Achtelfinale gegen Ricardo Pietreczko: Tourcardholder Kai Gotthardt
Pietreczko marschiert souverän zum Titel
Der Erfolg gegen Gotthardt gab Pietreczko zusätzlichen Rückenwind. Im Viertelfinale ließ er Marcus Rother beim 4:1 mit einem Average von 94 Punkten keine Chance.
Parallel sorgte Sebastian Krichen für eine Überraschung. Gegen Pascal Wirotius drehte er im Viertelfinale einen 1:3-Rückstand und setzte sich noch mit 4:3 durch.
Doch auch Krichen konnte den Siegeszug von Pietreczko nicht stoppen. Mit einem Average von 95 Punkten
gewann Deutschlands Nummer 2 das Halbfinale souverän mit 5:2 und zog verdient ins Endspiel ein.
Dort wartete Hans Wüstenberg, der sich im anderen Halbfinale mit 5:0 gegen Helmut Paul durchgesetzt hatte.
Einseitiges Finale endet mit 6:0
Das Finale entwickelte sich schnell zu einer klaren Angelegenheit. Pietreczko spielte in den ersten neun Darts einen Average von 103 Punkten und ließ seinem Gegner in den ersten fünf Legs nicht einmal einen Dart auf ein Doppel.
Mit Legs in 18, 17, 17, 20 und 20 Darts zog der 30-Jährige auf 5:0 davon. Anschließend machte er mit einem weiteren 14-Darter den 6:0-Erfolg perfekt und krönte sich souverän zum Sieger der RDL Open.
Ergebnisse der Endrunde
| Runde | Spieler 1 | Ergebnis | Spieler 2 |
| Viertelfinale | Sebastian Krichen | 4:3 | Pascal Wirotius |
| Viertelfinale | Ricardo Pietreczko | 4:1 | Marcus Rother |
| Viertelfinale | Hans Wüstenberg | 4:1 | Louis Thye |
| Viertelfinale | Helmut Paul | 4:3 | Jan-Luca Bilak |
| Halbfinale | Ricardo Pietreczko | 5:2 | Sebastian Krichen |
| Halbfinale | Hans Wüstenberg | 5:0 | Helmut Paul |
| Spiel um Platz 3 | Sebastian Krichen | 5:3 | Helmut Paul |
| Finale | Ricardo Pietreczko | 6:0 | Hans Wüstenberg |