Das Viertelfinale des
World Grand Prix 2026 ist komplett – und
Gian van Veen hat sich das letzte Ticket in einem echten Krimi gesichert! Der Niederländer rang Ryan Searle im einzigen Fünf-Satz-Match des Abends mit 3:2 nieder und behielt nach mehreren Wendungen im Entscheidungssatz die Nerven. Zuvor hatte „Heavy Metal“ unter anderem mit einem spektakulären 167er-Finish geglänzt und zwischenzeitlich sogar mit 2:1 nach Sätzen geführt.
Deutlich weniger Mühe hatte
Luke Humphries. Der ehemalige Weltmeister ließ Jermaine Wattimena beim 3:0 keinen Satzgewinn und untermauerte mit einem Average von rund 94 Punkten seine Ambitionen in Leicester. Ebenfalls in der Runde der letzten Acht stehen James Wade und Niels Zonneveld: Wade setzte sich mit 3:1 gegen Stephen Bunting durch, während Zonneveld Darts-Legende
Gary Anderson ebenfalls mit 3:1 aus dem Turnier nahm.
Van Veen dreht Krimi gegen Searle
Gian van Veen hat sich als letzter Spieler für das Viertelfinale des
World Grand Prix qualifiziert. „The Giant“ bezwang Ryan Searle nach fünf umkämpften Sätzen mit 3:2 und entschied damit das einzige Achtelfinale des Abends für sich, das über die volle Distanz ging.
Gian van Veen behielt im Fünf-Satz-Krimi gegen Ryan Searle die Nerven und sicherte sich mit seinem ersten Matchdart das letzte Viertelfinalticket beim World Grand Prix 2026.
Dabei erwischte der Niederländer den besseren Start. Nach ausgeglichenen ersten Legs setzte van Veen mit einem 152er-Finish das erste große Ausrufezeichen und sicherte sich anschließend auf der Doppel-5 den Auftaktsatz. Searle schlug jedoch zurück. Der Engländer brachte seine Anwurflegs im zweiten Durchgang weitgehend souverän durch und profitierte im Satz-Decider von sechs ausgelassenen Darts van Veens zu Beginn des Legs. Auf Tops stellte „Heavy Metal“ auf 1:1 nach Sätzen.
Anschließend zündete Searle das Highlight der Partie: Während van Veen bei 92 Restpunkten wartete, räumte der Engländer sensationelle 167 Punkte aus dem Board und eröffnete Satz drei mit einem Break. Es entwickelte sich ein Re-Break-Festival, an dessen Ende Searle erstmals seinen eigenen Anwurf verteidigte und damit die Partie komplett drehte. 2:1 nach Sätzen – van Veen stand mit dem Rücken zur Wand.
Der Niederländer reagierte jedoch stark. Mit einem Break eröffnete er Satz vier und zog anschließend auf 2:0 davon. Searle kämpfte sich zurück und brachte sich mit einem 100er-Checkout über Single-20, Tops und Tops sogar in die Position, zum Match anzuwerfen. Doch van Veen erzwang auf der Doppel-16 den Entscheidungssatz.
Dort übernahm die Nummer zwei der Welt das Kommando. Van Veen eröffnete den Durchgang mit einem 32er-Checkout, ehe sich im zweiten Leg ein regelrechtes Doppel-Drama entwickelte. Beide Spieler ließen zahlreiche Möglichkeiten liegen, doch van Veen fand schließlich die Doppel-2 und schnappte sich das vorentscheidende Break. Wenig später saß bereits der erste Matchdart – „The Giant“ machte seinen 3:2-Erfolg perfekt und komplettierte das Viertelfinale.
Humphries lässt Wattimena keine Chance
Luke Humphries hat seinen Platz unter den letzten Acht wesentlich souveräner gebucht. „Cool Hand Luke“ setzte sich mit 3:0 gegen Jermaine Wattimena durch und spielte dabei einen Average von rund 94 Punkten. Vor allem auf den Doppeln präsentierte sich Humphries in den entscheidenden Situationen deutlich abgeklärter.
Dabei entwickelte sich der erste Satz zunächst keineswegs zu einer einseitigen Angelegenheit. Humphries startete zwar direkt mit einem Break, Wattimena antwortete jedoch umgehend. Der Niederländer ging anschließend sogar in Führung, ehe Humphries mit einem 129er-Highfinish zum 2:2 ausglich. Im entscheidenden fünften Leg ließ Wattimena seine Satzdarts ungenutzt – Humphries bestrafte das auf der Doppel-14 und schnappte sich den Durchgang.
Auch im zweiten Satz blieb „The Machine Gun“ zunächst dran. Doch immer dann, wenn sich eine Gelegenheit bot, schlug Humphries zu. Ein verpasstes 130er-Finish Wattimenas beantwortete er mit einem 76er-Checkout, ehe er auf der Doppel-16 das entscheidende Break zum 2:0 nach Sätzen landete.
Im dritten Durchgang zog Humphries sofort weiter davon. Mit einem frühen Break und einer zwischenzeitlichen Doppelquote von 66 Prozent brachte er sich bis auf ein Leg an den Sieg. Wattimena erzwang noch einmal einen Satz-Decider, die große Wende blieb jedoch aus. Humphries machte den 3:0-Erfolg perfekt und zog ohne Satzverlust ins Viertelfinale ein.
Wade bestraft Bunting und zieht in die Runde der letzten Acht ein
Auch James Wade darf weiter vom Titel in Leicester träumen. Der Routinier bezwang Stephen Bunting mit 3:1 und zeigte dabei einmal mehr jene Effizienz, die ihn seit Jahren auszeichnet.
Bunting hatte sich das erste Leg der Partie gesichert, anschließend übernahm Wade. Nachdem „The Bullet“ Möglichkeiten auf Doppel-18 und Doppel-9 ausgelassen hatte, landete Wade das erste Break und holte sich den Auftaktsatz schließlich mit 3:1. Zu diesem Zeitpunkt spielte „The Machine“ einen Average von 98,20 Punkten.
Auch Satz zwei ging an Wade, obwohl Bunting den Durchgang bis in den Decider brachte und dort sogar eine 180 warf. Wade ließ sich davon nicht beeindrucken und checkte 40 Punkte über Single-1 und Tops zur 2:0-Satzführung.
Bunting gab sich allerdings noch nicht geschlagen. Im dritten Durchgang fand Wade überhaupt nicht zu seinem Spiel und benötigte zu Beginn eines Legs sogar sieben Darts, um erstmals ein gültiges Double-In zu treffen. „The Machine“ bekam im gesamten Satz keinen einzigen Dart auf ein Double-Out. Bunting nutzte die Schwächephase und verkürzte auf 1:2.
Im vierten Satz war Wade wieder zur Stelle. Ein Break auf der Doppel-10 brachte ihn in die Position, zum Match anzuwerfen. Diese Gelegenheit ließ sich der 43-Jährige nicht mehr nehmen: Auf der Doppel-13 besiegelte er seinen 3:1-Erfolg und den Einzug ins Viertelfinale.
Zonneveld beendet Andersons Grand-Prix-Lauf
Bereits im ersten Match des Abends hatte Niels Zonneveld für das Aus von Gary Anderson gesorgt. Der Niederländer bezwang den zweimaligen Weltmeister mit 3:1 und ließ sich auch von einem zwischenzeitlichen Aufbäumen des „Flying Scotsman“ nicht aus der Ruhe bringen.
Der Auftaktsatz begann mit einem regelrechten Break-Festival. Die ersten vier Legs gingen allesamt an den Spieler ohne Anwurf, ehe Zonneveld im fünften Leg mit einem 65er-Checkout das entscheidende dritte Break landete und sich den Satz sicherte.
Danach übernahm „Triple-Z“ zunehmend die Kontrolle. Mit einem 90er-Finish eröffnete er Satz zwei, ein 56er-Checkout brachte anschließend das Break. Wenig später stand es bereits 2:0 nach Sätzen.
Anderson meldete sich im dritten Durchgang eindrucksvoll zurück. Der Schotte gewann die ersten beiden Legs und machte den Satz nach einem zwischenzeitlichen Re-Break Zonnevelds mit einem souveränen 60er-Checkout perfekt. Plötzlich war der Routinier wieder in der Partie.
Doch Zonneveld hatte die passende Antwort. Mit einem starken 109er-Highfinish eröffnete er Satz vier. Kurz darauf erlebte Anderson einen besonders bitteren Moment: Der „Flying Scotsman“ traf beim Versuch, 86 Punkte zu checken, das Bullseye – doch sein entscheidender Dart sprang wieder aus dem Board. Zonneveld nutzte die unverhoffte Chance zum Break und zog auf 2:0 davon. Auf der Doppel-10 machte der Niederländer schließlich seinen 3:1-Erfolg und damit den Einzug ins Viertelfinale perfekt.