Vom 29. bis 31. Mai 2026 macht die European Tour Station in Kiel: Bei den
Baltic Sea Darts Open 2026 steht der achte von insgesamt 15 Stopps des European-Tour-Kalenders auf dem Programm.
Wie gewohnt umfasst das Teilnehmerfeld 48 Spieler, die um ein Gesamtpreisgeld von 230.000 Pfund kämpfen. Auf den Sieger wartet ein Scheck über 35.000 Pfund. Titelverteidiger ist Gerwyn Price, der im Vorjahr im Finale mit 8:3 gegen den Schotten Gary Anderson triumphierte.
Price-Start ungewiss – mehrere Topnamen fehlen in Kiel
Ob „The Iceman“ seinen Titel in diesem Jahr tatsächlich verteidigen kann, ist allerdings offen. Price hatte seine Teilnahme an den
International Darts Open in Riesa am Wochenende noch in letzter Minute abgesagt. Der unterlegene Vorjahresfinalist Anderson wird in Kiel definitiv nicht antreten. Auch prominente Namen wie Luke Littler und Josh Rock verzichten auf das Turnier.
Dennoch darf sich das Publikum in Deutschland auf ein starkes Feld freuen. Nach aktuellem Stand reisen die meisten Topspieler wie geplant nach Kiel. Unter anderem stehen Luke Humphries, Michael van Gerwen und Gian van Veen auf der Teilnehmerliste. Dazu kommen weitere klangvolle Namen wie
Martin Schindler,
Niko Springer, Jonny Clayton, James Wade, Stephen Bunting und Nathan Aspinall. Außerdem feiert der „Maximiser“
Max Hopp seinen ersten Euro-Tour-Auftritt der Saison.
Wie wird das Preisgeld verteilt?
Jeder Spieler, der bei den
Baltic Sea Darts Open antritt, erhält einen Anteil am
Preisgeld. Der spätere Turniersieger kassiert in diesem Jahr 35.000 Pfund.
| Runde | Preisgeld |
| Sieger | £35,000 |
| Finalist | £15,000 |
| Halbfinale | £10,000 |
| Viertelfinale | £8,000 |
| Dritte Runde | £5,000 |
| Zweite Runde | £3,500* |
| Erste Runde | £2,000* |
Ein wichtiger Punkt im Reglement der European Tour betrifft die gesetzten Spieler. Die Top 16 der Setzliste sind automatisch für das Hauptfeld qualifiziert und müssen nicht den Weg über die Pro-Tour-Qualifikation gehen. Diese Sonderstellung ist jedoch an eine entscheidende Einschränkung geknüpft: Verliert ein gesetzter Spieler direkt sein Auftaktmatch, wird das entsprechende Preisgeld nicht für die Ranglisten gewertet. Der Betrag fließt dann also nicht in die verschiedenen Orders of Merit ein.
Für Qualifikanten gilt eine andere Regel. Spieler, die sich über ein Qualifikationsturnier einen Startplatz erspielt haben und durch Absagen nachträglich auf eine gesetzte Position rücken, behalten ihren Anspruch auf Rankinggeld. Ihr erspieltes Preisgeld wird somit vollständig in den jeweiligen Ranglisten berücksichtigt.
Das in Kiel ausgeschüttete Preisgeld hat Auswirkungen auf mehrere Rankings. Die Einnahmen zählen sowohl für die PDC Order of Merit als auch für die Pro Tour Order of Merit. Besonders wichtig ist jedoch die European Tour Order of Merit, denn sie spielt eine zentrale Rolle im Kampf um die Qualifikation für die Darts-EM später in dieser Saison in Dortmund.
Zudem entscheidet die Platzierung in der European-Tour-Rangliste über die Setzliste für dieses Endturnier. Je besser ein Spieler dort positioniert ist, desto günstiger kann seine Auslosung bei der Darts-EM ausfallen. Gleichzeitig erhöht das den Druck auf die Topstars: Selbst große Namen laufen Gefahr, die Teilnahme zu verpassen, wenn sie zu wenige European-Tour-Events bestreiten oder dort nicht genügend Ergebnisse liefern.