
Was für ein Abend bei den International Darts Open in Riesa! Die deutschen Fans bekamen genau das Drama, auf das sie gehofft hatten: Martin Schindler musste gegen Karel Sedlacek zittern, kämpfen und leiden, doch am Ende brachte „The Wall“ die Halle zum Explodieren. Dazu lieferte Michael van Gerwen ein spektakuläres Comeback gegen einen lange überragenden Madars Razma, während Stephen Bunting seine Klasse zeigte und auch die übrigen Partien reichlich Spannung boten.
Schindler übersteht Sedlacek-Krimi und jubelt in Riesa
Martin Schindler erwischte gegen Karel Sedlacek zunächst den perfekten Start. Mit einem starken 15-Darter und einem 90er-Finish über Bull holte sich der Deutsche das erste Leg, wenig später legte er mit einem Break zum 2:0 nach. Auch das 3:0 folgte, Schindler wirkte früh auf Kurs.
Doch Sedlacek kam zurück. Der Tscheche nutzte mehrere Unsicherheiten bei Schindler und kämpfte sich Leg für Leg heran. Aus dem klaren 3:0 wurde plötzlich ein 3:3, später ging Sedlacek sogar mit 5:4 in Führung. Schindler stand mit dem Rücken zur Wand, doch genau dann zeigte er seine Klasse.
Mit dem Break zum 5:5 erzwang Schindler die entscheidende Phase. Im letzten Leg packte er eine wichtige 171 über dreimal Triple 19 aus und brachte sich damit in Position. Am Ende saß die D16: Schindler gewann mit 6:4 und ließ Riesa jubeln.
Weiterlesen
Van Gerwen dreht spektakuläres Match gegen Razma
Auch Michael van Gerwen musste an diesem Abend durch ein Wechselbad der Gefühle. Madars Razma startete furios, spielte stark, sicher und eiskalt auf die Doppel. Der Lette führte schnell mit 3:0 und antwortete später sogar auf van Gerwens spektakuläres 164er-Highfinish mit einem 11-Darter zum 4:1.
Doch van Gerwen gab sich nicht geschlagen. Mit einem 127er-Finish meldete sich MvG zurück, holte sich danach ein wichtiges Break und machte aus einem scheinbar verlorenen Match wieder ein echtes Drama. Razma wirkte lange wie der sichere Sieger, doch van Gerwen erhöhte den Druck genau im richtigen Moment.
Beim Stand von 5:5 ging es in den Decider. Dort blieb der Niederländer cool und checkte D16 zum 6:5-Sieg. Ein typischer van-Gerwen-Moment: nicht immer dominant, aber im entscheidenden Augenblick da.
Bunting zeigt seine Klasse gegen Ratajski
Stephen Bunting startete gegen Krzysztof Ratajski stark und setzte früh ein Zeichen. Direkt im ersten Leg gelang ihm das Break über D20, anschließend baute er seine Führung auf 2:0 aus. Ratajski kam zwar noch einmal zurück, doch Bunting stellte den Zwei-Leg-Vorsprung schnell wieder her.
Besonders stark wurde es in der zweiten Hälfte des Matches. Bunting traf eine 180, setzte Ratajski dauerhaft unter Druck und breakte zum 4:2. Kurz darauf legte „The Bullet“ mit einem weiteren starken Leg nach und stellte auf 5:2. Bunting zeigte genau die Mischung aus Scoring-Power und Ruhe, die ihn so gefährlich macht.
Weiterlesen
Huybrechts ringt Dobey in einem Topspiel nieder
Kim Huybrechts und Chris Dobey lieferten sich eines der besten Duelle des Abends. Huybrechts erwischte den besseren Start und ging schnell mit 4:1 in Führung. Dobey scorte zwar stark und traf im Match acht 180er, doch Huybrechts war auf die Doppel deutlich effizienter.
Dobey kämpfte sich trotzdem zurück. Mit einem 88er-Checkout und weiteren starken Momenten glich er zum 5:5 aus. Im Decider aber behielt Huybrechts die Nerven. Mit einem Break über D20 machte der Belgier den 6:5-Sieg perfekt. Besonders beeindruckend: Huybrechts spielte einen Average von 104,66 und nutzte sechs seiner acht Doppelversuche.
Van Veen besiegt Scutt nach starkem Finish
Gian van Veen legte gegen Connor Scutt spektakulär los. Gleich im ersten Leg checkte der Niederländer 141 Punkte und setzte damit früh ein Ausrufezeichen. Scutt blieb aber im Match, glich mehrfach aus und traf unter anderem ein starkes 90er-Finish über Bull.
In der Schlussphase zog van Veen jedoch davon. Ein starkes 130er-Checkout brachte ihn auf 4:3, danach gelang ihm über D20 das wichtige Break. Mit einem 72er-Finish machte van Veen schließlich den 6:3-Sieg perfekt.
Joyce lässt Kist keine Chance
Ryan Joyce zeigte gegen Christian Kist eine abgeklärte Vorstellung. Schon früh holte er sich ein Break und baute seine Führung auf 2:0 aus. Kist kam zwar mit einem 25er-Checkout auf die Anzeigetafel und holte später noch ein zweites Leg, doch Joyce blieb stabil.
Mit einem 80er-Checkout stellte Joyce den Zwei-Leg-Vorsprung wieder her, danach brachte ihn ein 89er-Finish bis auf ein Leg an den Sieg heran. Über D16 machte Joyce schließlich den 6:2-Erfolg perfekt.
Searle antwortet mit 145er-Finish gegen Manby
Auch Ryan Searle und Charlie Manby sorgten für Spannung. Manby ging mehrfach in Führung und setzte Searle früh unter Druck. Doch „Heavy Metal“ fand die passende Antwort.
Beim Stand von 1:2 schlug Searle mit einem gewaltigen 145er-Finish zurück und glich zum 2:2 aus. Es war einer dieser Momente, die ein Match drehen können: laut, wichtig und genau zur richtigen Zeit.

Pascal MichielsSEO-Manager, Sportjournalist und Mentor
Pascal Michiels ist Chefredakteur von Dartsnews.de und verantwortlich für die strategische, redaktionelle und SEO-basierte Ausrichtung der Plattform. In dieser Rolle steuert er redaktionelle Standards, Themenpriorisierung und Qualitätskontrolle und arbeitet eng mit Redaktion und Management zusammen, um Reichweite, Sichtbarkeit und inhaltliche Qualität nachhaltig zu stärken.
Er lebt in Brüssel und absolvierte ein Studium der Wirtschaftsingenieurwissenschaften an der Vrije Universiteit Brussel. Seine berufliche Laufbahn begann er im Bereich Media Analysis bei Report International, wo er unter anderem für internationale Kunden wie Mercedes, BMW, Opel, Ford Europe sowie Olympiabewerbungen tätig war. Dort leitete er ein internationales Team von mehr als zwanzig angehenden Journalistinnen und Journalisten und sammelte umfangreiche Erfahrung in redaktioneller Koordination, Medienanalyse und Leistungsbewertung.
In den folgenden Jahren arbeitete Pascal als Business-IT-Coach und selbstständiger Berater, unter anderem in langfristigen Projekten für GlaxoSmithKline. Später wechselte er in den Bildungsbereich und unterrichtete Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störung.
Bei Dartsnews.de verantwortet er heute die redaktionelle Governance der Plattform. Dazu zählen die Festlegung von Quellenstandards, die Sicherstellung von Genauigkeit und Konsistenz sowie die Koordination von Aktualisierungen und Korrekturen bei neuen, verifizierten Informationen. Neben seiner strategischen Arbeit ist er auch redaktionell tätig und unterstützt das Team bei Textstruktur, Themenwahl und Headline-Optimierung.
Darüber hinaus ist Pascal auch in die strategische Entwicklung von Radsportaktuell.de eingebunden.
Klatscht 37Besucher 3
Gerade In
Beliebte Nachrichten
Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026






