Round-up Samstagabend World Cup of Darts: Deutschland besiegt Tschechien und trifft im Viertelfinale auf die Niederlande, England beeindruckt noch nicht

PDC
Samstag, 13 Juni 2026 um 23:12
Martin Schindler und Ricardo Pietreczko vertreten Deutschland beim World Cup of Darts 2026
Deutschland hat vor heimischem Publikum das Viertelfinale des 2026er World Cup of Darts erreicht. Zwar machten es sich Martin Schindler und Ricardo Pietreczko gegen Tschechien zwischenzeitlich noch einmal unnötig schwer und ließen ihre Gegner zurück in die Partie kommen, doch am Ende behielt das deutsche Duo die Nerven und brachte den 8:6-Erfolg souverän über die Ziellinie.

Deutschland bezwingt Tschechien nach zwischenzeitlichem Wackler

Auch Deutschland steht im Viertelfinale. Martin Schindler und Ricardo Pietreczko setzten sich nach einer spannenden Partie mit 8:6 gegen Tschechien durch.
Die Deutschen starteten hervorragend und hielten zunächst souverän ihren Anwurf. Schindler sorgte anschließend mit einem sehenswerten 80er-Finish für das erste Break zum 2:0. Über Doppel 6 folgte das 3:0, ehe Pietreczko nach drei vergebenen Darts der Tschechen auf Tops mit einem 82er-Checkout sogar auf 4:0 erhöhte.
Die Tschechen ließen im fünften Leg erneut fünf Darts auf Doppel liegen, konnten diesmal aber dennoch erstmals auf die Anzeigetafel kommen. Auch im folgenden Leg präsentierten sich Sedláček und Gawlas zu fehlerhaft, sodass Deutschland mit einer komfortablen 6:1-Führung in die Pause ging.
Nach dem Seitenwechsel zeigte Tschechien jedoch Moral. Während Deutschland etwas den Rhythmus verlor, gewannen Sedláček und Gawlas drei Legs in Folge und verkürzten auf 6:4.
Das deutsche Duo stellte zwar anschließend auf 7:4 und damit auf Matchpoint, doch Tschechien gab sich nicht geschlagen und kämpfte sich mit zwei weiteren Legs noch einmal auf 7:6 heran.
Einen Decider wollten Schindler und Pietreczko jedoch vermeiden. Mit einem spektakulären 11-Darter machten die Deutschen schließlich den Sack zu und sicherten sich den verdienten Einzug unter die letzten Acht.
Martin Schindler und Ricardo Pietreczko trinken Wasser
Schindler und Pietreczko brachten das deutsche Publikum mit ihrem Sieg zum Jubeln.

Niederlande kämpfen sich an Schweden vorbei

Van Gerwen und Van Veen erwischten einen Traumstart. „Mighty Mike“ brachte Oranje mit einem 74er-Finish in Führung, ehe die Niederländer direkt das erste Break zum 2:0 folgen ließen. Im dritten Leg legten sie sogar einen starken 11-Darter nach und erhöhten auf 3:0 – alles deutete auf einen souveränen Erfolg hin.
Doch Schweden hatte andere Pläne und blieb beeindruckend im Spiel. Jeffrey de Graaf verkürzte über Doppel 16 auf 3:1. Kurz darauf verpasste Van Gerwen nur knapp ein spektakuläres 144er-Finish auf Doppel 12, was De Graaf nutzte, um über Doppel 8 auf 3:2 heranzukommen.
Die Niederländer fanden zunehmend seltener die Triplefelder, wodurch Schweden tatsächlich zum 3:3 ausgleichen konnte. Van Veen hatte anschließend die Chance auf das 4:3, vergab jedoch drei Darts auf Doppel. Lukasiak bestrafte das eiskalt mit einem sensationellen 155er-Checkout, sodass Schweden überraschend mit einer Führung in die Pause ging.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie ausgeglichen. Die Niederlande kamen etwas stärker aus der Pause und gewannen zwei Legs in Folge zum 5:4. Schweden antwortete jedoch sofort mit dem erneuten Ausgleich zum 5:5.
Oranje hielt anschließend den eigenen Anwurf zum 6:5, ehe Schweden im zwölften Leg zwei Chancen zum Ausgleich ungenutzt ließ. Van Gerwen nutzte die Gelegenheit und stellte über Doppel 16 auf 7:5. Die Skandinavier verkürzten zwar noch einmal auf 7:6, doch erneut war es Van Gerwen, der Verantwortung übernahm und mit einem 70er-Finish den 8:6-Erfolg sowie den Einzug ins Viertelfinale perfekt machte.
Michael van Gerwen und Gian van Veenb umarmen sich
Das war das erste Mal, dass Van Gerwen und van Veen gemeinsam beim World Cup of Darts antraten

Belgien kämpft leidenschaftlich – Nordirland triumphiert im Decider

Titelverteidiger Nordirland hat sich auf Kosten Belgiens für das Viertelfinale qualifiziert. In einer packenden Begegnung behielten Josh Rock und Daryl Gurney erst im entscheidenden letzten Leg die Oberhand.
Dabei erwischte Belgien den deutlich besseren Start. Van den Bergh brachte sein Team über Doppel 4 in Führung, ehe Gurney postwendend ausglich. Nachdem De Decker die Belgier erneut in Front geworfen hatte, gelang ihnen im vierten Leg durch ein 51er-Finish das erste Break zum 3:1.
Mit einem starken 77er-Checkout erhöhte „Real Deal“ De Decker sogar auf 4:1. Rock hielt Nordirland mit einem 80er-Finish im Spiel, doch Belgien blieb zunächst die tonangebende Mannschaft und ging mit einer komfortablen 5:2-Führung in die Pause.
Nach dem Re-Start präsentierte sich Nordirland jedoch wie ausgewechselt. Gurney verkürzte über Doppel 5 auf 5:3. Als Van den Bergh anschließend drei Darts auf Doppel ausließ, kamen Rock und Gurney sogar auf 5:4 heran.
De Decker antwortete zwar mit einem wichtigen 62er-Finish zum Break und 6:4, doch Nordirland hatte nun die Kontrolle übernommen und kämpfte sich bis zum 6:6 zurück.
Im 13. Leg ließ Gurney drei Darts auf Doppel 16 liegen, woraufhin De Decker mit einem starken 80er-Checkout das 7:6 und damit den Matchdart für Belgien sicherte. Doch die Belgier spielten anschließend ein völlig misslungenes Leg, sodass ein Decider die Entscheidung bringen musste.
Dort bewiesen Rock und Gurney die stärkeren Nerven. Die Nordiren entschieden das letzte Leg für sich und schickten Belgien mit einem bitteren 7:8 aus dem Turnier.

England noch nicht in Bestform, aber erneut siegreich

Vor dem Turnier galt England als einer der großen Favoriten. Luke Littler und Luke Humphries gewannen zwar auch ihr zweites Spiel, überzeugten beim 8:5 gegen Spanien jedoch nicht durchgehend.
Die Engländer kamen nur schwer in die Partie und vergaben im Auftaktleg zahlreiche Doppelfelder. Glücklicherweise für das Favoritenduo zeigte sich Spanien zunächst ähnlich fehleranfällig, sodass England dennoch die Führung übernehmen konnte.
Mit einem frühen Break erhöhten Littler und Humphries auf 2:0 und wenig später auf 3:0. Danach fand Spanien allerdings deutlich besser ins Match. Reyes und Justicia gewannen drei Legs in Serie in 12, 14 und nochmals 14 Darts und stellten auf 3:3.
England rettete jedoch das letzte Leg vor der Pause und nahm eine knappe Führung mit in den zweiten Spielabschnitt.
Nach dem Seitenwechsel gelang Spanien zunächst der erneute Ausgleich. Anschließend übernahmen jedoch die Engländer die Kontrolle. Ein wichtiges Break brachte das 6:4, ehe ein starkes 88er-Finish auf 7:4 und damit auf Matchkurs stellte.
Im zwölften Leg ließ England zwar gleich fünf Matchdarts liegen, wodurch Spanien noch einmal verkürzen konnte. Im folgenden Leg machte Littler dann jedoch mit einem brillanten 89er-Checkout endgültig alles klar und besiegelte den 8:5-Erfolg.
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