Henry Coates hatte kaum Zeit, seinen historischen Sieg bei den Players Championships wirken zu lassen. Der junge Engländer schrieb Geschichte, als erst fünfter Spieler ohne
PDC Tour Card überhaupt ein
Players Championship-Turnier zu gewinnen. Zudem tat er das in sehr jungem Alter und wurde damit der jüngste Spieler, dem dieses Kunststück gelang.
Wo ein solcher
Triumph für viele Dartspieler Anlass für eine ausgedehnte Feier wäre, wählte Coates eine deutlich ruhigere Art, seinen Erfolg zu begehen. Eine große Party oder eine lange Nacht stand nicht zur Debatte. Am nächsten Tag wartete bereits das nächste Players Championship-Turnier.
„Wir sind Chinesisch essen gegangen und danach ins Hotel zurück, wo wir noch ein paar Kartenspiele gespielt haben“, berichtet Coates über den Abend nach seinem historischen Sieg.
„Ich war mit Nathan Potter, Charlie Manby sowie Nathans Vater und Mutter dort. Es war einfach ein netter, entspannter Abend“, so Coates. Viel Zeit, den Sieg sacken zu lassen, blieb jedoch nicht. „Am nächsten Morgen war es schon wieder Zeit, weiterzuarbeiten.“
Das zeigte sich auch direkt daran, wie Coates tags darauf ins neue Turnier startete. Trotz der Emotionen und des Trubels um seinen Erfolg hielt der junge Engländer sein Niveau. In der Auftaktphase legte er erneut einige Averages jenseits der 100 auf.
Von einem klassischen Kater nach einer Partynacht konnte also keine Rede sein. Auch das chinesische Essen am Vorabend hatte offenbar keine negativen Folgen. Coates betrat erneut mit Selbstvertrauen den Spielsaal, wenngleich die Situation völlig anders war als 24 Stunden zuvor.
Gespräch des Tages
Nach seinem Sieg war er nämlich nicht länger der relativ unbekannte junge Spieler ohne PDC Tour Card. Plötzlich kannte jeder seinen Namen. Die Leistungen von Coates waren das Gespräch des Tages, und im Spielsaal sprachen ihn zahlreiche Leute an, um zu gratulieren.
„Es gab enorm viel Unterstützung von allen Seiten und ich bekam unglaublich viele Glückwünsche“, erzählt Coates. Die Aufmerksamkeit, die sein Sieg mit sich brachte, ging deutlich an den jungen Engländer heran. „Es war ziemlich überwältigend.“
Henry Coates gewann Players Championship 25
Ambitionen weiter angefacht
Dennoch versucht Coates, sich von der plötzlichen Aufmerksamkeit nicht mitreißen zu lassen. Sein historischer Players Championship-Sieg hat seine Ambitionen nur weiter angefacht. Für ihn war der Triumph kein Endpunkt, sondern eine Bestätigung, dass er mit Spielern mithalten kann, die seit Jahren zur professionellen Spitze zählen. „In dieser Position zu sein, ist einfach ein neues Ziel“, sagt Coates dazu.
Das ist vielleicht die auffälligste Eigenschaft des jungen Engländers. Wo viele nach einem solchen Durchbruch erst ausgiebig genießen würden, blickt Coates nahezu sofort nach vorn. Sein Sieg brachte ihm nicht nur enormes Selbstvertrauen, sondern zeigte auch, dass er auf Topniveau performen kann, ohne zu diesem Zeitpunkt überhaupt über eine PDC Tour Card zu verfügen.