Henry Coates hat sich mit seinem
sensationellen Triumph bei Players Championship 25 einen besonderen Platz in den Geschichtsbüchern der PDC gesichert. Der Engländer gewann als erst fünfter Spieler überhaupt ein Players-Championship-Turnier, obwohl er nicht im Besitz einer PDC Tour Card ist – eine Leistung, die in der Geschichte des Profi-Darts bislang nur vier anderen Akteuren gelungen ist.
Der Erfolg ist außergewöhnlich, weil Spieler ohne Tour Card nur in Ausnahmefällen an Players Championships teilnehmen dürfen. Sie rücken lediglich dann ins Teilnehmerfeld nach, wenn Tour-Card-Inhaber ihre Teilnahme absagen. Die freien Startplätze werden anschließend über die Challenge Tour Order of Merit vergeben, wodurch diese Spieler deutlich seltener die Gelegenheit erhalten, sich auf der Pro Tour zu beweisen. Umso bemerkenswerter ist es, unter diesen Voraussetzungen ein komplettes Turnier gegen die Weltelite zu gewinnen.
Nur fünf Spieler schafften dieses Kunststück
Den Anfang machte Joe Murnan im Jahr 2015, als er als erster Spieler ohne Tour Card ein
Players Championship gewann. Drei Jahre später gelang
Krzysztof Ratajski dieses Kunststück sogar gleich zweimal, ehe sich der Pole wenig später dauerhaft auf der Pro Tour etablierte.
2022 folgte
Scott Williams, der später ebenfalls den Durchbruch auf der PDC Tour schaffte. Als vierter Spieler reihte sich
Wesley Plaisier in die exklusive Liste ein. Der Niederländer gewann 2024 ohne Tour Card ein Players-Championship-Turnier und sicherte sich im Anschluss seine Tour Card.
Mit Henry Coates gehört nun ein weiterer Name zu diesem außergewöhnlichen Kreis. Der 20-Jährige hat damit eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass auch Spieler von der Challenge Tour in der Lage sind, ein Players Championship gegen die besten Profis der Welt zu gewinnen.
Historischer Erfolg könnte zum Karrieresprung werden
Der Triumph könnte sich für Coates als entscheidender Wendepunkt seiner Karriere erweisen. Die bisherigen Spieler, denen dieses Kunststück gelang, schafften anschließend allesamt den dauerhaften Sprung auf die Pro Tour. Ratajski und Williams entwickelten sich zu etablierten Größen auf dem Circuit, während sich auch Plaisier später seine Tour Card sicherte.
Coates könnte nun einen ähnlichen Weg einschlagen. Sein Turniersieg zeigt einmal mehr, dass der Schritt von der Challenge Tour zur Weltspitze kleiner sein kann, als viele vermuten. Gleichzeitig unterstreicht er, wie außergewöhnlich es ist, ohne den Status eines Tour-Card-Inhabers ein komplettes Players Championship zu gewinnen.
Mit seinem historischen Erfolg reiht sich Henry Coates endgültig in eine der exklusivsten Listen der PDC-Geschichte ein – und könnte damit den Grundstein für eine langfristige Karriere auf der Pro Tour gelegt haben.