Das New Zealand Darts Masters findet vom 14.-15.08.2026 statt und sind Teil des Double-Headers Down Under, der in Auckland beginnt, bevor es am Wochenende danach (21.-22.08.) mit dem Australian Darts Masters weitergeht.
Als abschließende Events der diesjährigen World Series of Darts geht es anschließend im September zu den Finals in Amsterdam. Viele Topstars verzichten in diesem Jahr, darunter Luke Littler, Luke Humphries und Michael van Gerwen, die alle nicht reisen.
Damit ist Gian van Veen bei beiden Turnieren die Speerspitze, flankiert von Gerwyn Price, Stephen Bunting, James Wade, Jonny Clayton, Josh Rock, Ross Smith und Damon Heta.
Simon Whitlock, Adam Leek, Ben Robb und Jonny Tata zählen zu den Zugpferden aus dem Quali-Feld, das aus Leek und Whitlock besteht, die beide Turniere bestreiten, sowie DPNZ- und ADA-Qualifikanten für die übrigen Plätze.
Noch acht Spieler kämpfen beim New Zealand Darts Masters um den Titel. Am Samstag ab 9:00 Uhr deutscher Zeit entscheidet sich in Auckland, wer sich zum Champion des fünften World-Series-Turniers der Saison krönt. Den Finaltag eröffnet direkt ein echtes Topduell: Gian van Veen trifft auf Jonny Clayton und damit die Nummer zwei auf die Nummer fünf der Welt. Van Veen hatte in der ersten Runde keinerlei Probleme und setzte sich souverän mit 6:1 gegen Jonny Tata durch. Deutlich mehr Arbeit hatte dagegen Clayton, der gegen Haupai Puha bis in den Decider musste und sich erst dort mit 6:5 durchsetzen konnte.
Der Sieger des Duells zwischen van Veen und Clayton trifft im Halbfinale auf den Gewinner der Partie zwischen James Wade und Josh Rock. Wade erwischte zum Auftakt einen äußerst entspannten Arbeitstag und überließ Kayden Milne beim 6:0-Erfolg kein einziges Leg. Eine Glanzleistung war dafür allerdings nicht notwendig: The Machine blieb mit seinem Average unter der 90-Punkte-Marke, während Milne noch einmal deutlich darunter lag. Rock wurde dagegen wesentlich stärker gefordert. Der Nordire bekam es mit Darts-Routinier Simon Whitlock zu tun und musste hart arbeiten, ehe sein 6:4-Erfolg feststand.
Weiter im Rennen ist auch Gerwyn Price, der das New Zealand Darts Masters bereits 2022 gewinnen konnte. Der Iceman ließ Mark Cleaver in seiner Auftaktpartie kaum eine Chance und zog mit einem ungefährdeten 6:1-Sieg ins Viertelfinale ein. Dort wartet mit Damon Heta allerdings eine deutlich größere Herausforderung. The Heat lag gegen Ben Robb bereits mit 1:4 zurück, ehe er die Partie mit einer beeindruckenden Leistungssteigerung komplett auf den Kopf stellte. Mit Legs in elf, zwölf und 14 Darts kämpfte sich der Australier zurück und setzte seinen Lauf anschließend konsequent bis zum 6:4-Erfolg fort.
Für eine besondere Konstellation sorgt das letzte Viertelfinale: Mindestens ein ozeanischer Vertreter wird beim New Zealand Darts Masters das Halbfinale erreichen, denn mit Adam Leek und Raymond Smith treffen die beiden großen Überraschungsmänner der ersten Runde direkt aufeinander. Leek sorgte mit seinem 6:5-Erfolg gegen Ross Smith für den ersten Paukenschlag des Turniers. Dabei profitierte der Australier auch von gleich sechs vergebenen Matchdarts seines Gegners und kämpfte sich nach einem zwischenzeitlichen 1:4-Rückstand eindrucksvoll zurück.
Raymond Smith setzte später sogar noch einen drauf. Der „Guru“ lieferte gegen Stephen Bunting eine beeindruckende Vorstellung ab und schickte den PDC-Star mit 6:2 aus dem Turnier. Besonders auf den Doppelfeldern präsentierte sich Smith eiskalt und krönte seinen Auftritt mit einem sehenswerten 124er-Checkout auf dem Bullseye zum Matchgewinn. Damit steht bereits vor Beginn des Finaltags fest, dass einer der beiden australischen Außenseiter am Samstag um den Einzug ins Endspiel kämpfen wird.
Spielplan des New Zealand Darts Masters
Freitag, 14. August (09:00 Uhr)
Spieler 1
vs.
Spieler 2
Runde
Gerwyn Price
(95.27) 6-1 (81.74)
Mark Cleaver
1. Runde
Ross Smith
(88.79) 5-6 (87.33)
Adam Leek
1. Runde
James Wade
(87.55) 6-0 (68.03)
Kayden Milne
1. Runde
Josh Rock
(92.62) 6-4 (83.64)
Simon Whitlock
1. Runde
Gian van Veen
(97.21) 6-1 (84.85)
Jonny Tata
1. Runde
Jonny Clayton
(86.24) 6-5 (89.05)
Haupai Puha
1. Runde
Damon Heta
(97.13) 6-4 (85.57)
Ben Robb
1. Runde
Stephen Bunting
(99.30) 2-6 (99.81)
Raymond Smith
1. Runde
Samstag, 15. August (09:00 Uhr)
Spieler 1
vs.
Spieler 2
Runde
Gian van Veen
v
Jonny Clayton
VF
James Wade
v
Josh Rock
VF
Gerwyn Price
v
Damon Heta
VF
Raymond Smith
v
Adam Leek
VF
Van Veen/Clayton
v
Wade/Rock
HF
Price/Heta
v
Smith/Leek
HF
Sieger HF1
v
Sieger HF2
FINALE
Auslosung des New Zealand Darts Masters
Spieler 1
vs.
Spieler 2
Gian van Veen
vs.
Jonny Tata
Jonny Clayton
vs.
Haupai Puha
James Wade
vs.
Kayden Milne
Josh Rock
vs.
Simon Whitlock
Gerwyn Price
vs.
Mark Cleaver
Damon Heta
vs.
Ben Robb
Stephen Bunting
vs.
Raymond Smith
Ross Smith
vs.
Adam Leek
Teilnehmerfeld New Zealand Darts Masters
Gesetzte Spieler
Setzposition
Spieler
Nation
1
Gian van Veen
Niederlande
2
Gerwyn Price
Wales
3
Stephen Bunting
England
4
James Wade
England
5
Jonny Clayton
Wales
6
Josh Rock
Nordirland
7
Ross Smith
England
8
Damon Heta
Australien
Qualifikanten
Spieler
Qualifikationsroute
Nation
Adam Leek
PDC Tour Card Holder
Australien
Simon Whitlock
ANZ Premier League
Australien
Ben Robb
DPNZ Qualifier
Neuseeland
Jonny Tata
DPNZ Qualifier
Neuseeland
Mark Cleaver
DPNZ Qualifier
Neuseeland
Kayden Milne
DPNZ Qualifier
Neuseeland
Haupai Puha
DPNZ Qualifier
Neuseeland
Raymond Smith
ADA Qualifier
Australien
Wann findet die Auslosung für das New Zealand Darts Masters statt?
Da das Turnier vom 14.-15. August ausgetragen wird, ist angesichts des Starts am Freitag davon auszugehen, dass sie voraussichtlich um Mittwoch, den 12. August, bestätigt wird.
Wann wird der Spielplan für das New Zealand Darts Masters bestätigt?
Der Spielplan wird in den darauffolgenden Tagen festgelegt, bevor das Turnier am 14. August beginnt.
Luke Littler ist Titelverteidiger, wird aber nicht antreten.
Historie New Zealand Darts Masters
Luke Littler ist der jüngste Champion, kehrt 2026 jedoch nicht zurück. Das Turnier wurde erstmals 2019 ausgetragen und fand sowohl in Hamilton als auch inzwischen in Auckland statt.
Auckland hatte zudem zwischen 2015-2018 ein eigenes World Series Turnier, hier geht es jedoch ausschließlich um das Turnier mit dem Namen New Zealand Masters bzw. New Zealand Darts Masters, ob in Hamilton oder Auckland.
Pieter Verbeek, Chefredakteur von DartsNieuws.com, sieht vor allem Gerwyn Price als den großen Profiteur des diesjährigen Teilnehmerfeldes.
An diesem Wochenende macht die World Series of Darts wieder Station in Ozeanien. Hoffentlich verlaufen die Erstrundenpartien diesmal deutlich ausgeglichener als in den vergangenen Jahren, als es keinem der lokalen Spieler gelang, einen PDC-Profi zu bezwingen. Auf dem Papier stehen die Chancen diesmal allerdings besser: Luke Littler, Luke Humphries und auch Michael van Gerwen fehlen im Teilnehmerfeld.
Ihre Abwesenheit eröffnet den übrigen PDC-Stars die ideale Möglichkeit, einen weiteren World-Series-Titel ihrer Karriere hinzuzufügen. Zwar besitzen diese Turniere nicht den Stellenwert eines TV-Majors, dennoch ist ein Triumph auf der World Series ein wertvoller Erfolg.
Für mich ist Gerwyn Price deshalb der klare Favorit. Der Waliser hat bereits vier World-Series-Turniere gewonnen, darunter auch das New Zealand Darts Masters 2023. Sollte er an die Form anknüpfen, die er in der Schlussphase des World Matchplay gezeigt hat, sehe ich niemanden, der ihn in Auckland stoppen kann.
Auch Gian van Veen scheint langsam wieder zu seiner Bestform zurückzufinden. Der Niederländer reiste früher als die meisten Konkurrenten nach Neuseeland und dürfte dadurch bestens akklimatisiert und ausgeruht ans Oche treten.
Ebenfalls gespannt bin ich auf Ross Smith. Für „Smudger“ ist es der erste reguläre World-Series-Auftritt seiner Karriere, nachdem er in der ersten Saisonhälfte mit zwei Players-Championship-Titeln und einem European-Tour-Erfolg überzeugt hat.
Als größte Herausforderer von Price sehe ich Jonny Clayton, James Wade und Josh Rock. Alle drei verfügen über die Qualität, bis ganz zum Schluss um den Titel mitzuspielen.
*** Gerwyn Price
** Gian van Veen, Ross Smith
* Jonny Clayton, James Wade, Josh Rock
Mats Leering, Chefredakteur von DartsNieuws.com, schließt sich der Einschätzung seines Kollegen an und sieht ebenfalls Gerwyn Price als den großen Favoriten auf den Turniersieg.
Große Namen wie Luke Littler, Michael van Gerwen und Luke Humphries fehlen bei den diesjährigen World Series in Ozeanien – und genau das eröffnet anderen Spielern die Chance, einen prestigeträchtigen Titel zu gewinnen. Für mich ist Gerwyn Price der mit Abstand größte Favorit auf den Sieg in Auckland. „The Iceman“ stand erst kürzlich im Finale des World Matchplay und ist für mich auch in Neuseeland der Mann, den es zu schlagen gilt.
Dahinter traue ich vor allem James Wade ein starkes Wochenende zu. Ich habe das Gefühl, dass „The Machine“ unbedingt beweisen möchte, dass er auf die World-Series-Bühne gehört. Zudem hat er eine günstige Auslosung erwischt, die ihm durchaus den Weg bis ins Finale ebnen könnte.
Auch Gian van Veen und Jonny Clayton zähle ich zu den ernsthaften Titelkandidaten. Beide verfügen über die Klasse, um bis zum Ende um den Pokal mitzuspielen. Darüber hinaus halte ich Ross Smith für einen Spieler, der in Auckland durchaus für eine Überraschung sorgen könnte.
Von den ozeanischen Teilnehmern erwarte ich hingegen nicht allzu viel. Damon Heta traue ich zwar einen Auftaktsieg gegen Ben Robb zu, anschließend dürfte gegen Gerwyn Price jedoch Endstation sein. Darüber hinaus sehe ich lediglich Raymond Smith gegen Stephen Bunting sowie Simon Whitlock gegen Josh Rock mit Chancen auf einen Sieg in der ersten Runde. Viel weiter werden es die Lokalmatadoren meiner Einschätzung nach allerdings nicht schaffen.
***Gerwyn Price
**James Wade, Jonny Clayton
*Gian van Veen, Ross Smith
Lucas Michael, Chefredakteur von DartsNews.com, glaubt an einen Turniersieg von Jonny Clayton.
Ohne Luke Littler, Luke Humphries und Michael van Gerwen wirkt das Teilnehmerfeld des New Zealand Darts Masters offener denn je. Das Turnier in Auckland bildet den Auftakt der World Series of Darts in Ozeanien und bietet zahlreichen Spielern die Chance, einen prestigeträchtigen Titel zu gewinnen.
Auch wenn die lokalen Akteure sicherlich für Überraschungen sorgen wollen, rechne ich nicht mit einem Märchenlauf wie einst Damon Heta, Corey Cadby oder der verstorbene Kyle Anderson. Vielleicht schafft es der eine oder andere Gastgeber in den zweiten Turniertag, doch in der entscheidenden Phase werden meiner Meinung nach die etablierten PDC-Stars den Titel unter sich ausmachen.
Besonders ins Auge stechen für mich die beiden Waliser. Da Gerwyn Price und Jonny Clayton auf unterschiedlichen Seiten des Turnierbaums stehen, rechne ich mit einem rein walisischen Finale. Price hat sich zwar kürzlich den Status als Nummer eins seines Landes zurückgeholt, doch Clayton besitzt alle Voraussetzungen, um erneut einen World-Series-Titel zu gewinnen.
Gerwyn Price in Blackpool.
Bei Gian van Veen und Josh Rock bin ich etwas vorsichtiger. Beide verfügen über enormes Potenzial, schwanken zuletzt jedoch zwischen starken und enttäuschenden Leistungen. Vor allem Rock dürfte nach seinem Erstrunden-Aus bei den US Darts Masters auf Wiedergutmachung aus sein.
Ich freue mich außerdem, James Wade wieder bei einem World-Series-Turnier zu sehen – meiner Meinung nach gehört er auf diese Bühne. Auch Ross Smith erhält nach einer starken ersten Saisonhälfte endlich die Chance, sich auf diesem Niveau zu beweisen. Damon Heta wird im benachbarten Neuseeland auf viel Unterstützung hoffen dürfen, während Stephen Bunting für mich ebenfalls zum erweiterten Favoritenkreis zählt.
Am Ende glaube ich jedoch an ein rein walisisches Endspiel. Und wenn ich mich für einen Sieger entscheiden muss, fällt meine Wahl auf Jonny Clayton. In einer Neuauflage des Finals von 2022 sehe ich „The Ferret“ diesmal als Sieger vom Oche gehen.
*** Jonny Clayton
** Gerwyn Price, Stephen Bunting
* Josh Rock, Gian van Veen, James Wade
Samuel Gill, Chefredakteur von DartsNews.com, sieht Jonny Clayton und James Wade als die aussichtsreichsten Kandidaten auf den Turniersieg.
Angesichts dieses Teilnehmerfeldes rechne ich damit, dass sich einige der üblichen World-Series-Spezialisten wieder in den Vordergrund spielen werden. Spieler, die bei diesen Turnieren immer wieder ihre Klasse unter Beweis stellen. Deshalb ist Jonny Clayton mein Favorit. Der Waliser hat bereits mehrfach in Australien und Neuseeland triumphiert und scheint gerade bei World-Series-Events regelmäßig über sich hinauszuwachsen.
Auch James Wade traue ich ein starkes Turnier zu. „The Machine“ hat im Laufe seiner Karriere oft genug bewiesen, dass er Kritiker Lügen straft, wenn sie ihn vor einem Turnier nicht auf der Rechnung haben. Gerade auf der World Series gehört er regelmäßig zu den gefährlichsten Außenseitern.
Darüber hinaus sollte man Stephen Bunting und Ross Smith unbedingt im Auge behalten. Bunting hat sich schon mehrfach als echter World-Series-Spezialist erwiesen, und ein Titelgewinn würde ihm zusätzlich Rückenwind für den weiteren Saisonverlauf geben. Das käme sicherlich auch der Werbung für sein neues Buch zugute.
Ross Smith zähle ich ebenfalls zu den Spielern, denen ich einen Durchbruch auf der World Series zutraue. Falls er nicht bereits in Auckland den Titel holt, könnte ihm spätestens beim Turnier in Wollongong der große Wurf gelingen. Mike De Decker erreichte im vergangenen Jahr bereits das Finale eines World-Series-Events – ich kann mir gut vorstellen, dass Smith in diesem Jahr einen ähnlichen Schritt nach vorne macht.
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.