Bei der
World Cup of Darts sind wir inzwischen im Viertelfinale angekommen. Am Sonntagnachmittag richtet sich der Blick vor allem auf das Nachbarschaftsduell zwischen den Niederlanden und Deutschland.
Michael van Gerwen und
Gian van Veen treten für die Niederlande gegen die Deutschen Martin Schindler und Ricardo Pietreczko an.
Die Niederlande, in der Vergangenheit bereits viermal Sieger des
World Cup of Darts, hatten in ihrem Auftaktspiel gegen Schweden alles andere als leichtes Spiel. Van Gerwen und Van Veen mussten alles in die Waagschale werfen, um den niederländischen Schweden Jeffrey de Graaf und Oskar Lukasiak auf Distanz zu halten.
Licht und Schatten
Sowohl Van Gerwen als auch Van Veen zeigen dieses Jahr wechselhafte Form, was sich auch in ihrem Match gegen Schweden widerspiegelte. Phasen purer Klasse wechselten sich mit verfehlten Doppeln ab. Gegen Deutschland werden die Niederlande voraussichtlich etwas schärfer auftreten müssen. Schindler ist der Fels in der Brandung bei den Deutschen und zieht Pietreczko – in den vergangenen Monaten außer Form und mit Dartitis hadernd – mit.
Zudem werden die Deutschen von einer rappelvollen Eissporthalle in Frankfurt unterstützt. Im Vorjahr bescherte das den Deutschen einen Coup gegen England. Können sie auch gegen die Niederlande überraschen? In der Tat, überraschen, denn die Niederlande bleiben trotz allem Favorit auf den Sieg. Van Gerwen und Van Veen stehen schließlich nicht ohne Grund weiterhin in den Top Vier der Weltrangliste.
Überleben die Lukes gegen Wales?
Zudem richtet sich der Blick auch auf ein weiteres Nachbarschaftsduell, nämlich England gegen Wales. England wird zum zweiten Jahr in Folge von
Luke Littler und
Luke Humphries vertreten, weiterhin die Nummern eins und zwei der Weltrangliste. Im Vorjahr schieden sie, wie erwähnt, direkt gegen Deutschland aus, diesmal überstanden sie jedoch ihr Auftaktspiel. Allerdings hatten die Engländer gegen ein starkes Spanien keineswegs große Reserven.
Wales tritt dieses Jahr ohne Gerwyn Price an, hat mit Jonny Clayton aber weiterhin einen absoluten Topmann im Team. Wales besiegte die USA mit 8:5, und Clayton zeigte mit zwei 141-Finishes einmal mehr seine große Klasse. „The Ferret“ nimmt Nick Kenny mit, und da die Chemie zwischen den beiden Walisern sehr gut ist, ist eine Überraschung gegen England keineswegs auszuschließen.
England trifft im Viertelfinale auf Wales
Schottland noch ohne Legverlust
Das Team, das im Achtelfinale am meisten beeindruckte, ist allerdings Schottland. Gary Anderson, erstmals an der Seite von Cameron Menzies, fegte mit seinem Partner Norwegen vom Board. 8:0 hieß es am Ende, ein echtes Ausrufezeichen. Können Anderson und Menzies diese Form halten – sie spielten um die Hundert im Schnitt –, sind sie Favorit, um im Viertelfinale Irland zu schlagen.
Auch Irland spielt jedoch stark auf. William O'Connor und Mickey Mansell überstanden die Gruppenphase problemlos und setzten sich im Achtelfinale mit 8:5 gegen den Außenseiter Polen durch. Ein spannendes Duell gegen Schottland ist somit vorprogrammiert.
Das letzte Viertelfinale bestreiten Titelverteidiger Nordirland und Lettland. Josh Rock und Daryl Gurney überstanden im Achtelfinale nur knapp den Schlagabtausch mit Belgien. Gegen Lettland sind sie jedoch haushohe Favoriten auf den Sieg.
Spielplan Sonntagnachmittag:
| Zeit | Land 1 | Land 2 | Runde |
| 13:15 Uhr | Schottland | Irland | Viertelfinale |
| 14:00 Uhr | England | Wales | Viertelfinale |
| 14:45 Uhr | Nordirland | Lettland | Viertelfinale |
| 15:30 Uhr | Niederlande | Deutschland | Viertelfinale |