World Cup of Darts 2026: Australien überraschend ausgeschieden – Belgien und Spanien halten ihre Hoffnungen am Leben

PDC
Freitag, 12 Juni 2026 um 17:05
Australia (2)
Die Freitagnachmittagssession beim World Cup of Darts 2026 in Frankfurt brachte zahlreiche Vorentscheidungen in der Gruppenphase. Während einige Nationen wichtige Siege im Kampf um die K.o.-Runde feierten, mussten andere ihre Hoffnungen bereits begraben. Besonders im Fokus standen Belgien und Australien, die nach Auftaktniederlagen unter Druck standen – mit völlig unterschiedlichen Ergebnissen.
Belgien erledigte seine Pflichtaufgabe gegen Slowenien souverän und wahrte mit einem 4:1-Erfolg die Chance auf das Achtelfinale. Für Australien endete das Turnier dagegen überraschend früh. Die World Cup-Sieger von 2022 unterlagen Kanada klar mit 1:4 und schieden bereits nach der Gruppenphase aus.

Spanien überzeugt, Schweiz dominiert Portugal

Zum Auftakt der Session setzte sich Dänemark mit 4:1 gegen Indien durch und erzwang damit ein entscheidendes Gruppenfinale gegen Tschechien. Indien hingegen verabschiedete sich vorzeitig aus dem Wettbewerb.
Deutlich spannender verlief die Partie zwischen Spanien und Kroatien. Cristo Reyes führte sein Team mit einem starken 111er-Checkout und einem weiteren Highfinish von 83 Punkten zunächst auf die Siegerstraße. Kroatien profitierte jedoch von mehreren vergebenen Matchdarts der Spanier und erzwang ein Entscheidungsleg. Dort behielt José Justicia die Nerven und sicherte Spanien einen wichtigen 4:3-Erfolg, während Kroatien ausschied.
Cristo Reyes klatscht in die Hände.
Cristo Reyes präsentiert sich auch bei der Team WM in bestechender Form
Einen starken Eindruck hinterließ auch die Schweiz. Stefan Bellmont und Marcel Walpen dominierten Portugal mit 4:1 und spielten dabei einen Teamaverage von über 87 Punkten. Portugal fand nie zu seinem Spiel und verabschiedete sich nach der zweiten Niederlage aus dem Turnier. Für die Schweiz ging es anschließend im direkten Duell mit Polen um den Gruppensieg.
Belgien stand nach der Niederlage gegen Hongkong ebenfalls unter Zugzwang. Gegen Slowenien gerieten Dimitri Van den Bergh und Mike De Decker zunächst in Rückstand, steigerten sich anschließend jedoch deutlich. Vor allem Van den Bergh präsentierte sich im Vergleich zum Vortag verbessert und führte sein Team zum wichtigen 4:1-Erfolg. Die Hoffnung auf das Weiterkommen lebte damit weiter.

Frankreich zittert sich durch, Philippinen glänzen

Eine der besten Leistungen des Nachmittags lieferten die Philippinen ab. Alexis Toylo und Paolo Nebrida reagierten eindrucksvoll auf die Auftaktniederlage gegen Deutschland und besiegten Neuseeland mit 4:1. Mit einem Average von über 98 Punkten gehörten sie zu den stärksten Teams der Session. Nebrida überzeugte dabei besonders mit starkem Scoring und hoher Doppelquote, ehe Toylo den Sieg mit einem 100er-Finish perfekt machte.
Weniger spektakulär verlief das Duell zwischen Südafrika und Turnierdebütant Mongolei. Beide Teams blieben deutlich unter ihren Möglichkeiten, Südafrika setzte sich jedoch ungefährdet mit 4:1 durch. Die Mongolei durfte sich immerhin über ihr erstes gewonnenes Leg bei einem World Cup of Darts freuen.
Italien feierte gegen Trinidad und Tobago einen 4:2-Erfolg. Nach einer komfortablen Führung machten es sich die Italiener zwischenzeitlich selbst schwer, fanden aber rechtzeitig zurück in die Spur. Michele Turetta sorgte schließlich für die Entscheidung.
Für reichlich Spannung sorgte Frankreichs Auftritt gegen China. Die Franzosen starteten stark und lagen zwischenzeitlich komfortabel vorne. Angeführt von Thibault Tricole, der unter anderem ein starkes 110er-Finish spielte, schien der Sieg bereits sicher. China kämpfte sich jedoch zurück und erzwang ein Entscheidungsleg. Dort bewiesen Tricole und Nicolas Thuillier Nervenstärke und machten den 4:3-Erfolg perfekt. Damit kam es am Abend zum direkten Duell mit Österreich um den Einzug in die K.o.-Phase.

Kanada schockt Australien

Singapur hielt seine Chancen mit einem 4:2-Sieg gegen Gibraltar am Leben. Einmal mehr war es Darts-Legende Paul Lim, der den Unterschied ausmachte. Mit einer 180 und einem starken 96er-Checkout brachte er sein Team auf Kurs.
Litauen gewann zwar mit 4:2 gegen Thailand, konnte das Ausscheiden aber dennoch nicht verhindern. Nach der deutlichen Auftaktniederlage gegen Wales reichte die Legdifferenz nicht aus, um noch Chancen auf den Gruppensieg zu haben.
Die größte Geschichte des Nachmittags schrieb jedoch Kanada. David Cameron und Jim Long besiegten Australien mit 4:1 und sorgten damit für eine der größten Überraschungen der bisherigen Gruppenphase. Die Kanadier erwischten den besseren Start, holten früh ein Break und kontrollierten die Partie über weite Strecken. Mit einem starken 80er-Finish zum 14-Darter machte Kanada schließlich alles klar.
Für Damon Heta und Adam Leek bedeutete die Niederlage das überraschende Aus in der Gruppenphase. Kanada durfte dagegen weiter vom Achtelfinale träumen und sicherte sich ein echtes Endspiel gegen die USA um den Gruppensieg.
Die Nachmittagssession lieferte damit zahlreiche wichtige Entscheidungen und schuf beste Voraussetzungen für einen hochspannenden Abschluss der Gruppenphase am Freitagabend in Frankfurt.
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