Rob Cross zollt
Luke Littler großen Respekt – vor allem für dessen außergewöhnliche mentale Stärke. Der Weltmeister von 2018 ist überzeugt, dass genau dieser Bereich den größten Unterschied zwischen ihm und der aktuellen Nummer eins der Welt ausmacht. Rückblickend gibt Cross offen zu, dass er seine eigene Karriere gerne mit einer anderen mentalen Einstellung begonnen hätte.
Der Engländer bestreitet inzwischen seine zehnte Saison als Profi und feierte in dieser Zeit zahlreiche Erfolge, gekrönt vom WM-Titel im Jahr 2018. Trotzdem räumt Cross ein, sich im Laufe seiner Karriere mental immer wieder selbst ausgebremst zu haben. Für ihn ist genau das die Qualität, mit der sich Littler von der Konkurrenz absetzt.
„Mental ist er eine Festung“
„Ich bin jetzt, glaube ich, seit zehn Jahren Profi. Wenn ich mental eine Sache ändern dürfte, dann wäre es, dass ich schon in meinem ersten Jahr so gewesen wäre“, sagt Cross laut Zitaten, die von Oche180 gesammelt wurden.
Rob Cross sieht die außergewöhnliche mentale Stärke von Luke Littler als entscheidenden Unterschied zur Konkurrenz.
Für Cross ist der Vergleich mit dem jungen Weltmeister eindeutig. „Wenn man sich Luke Littler anschaut: Er ist der beste Spieler der Welt. Mental ist er eine Festung.“
Nach Ansicht des Weltmeisters kommt diese Stärke nicht von ungefähr. „Das hat er sich erarbeitet. Während ich in all den Jahren alles Mögliche war. Mal war ich Mr. Blobby, dann wieder jemand ganz anderes.“
Cross arbeitet sich zurück
In den vergangenen Monaten musste Cross eine schwierige Phase durchstehen. Er fiel erstmals seit 2017 aus den Top-20 der Weltrangliste – ein deutliches Zeichen dafür, dass seine Ergebnisse nicht mehr an frühere Erfolge heranreichten.
Inzwischen zeigt die Formkurve jedoch wieder nach oben. Cross gewann in dieser Saison Players Championship 22 und erreichte das Viertelfinale der UK Open. Entscheidend sei vor allem, dass seine Motivation zurückgekehrt ist.
„Im Moment bin ich bereit, den nächsten Schritt zu gehen. Ich will gewinnen.“
Der Engländer ist überzeugt, dass ihn gerade die schwierigen Zeiten als Spieler weitergebracht haben. „Ich hatte immer Glück und war immer ein guter Spieler. In den vergangenen zehn Jahren habe ich eigentlich kaum Zeit außerhalb der Top Ten verbracht.“
Für Cross gehören Rückschläge untrennbar zu einer erfolgreichen Karriere dazu. „Ich habe schon früher schwierige Phasen erlebt. Da komme ich auch jetzt wieder durch. Ich bin ziemlich widerstandsfähig und kann viel einstecken.“
„Dann gewinne ich nicht mal gegen Mickey Mouse“
Diese Erfahrungen helfen ihm heute dabei, auch in schwierigen Phasen die Ruhe zu bewahren. „Wenn Dinge schiefgehen, bin ich das inzwischen gewohnt. So ist das Leben nun mal. Am Ende zählt, wie sehr man etwas wirklich will.“
Deshalb richtet Cross seinen Fokus nun vollständig auf den Saisonendspurt. „Ich werde wieder hart arbeiten. Ich gebe mein Bestes, wenn wir auf das Jahresende zugehen.“
Für den früheren Weltmeister entscheidet letztlich vor allem die mentale Verfassung über Erfolg und Misserfolg. „Bei mir geht es vor allem um den Willen. Wenn ich mental nicht gut drauf bin, gewinne ich nicht mal die Lotterie oder gegen Mickey Mouse.“
Aktuell fühlt sich Cross jedoch wieder deutlich besser aufgestellt. „Jetzt läuft es gut. Ich habe wieder Spaß am Darts und ich will hier sein. Warum sollte ich das vergeuden? In einem Jahr habe ich vielleicht gar keine Lust mehr darauf.“