Der Dart-Kalender läuft im Oktober auf Hochtouren. Nach dem World Grand Prix, dessen Finale am 04.10. gespielt wird, steht mit der European Championship später im Monat bereits das nächste große TV-Turnier an. Zudem werden die letzten beiden European Tour-Turniere ausgetragen und wichtige
Players Championship-Turniere stehen vor der Tür.
Auch abseits der großen PDC-Bühnen wird der Oktober wegweisend. Sowohl die
Development Tour als auch die Women's Series steuern auf ihre Entscheidung zu. Außerdem wird ein Großteil der World Youth Championship absolviert. Mit der näher rückenden WM können die Leistungen im Oktober für verschiedene Spieler große Auswirkungen auf den Rest ihrer Saison und ihre Zukunft auf dem PDC-Circuit haben.
03.-04.10.: PDC Development Tour 21-24
Am 03. und 04.10. fällt die Entscheidung auf der Development Tour. Mit noch vier Turnieren sind die Einsätze für die jungen Spieler besonders hoch. Es gibt nicht nur Startplätze für die WM zu holen, auch werden über die Endrangliste Tour Cards vergeben.
Sebastian Bialecki war in diesem Jahr mit Abstand der beste Spieler auf der PDC Development Tour.
Sebastian Bialecki startet als klarer Spitzenreiter in das entscheidende Wochenende. Der Pole
hat bislang 21.900 Pfund Preisgeld gesammelt und führt damit die Development Tour Order of Merit an. Da Bialecki bereits über eine Tour Card verfügt, ist er nicht für eine neue Karte berechtigt. Jack Drayton liegt mit 12.100 Pfund auf Rang zwei und hat damit aktuell hervorragende Karten. Cam Crabtree folgt nur 450 Pfund dahinter mit 11.650 Pfund, besitzt jedoch ebenfalls schon eine Tour Card. Dadurch ist vor allem der Kampf dahinter spannend. Der deutsche Leon Weber belegt mit 11.100 Pfund Platz vier, während Jurjen van der Velde mit 10.350 Pfund voll im Rennen ist.
Am Ende der Development Tour erhalten die zwei bestplatzierten Spieler ohne Tour Card ein Ticket für den PDC-Circuit. Durch die aktuellen Positionen von Bialecki und Crabtree würden diese Karten derzeit also an Drayton und Weber gehen. Zudem werden über die Development Tour Startplätze für die WM vergeben. Die Top drei der Endrangliste qualifiziert sich für den Alexandra Palace. Bialecki hat sein WM-Ticket jedoch bereits auf anderem Wege gesichert, wodurch in diesem Fall auch der Vierte der Rangliste einen WM-Platz erhält.
Auch der Gesamtsieg auf der Development Tour bringt einen zusätzlichen Bonus. Die Nummer eins der Order of Merit erhält automatisch eine Einladung zum Grand Slam of Darts, der im November ausgetragen wird.
05.10.: PDC World Youth Championship
Am 05.10. beginnt die PDC World Youth Championship. Das prestigeträchtige Jugendturnier ist für Spieler zwischen 16 und 24 Jahren offen und gilt für viele Talente als wichtige Chance, sich auf internationaler Bühne zu zeigen.
Der Großteil des Turniers wird an einem Tag ausgetragen. Alle Partien bis einschließlich der Halbfinals stehen am 05.10. auf dem Programm, sodass am Ende des Spieltags feststeht, welche zwei Spieler das Endspiel erreichen.
Für das Finale müssen die beiden verbliebenen Spieler anschließend noch etwas Geduld haben. Es wird erst später im Jahr bei den Players Championship Finals gespielt. Dort erhält der Nachwuchs die große Bühne: Zwischen den Halbfinals und dem Finale des Hauptturniers ist Platz für die Entscheidung der World Youth Championship.
Die beiden Finalisten kämpfen damit vor großem Publikum um den Weltmeistertitel. Zudem wird das Finale live übertragen, wodurch die jungen Spieler die Chance erhalten, sich einem breiten Darts-Publikum zu präsentieren.
09.-11.10.: Swiss Darts Trophy (ET14)
Stephen Bunting krönte sich 2025 zum Sieger der Swiss Darts Trophy
Die European Tour kehrt in diesem Jahr erneut in die Schweiz zurück, wo vom 09. bis 11.10. um den Titel bei der
Swiss Darts Trophy gespielt wird. Für Schweizer Dartsfans ist es die einzige Gelegenheit, die PDC-Stars im eigenen Land live zu sehen.
2025 gewann Stephen Bunting dieses Turnier, er setzte sich im Finale mit 8:3 gegen Luke Woodhouse durch. Beide Engländer sind auch in diesem Jahr wieder am Start. Zudem schlagen große Namen wie Luke Humphries, Gian van Veen, James Wade, Michael van Gerwen und Gerwyn Price bei diesem Event auf.
10.-11.10.: PDC Women's Series 21-24
Die PDC Women's Series erlebt am selben Wochenende ihre Entscheidung. In Wigan stehen die letzten vier Turniere der Saison auf dem Programm, bei denen neben der Endplatzierung auch wichtige Tickets für die WM und den Grand Slam of Darts vergeben werden.
Beau Greaves geht ins abschließende Wochenende
mit einem enormen Vorsprung als Führende der Women's Series Order of Merit. Die Engländerin hat bislang 34.700 Pfund an Preisgeld gesammelt und ist damit fest in der Spitze des Klassements verankert. Für Greaves haben die über die Women's Series vergebenen Tickets jedoch kaum noch Bedeutung. Über die Pro Tour-Rangliste liegt sie klar auf Kurs für die Qualifikation zur WM, zudem hat sie sich dank ihres Triumphs bei der Women's World Matchplay bereits einen Startplatz beim Grand Slam of Darts gesichert.
Dadurch rücken die verfügbaren Startplätze in der Rangliste nach. Das Grand-Slam-Ticket, das normalerweise an die Siegerin der Women's Series geht, fällt somit an die Nummer zwei. Für die WM sind in diesem Szenario die Zweit-, Dritt- und Viertplatzierte der Endwertung sicher qualifiziert. Lisa Ashton hat aktuell die besten Karten, um als Nummer zwei abzuschließen. Die ehemalige Lakeside-Championesse steht bei 17.050 Pfund und verfügt damit über einen komfortablen Vorsprung auf ihre Verfolgerinnen. Fallon Sherrock belegt mit 11.650 Pfund Rang drei und braucht bei den letzten vier Turnieren ein außergewöhnlich starkes Ergebnis, um Ashton noch von Platz zwei zu verdrängen.
Auch hinter Sherrock ist die Entscheidung noch offen. Gemma Hayter liegt mit 9.100 Pfund derzeit auf dem wichtigen vierten Platz. Sie muss am Finalwochenende vor allem nach hinten absichern. Deta Hedman folgt mit 7.300 Pfund, während Vicky Pruim mit 7.250 Pfund ebenfalls in Reichweite bleibt. Für Hayter gilt es in Wigan also, beide Konkurrentinnen endgültig auf Distanz zu halten und damit ihren Platz in den Top vier zu sichern.
16.-18.10.: Dutch Darts Championship (ET15)
Vom 16. bis 18.10. steht das letzte European Tour-Turnier der Saison an. Für mehrere Spieler wird es ein wichtiges Wochenende, denn es ist zugleich die letzte Chance, ein Ticket für die EM zu lösen. Im Anschluss wird die endgültige European Tour Order of Merit erstellt. Die besten 32 dieser Rangliste erhalten eine Einladung zur EM. Gerade rund um die entscheidende 32. Position kann es am letzten European Tour-Wochenende also noch große Verschiebungen geben.
Im Vorjahr holte sich Jonny Clayton beim European-Tour-Turnier in den Niederlanden den Titel. Auch diesmal ist „The Ferret“ als einer der Weltklasseakteure dabei. In Maastricht trifft er unter anderem auf Gian van Veen, Michael van Gerwen, Danny Noppert, Wessel Nijman, Jermaine Wattimena, Dirk van Duijvenbode, Niels Zonneveld, Jeffrey de Graaf und vier weitere niederländische Host Nation Qualifiers.
Zum Feld der Dutch Darts Championship zählen zudem internationale Namen wie Luke Humphries, Gerwyn Price, Ross Smith, Nathan Aspinall, Kim Huybrechts, Scott Williams, Michael Smith und Max Hopp.
22.-25.10.: European Championship
Vom 22. bis 25.10. steht mit der European Championship das nächste Major auf dem Programm. Gespielt wird in der Westfalenhalle in Dortmund, wo es um den Europatitel und ein Gesamtpreisgeld von 750.000 Pfund geht.
Das Teilnehmerfeld besteht aus den Top 32 der European Tour Order of Merit. Sie haben ihr Startrecht über ihre Leistungen bei den fünfzehn European Tour-Turnieren dieser Saison verdient.
Gian van Veen ist der Titelverteidiger bei der EM.
Für Luke Littler steht in Dortmund etwas Besonderes auf dem Spiel. Die European Championship ist der einzige Major-Titel, der ihm noch in seiner Sammlung fehlt. „The Nuke“ wird alles daran setzen, auch diese Trophäe seinem mittlerweile imposanten Palmarès hinzuzufügen.
Im Vorjahr sorgte Gian van Veen für eine Überraschung, indem er die European Championship für sich entschied. Der Niederländer erreichte das Finale und setzte sich dort gegen Luke Humphries durch, womit er sich zum Europameister krönte.
28.-29.10.: Players Championship 31-32
Der Oktober endet direkt mit zwei
Players Championship-Turnieren in der Maaspoort in Den Bosch. Pro Event werden 125.000 Pfund an Preisgeld ausgeschüttet.
Für große Namen wie Michael Smith, Gary Anderson, Mike De Decker, Nathan Aspinall und Josh Rock steht noch viel auf dem Spiel. Sie alle balancieren am Limit oder liegen klar unter der Linie für die Qualifikation zu den Players Championship Finals Ende November.
Das Doppel in Den Bosch ist eine der letzten Chancen, Preisgeld für die Players Championship Order of Merit zu sammeln. Eine Woche später stehen die letzten beiden Floor-Events der Saison an.
Kompletter PDC-Kalender im Oktober
| Datum | Event |
| 03.-04.10. | PDC Development Tour 21-24 |
| 05.10. | PDC World Youth Championship |
| 09.-11.10. | Swiss Darts Trophy (ET14) |
| 10.-11.10. | PDC Women's Series 21-24 |
| 16.-18.10. | Dutch Darts Championship (ET15) |
| 22.-25.10. | European Championship |
| 28.-29.10. | Players Championship 31-32 |