Martin Schindler hat am Sonntagabend vor heimischem Publikum den Europameistertitel verpasst. Der Deutsche verlor das Finale der
European Darts Championship in Dortmund mit 8:11 gegen Ross Smith, konnte dennoch zufrieden auf seine Leistung zurückblicken. „The Wall“ erreichte erstmals in seiner Karriere das Finale eines PDC-Majors. Vor zehn Jahren hätte er nie zu träumen gewagt, einmal auf dieser Bühne zu stehen.
Schindler spielte in der Westfalenhalle ein hervorragendes Turnier. Nach Siegen über Wessel Nijman und Jermaine Wattimena setzte er sich am Sonntag auch gegen Jonny Clayton und Krzysztof Ratajski durch. Im Finale erwies sich Smith letztlich als zu stark, auch wenn sich der Deutsche nach einem 3:9-Rückstand noch beeindruckend auf 7:9 herankämpfte. Denn damit ist Schindler auch der erste deutsche Spieler, der es je in ein Majorfinale schaffte.
Nach dem Finale überwog bei Schindler vor allem der Stolz auf seine historische Leistung. „Ich muss sagen, dass ich vor zehn Jahren, als ich angefangen habe, überhaupt nichts erwartet habe. Und jetzt stand ich plötzlich im Finale eines Majors. Ich habe alles getan, um dieses Match zu gewinnen.“
Trotz der Enttäuschung über die Niederlage wollte Schindler auch die Leistung seines Gegners würdigen. Smith gewann seinen zweiten Europameistertitel, nachdem er das Turnier bereits 2022 für sich entschieden hatte. „Ross gebührt die ganze Anerkennung, er hat gut gespielt. Es tut mir leid, dass ich verloren habe, aber ich bin trotzdem überglücklich“, sagte Schindler.
Der Deutsche durfte sich zudem über eine schöne Belohnung für seinen Finaleinzug freuen. Dank seiner Leistung in Dortmund sicherte er sich einen Startplatz beim Grand Slam of Darts, auf den er sich besonders freut. „Das ist vielleicht sogar das Schönste von allem: Ich darf jetzt beim Grand Slam mitspielen.“
Trotz der Niederlage verlässt Schindler Dortmund mit einem positiven Gefühl. Der Europameistertitel blieb ihm verwehrt, doch mit seinem ersten Major-Finale und dem Startplatz beim Grand Slam of Darts liegt ein großartiges Wochenende hinter „The Wall“.