Mehrere Topspieler schlagen Alarm: Nach massiven Problemen bei der Anreise zu den
Belgian Darts Open denken erste Profis offen über einen Rückzug von der European Tour nach. Vor allem in den sozialen Medien machen sie ihrem Frust Luft und berichten von chaotischen Zuständen an Flughäfen.
Die Kritik trifft eine Turnierserie, die ohnehin bereits mit zahlreichen Absagen zu kämpfen hat. Zwar genießen Topspieler der Order of Merit den Vorteil, erst am Samstag ins Geschehen eingreifen zu müssen, doch viele verzichten inzwischen komplett auf einen Start. Die Kombination aus engem Terminplan und schwieriger Anreise sorgt für wachsenden Unmut.
Lange Warteschlangen bringen Spieler an ihre Grenzen
Wer sich dennoch auf den Weg macht, steht häufig vor denselben Problemen. Besonders britische Spieler kämpfen seit dem Brexit mit deutlich längeren Wartezeiten an den Passkontrollen. Ohne EU-Pass dürfen sie die automatischen Grenzschalter nicht nutzen und müssen auf einen manuellen Stempel warten – ein Prozess, der regelmäßig zu langen Schlangen führt.
Zu den Betroffenen zählt auch
Jonny Clayton. Der Premier-League-Teilnehmer veröffentlichte ein Foto einer überfüllten Warteschlange am Flughafen Brüssel und fand deutliche Worte. Nach zwei Stunden Wartezeit stellte er sogar infrage, ob er in diesem Jahr noch weitere European-Tour-Turniere spielen wird.
Auch
Nathan Aspinall berichtete von ähnlichen Erfahrungen. Er zeigte sich sichtlich genervt von den wiederkehrenden Problemen und kritisierte die Organisation scharf. Für ihn ist es nicht das erste Mal, dass die Anreise zur Geduldsprobe wird.
Chris Dobey ordnete die Situation in einen größeren Zusammenhang ein. Aus seiner Sicht entwickelt sich die laufende Saison zunehmend zur Belastung. Schon früh im Jahr häufen sich die Schwierigkeiten, obwohl erst ein Bruchteil der Turniere absolviert ist.
Sportlich stehen die Begegnungen zwar fest, doch die Rahmenbedingungen sorgen für Unruhe. Die zentrale Frage bleibt: Wer es überhaupt rechtzeitig durch die Passkontrolle schafft, um am Oche zu stehen.