Round-up Premier League Darts 2026: Stephen Bunting verabschiedet sich mit Tagessieg in Sheffield – Luke Humphries sendet klare Ansage an Littler

PDC
Donnerstag, 21 Mai 2026 um 23:45
Stephen Bunting reckt den Arm in die Höhe.
Stephen Bunting beendete seine Premier-League-Darts-Saison 2026 mit einem seiner besten Abende des Jahres. Der Engländer besiegte Luke Humphries im Finale in Sheffield mit 6:3 und sicherte sich damit den letzten Wochentitel der regulären Ligaphase.
„The Bullet“ spielte im hochklassigen Finale in der Utilita Arena einen Average von 106,37 Punkten. Humphries lag mit 102,23 ebenfalls über der 100-Punkte-Marke, doch Buntings starke Scoring-Phasen und seine Checkout-Quote machten letztlich den Unterschied.
Der Erfolg reichte Bunting am Ende für Platz fünf in der Abschlusstabelle. Sein später Lauf kam allerdings zu spät, um noch die Teilnahme an den Play-offs in der O2 Arena zu sichern.
Für Humphries änderte die Niederlage im Finale wenig am Gesamtbild des Abends. Sein Halbfinalsieg gegen Luke Littler sicherte ihm Rang drei in der Tabelle. Dadurch trifft der amtierende Premier-League-Champion in London nun auf Jonny Clayton, während Littler auf Gerwyn Price trifft.

Der Weg ins Finale

Buntings Weg ins Finale begann mit einem seiner stärksten Auftritte der Saison. Im Viertelfinale setzte er sich mit 6:3 gegen Jonny Clayton durch. Clayton spielte einen Average von 104,90 Punkten, checkte 101 Punkte und warf zwei 180er in Folge im vierten Leg. Dennoch blieb Bunting ruhig und nutzte seine Chancen konsequent. Ein 102er-Finish im fünften Leg brachte ihm die Kontrolle, ehe er die Partie auf Doppel 12 beendete.
Noch beeindruckender war sein Halbfinalsieg gegen Gerwyn Price. Der Waliser startete stark, eröffnete die Partie mit einer 180 und zog schnell auf 2:0 davon. Doch Bunting kämpfte sich zurück und übernahm mit starken Checkouts die Kontrolle. Ein 161er-Finish brachte ihm erstmals die Führung. Danach folgten ein 100er-Checkout sowie ein 104er-Finish auf Doppel 18 zum 6:3-Erfolg. Damit komplettierte er gleich drei Highfinishes über 100 Punkte.
Für einen ungewöhnlichen Moment sorgte während des Halbfinals ein Zuschauer, der Bunting beim Wurf störte. Price unterbrach die Partie sofort, zeigte auf den Zuschauer und sorgte dafür, dass dieser von der Security aus der Halle gebracht wurde. Nach der Unterbrechung fand Bunting schneller wieder seinen Rhythmus und dominierte die Partie.
Humphries erreichte das Finale über zwei komplett unterschiedliche Matches. Zunächst gewann er im letzten Viertelfinale des Abends mit 6:5 gegen Michael van Gerwen. Der Niederländer verpasste im Decider nur knapp ein 164er-Finish über das Bullseye. Humphries nutzte anschließend Doppel 16 zum Sieg und beendete damit van Gerwens Premier-League-Saison mit einer weiteren knappen Niederlage.
Im Halbfinale gegen Littler zeigte Humphries anschließend eine Machtdemonstration. Nach verlorenem ersten Leg gewann er sechs Legs in Folge und siegte klar mit 6:1. Vier 180er sowie ein 87er-Checkout auf Doppel 9 zum Matchgewinn brachten ihn in sein viertes Wochenfinale in Folge und sicherten ihm zudem Rang drei in der Tabelle.
stephen bunting
Erreichte durch seinen Tagessieg Platz 5 in der Premier League

Bunting dominiert das Finale in Sheffield

Bunting erwischte auch im Finale den besseren Start und deutete früh eine besondere Leistung an. Im ersten Leg begann er mit vier perfekten Darts und stellte sich später mit seiner zweiten 180 des Legs 58 Rest. Humphries verpasste anschließend knapp ein 161er-Finish über das Bullseye, ehe Bunting auf Doppel 10 zum Hold zurückkehrte.
Kurz darauf gelang direkt das Break. Ein 41er-Finish auf Doppel 16 brachte Bunting das 2:0. Mit einem starken 78er-Checkout erhöhte er anschließend auf 3:0 und setzte Humphries früh unter Druck.
Humphries verkürzte zwar mit einem 52er-Finish, doch Bunting blieb der klar bessere Scorer. Seine fünfte 180 im Finale ließ den Average zwischenzeitlich in Richtung 115 Punkte steigen. Zwar vergab er danach Darts auf Doppel 12 und Doppel 6, bekam aber eine weitere Chance und stellte auf 4:1.
Der stärkste Moment von Humphries folgte im sechsten Leg. Während das Publikum in Sheffield Anti-Leeds-Gesänge anstimmte, checkte er 132 Punkte über das Bullseye und bekam dafür sogar einen respektvollen Fist Bump von Bunting. Damit verkürzte er auf 4:2.
Bunting antwortete allerdings direkt mit einem starken 80er-Finish über Doppel 10 zum 5:2. Humphries hielt sich anschließend zwar noch mit Doppel 8 im Match, nachdem Bunting 90 Punkte nicht checken konnte, doch eine echte Aufholjagd blieb aus.
Im neunten Leg deutete Bunting sogar erneut einen perfekten Abschluss seiner Premier-League-Saison an. Mit sechs perfekten Darts hielt er kurzzeitig die Hoffnung auf einen Neundarter am Leben, ehe der siebte Dart knapp daneben ging. Anschließend checkte er 41 Punkte über Doppel 8 zum 6:3-Sieg und sicherte sich damit seinen zweiten Tagessieg der Saison.

Weitere Geschichten des Abends

Da die vier Play-off-Teilnehmer bereits vor Beginn des Spieltags feststanden, ging es in Sheffield vor allem um Momentum, Selbstvertrauen und die endgültige Platzierung vor den Finals in London.
Luke Littlers Jagd nach einem rekordverdächtigen siebten Tagessieg endete im Halbfinale gegen Humphries. Trotzdem beendet der Weltmeister die Ligaphase souverän auf Platz eins der Tabelle.
Jonny Clayton verlor zwar sein Viertelfinale gegen Bunting, hatte Rang zwei aber bereits sicher. Der Waliser reist nach vier Tagessiegen und einer konstant starken Saison als Nummer zwei nach London.
Gerwyn Price gewann zunächst gegen Gian van Veen, ehe er im Halbfinale an Bunting scheiterte. Dadurch beendet der Waliser die Saison auf Rang vier und trifft nun im Halbfinale der Play-offs auf Littler.
Für Michael van Gerwen endete die Saison passend zu seinem schwierigen Jahr mit einer weiteren bitteren Niederlage im Decider. Trotz des verpassten Play-offs hatte der Niederländer gegen Humphries die Chance auf einen Statement-Sieg, scheiterte aber erneut knapp.
Auch Gian van Veen verabschiedet sich nach seiner Debütsaison außerhalb der Top vier. Josh Rock beendet die Saison sogar auf dem letzten Tabellenplatz, zeigte allerdings mehrfach seine enorme Scoring-Power.
Damit steht das Line-up für die O2 Arena endgültig fest. Luke Littler, Jonny Clayton, Luke Humphries und Gerwyn Price kämpfen kommende Woche in London um den Premier-League-Titel 2026.
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