Stephen Bunting hat seine Premier-League-Kampagne 2026 auf eindrucksvolle Weise abgeschlossen. Am letzten Spieltag der regulären Saison, ausgetragen in der Utilita Arena in Sheffield, holte sich der Engländer seinen zweiten Abendsieg des Jahres. Damit setzte „The Bullet“ ein weiteres kraftvolles Zeichen an all jene Kritiker, die ihn früher in der Saison bereits abgeschrieben hatten.
Obwohl die Play-off-Plätze in London bereits vergeben waren und Bunting mathematisch keine Chance mehr auf das Finale in der O2 Arena hatte, spielte der 41-jährige Engländer wohl seinen besten Abend der gesamten
Premier League Darts. Auf dem Weg zum Wochentitel bezwang er drei Spieler, die in der kommenden Woche bei den Finals antreten: Jonny Clayton, Gerwyn Price und Weltmeister Luke Humphries.
Weit mehr als nur Prestige
Für Bunting bedeutete der Sieg weit mehr als bloß Prestige. Der frühere Lakeside-Champion fühlte sich während dieser Premier League klar stärker und selbstbewusster als bei früheren Teilnahmen. „Ich habe mich den ganzen Abend großartig gefühlt“, sagte Bunting im Anschluss. „Ich habe diese
Premier League Darts wirklich genossen. Ich habe viel mehr Vertrauen gewonnen und glaube viel mehr an mein eigenes Spiel.“
Dieses Selbstvertrauen strahlte er in Sheffield auch aus. Gegen Clayton startete er überzeugend, anschließend stoppte er Price in einem hochklassigen Halbfinale. Im Finale gegen Humphries behielt Bunting in den entscheidenden Momenten die Nerven und setzte sich verdient durch.
Kritik als zusätzliche Motivation
Im Vorfeld des Turniers gingen die Erwartungen an Bunting auseinander. Verschiedene Experten und Fans stellten seine Nominierung für die Premier League offen infrage, gerade angesichts der starken Konkurrenz in der Dartswelt. Der Engländer nutzte diese Kritik jedoch als zusätzliche Motivation. „Die Leute haben mich abgeschrieben und gesagt, ich gehöre nicht in die Premier League Darts“, so Bunting. „Aber am Ende bin ich Fünfter geworden und habe zwei Spieltage gewonnen. Darauf bin ich unglaublich stolz.“
Dieser fünfte Platz ist vielleicht bitter, weil er damit knapp an der Teilnahme an den Play-offs vorbeischrammt, zugleich zeigt er aber auch, wie konkurrenzfähig er über die Saison hinweg war. Besonders in der zweiten Hälfte der Liga steigerte sich Bunting von Woche zu Woche. Seine Scoring-Power war konstant hoch, und auf die Doppel machte er immer häufiger den Unterschied.
Laut Bunting hat ihn das Spielen gegen die absolute Weltspitze als Spieler stärker gemacht. „Diese Liga dreht sich komplett um Vertrauen“, sagte er. „Du spielst jede Woche gegen die besten Dartspieler der Welt. Das ist hart, aber zugleich nimmst du daraus enorm viel Erfahrung mit. Ich habe es wirklich genossen.“
Stephen Bunting beendet die Premier League Darts 2026 als Fünfter
Ein Ausrufezeichen setzen
Mit Siegen gegen Spieler wie Humphries, Price und Clayton bewies Bunting zudem, dass er nicht nur mithalten, sondern auch regelmäßig Topspiele auf höchstem Niveau gewinnen kann. Seine starken Auftritte in Sheffield werden daher von vielen als klares Signal in Richtung der Organisatoren künftiger Premier-League-Ausgaben gewertet. „Heute Abend wollte ich ein Statement setzen“, klang es kämpferisch. „Ich möchte noch viele Jahre Teil der Premier League Darts sein.“
Auch wenn der Fokus nun auf die Play-offs in London übergeht, wird die Dartswelt Bunting im weiteren Saisonverlauf mit Interesse verfolgen. Der Engländer scheint nämlich wieder das Niveau gefunden zu haben, mit dem er sich bereits zuvor in der Weltspitze festgesetzt hatte.
Seine Kampagne endet zwar ohne Ticket für die Play-offs, dafür aber mit neuem Respekt, neuem Selbstvertrauen und vor allem einer klaren Botschaft: Stephen Bunting gehört auf die größte Bühne der Dartswelt.