„Der beste belgische Spieler steht nicht im Team“: Nicholson prophezeit Belgien das Aus in der Gruppenphase
PDC
Für Paul Nicholson gehört Belgien beim World Cup of Darts 2026 nicht zu den Nationen, denen er einen erfolgreichen Turnierverlauf zutraut. Der frühere Profi ist überzeugt, dass die Belgier mit ihrer Auswahl einen entscheidenden Fehler gemacht haben. Aus seiner Sicht fehlt dem Team mit Kim Huybrechts ausgerechnet der aktuell stärkste Spieler des Landes.
Dabei geht Belgien als Nummer sechs der Setzliste in das Nationenturnier in Frankfurt. In Gruppe B bekommt es das Duo um Mike De Decker und Dimitri Van den Bergh mit Hongkong und Slowenien zu tun. Dennoch zweifelt Nicholson daran, dass die Belgier die Gruppenphase überstehen werden.
Schwierige Saison für De Decker und Van den Bergh
Vor allem die aktuelle Formkurve der beiden belgischen Hoffnungsträger bereitet dem Darts-Experten Sorgen. Mike De Decker wartet auf der European Tour in dieser Saison weiterhin auf seinen ersten Sieg und musste zuletzt acht Erstrunden-Niederlagen in Folge hinnehmen. Auch auf der Pro Tour verlief das Jahr bislang enttäuschend: Mehr als ein Viertelfinaleinzug sprang bislang nicht heraus.
Nicht viel besser sieht die Situation um Dimitri Van den Bergh aus. Der zweifache Major-Sieger sucht seit längerer Zeit nach seiner Bestform. Seit den UK Open im vergangenen Jahr konnte er bei keinem TV-Ranglistenturnier mehr ein Match gewinnen.
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Trotzdem hält Nicholson große Stücke auf De Decker. „Ich denke weiterhin, dass Mike De Decker enorm viel Qualität besitzt und in Zukunft in diesem Sport noch viel erreichen kann“, sagte er im „Love The Darts“-Podcast.
„Ich bin einer seiner größten Unterstützer. Seine Technik ist ausgezeichnet und mental steht er in der Regel stark. Im Moment fällt jedoch nicht alles ganz an seinen Platz. Das liegt möglicherweise sowohl an der mentalen Komponente als auch an seinem Material. Es wirkt, als fehle seinem Spiel seit dem Wechsel zu einem anderen Hersteller dieses Quäntchen Schärfe, aus welchen Gründen auch immer.“
„Kim Huybrechts ist derzeit der beste Belgier“
Für Nicholson liegt der Hauptgrund für seine Skepsis jedoch woanders. Der Experte und Kommentator ist überzeugt, dass Belgien nicht mit seiner stärksten Besetzung nach Frankfurt reist.
„Der beste belgische Spieler steht nicht im Team. Das ist Kim Huybrechts“, stellte Nicholson unmissverständlich klar.

Kim Huybrechts gehört nicht zum belgischen Aufgebot für den World Cup of Darts – für Experte Paul Nicholson ist das ein entscheidender Dämpfer für die sportlichen Chancen des Teams
„Er bringt die Erfahrung mit, ist in Topform und hat immer noch die Scoring-Power, um es jedem Gegner schwer zu machen. Außerdem geht er keiner Auseinandersetzung aus dem Weg. Das weiß ich aus eigener Erfahrung.“
Huybrechts wird beim World Cup allerdings nicht dabei sein, da die Nominierung auf Grundlage der Weltrangliste erfolgt und seine Platzierung nicht ausreichte, um einen der beiden belgischen Startplätze zu erhalten.
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Belgien soll Kritiker eines Besseren belehren
Nach Ansicht Nicholsons liegt die Verantwortung nun bei De Decker und Van den Bergh, ihre Kritiker zum Schweigen zu bringen und ihre Nominierung auf der Bühne zu rechtfertigen.
„Es liegt an ihnen zu zeigen, warum sie höher eingestuft sind als Kim. Sie müssen belegen, dass sie gemeinsam etwas auf die Beine stellen können.“
Der ehemalige Profi sieht im World Cup sogar die Chance auf einen sportlichen Neustart für beide Spieler.
„Nicht nur, um ihrer eigenen Karriere neuen Schwung zu geben, sondern auch, weil sie als Duo bei diesem Turnier hervorragend harmonieren könnten. Ein starker Auftritt hier könnte ihrer Laufbahn durchaus einen neuen Impuls verleihen.“
Trotzdem bleibt Nicholson bei seiner Prognose skeptisch. Er hält Belgien zwar grundsätzlich für fähig, für eine Überraschung zu sorgen, glaubt aber nicht, dass das Duo die Gruppenphase als Sieger abschließen wird.
„Sie sind absolut in der Lage, etwas Besonderes zu leisten, aber dafür müssen sie etwas schaffen, von dem ich nicht glaube, dass es passieren wird: diese Gruppe zu gewinnen. Ich denke nicht, dass Belgien als Gruppensieger endet.“

Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026











