Die Nachmittagssession der
Belgian Darts Open in Wieze ist abgeschlossen. Im Fokus stand vor allem das brisante Duell zwischen Mickey Mansell und
Michael Smith. Der Nordire behielt in einem emotional aufgeladenen Match die Oberhand und setzte sich mit 6:3 durch.
Im Vorfeld hatte es zwischen beiden einen verbalen Schlagabtausch gegeben. Smith bezeichnete Mansell nach ihrem Duell bei einem European-Tour-Qualifier im Vormonat als
„schrecklichen Spieler“. Nun trafen sie erstmals wieder auf der Bühne aufeinander – und Mansell antwortete sportlich. Vor der Partie gab es zwischen den beiden Spielern keinen Handschlag und auch kein Augenkontakt.
Mit einem Average von 94 Punkten gewann „The Clonoe Cyclone“ das Duell. Smith spielte zwar nahezu einen 100er-Average, ließ jedoch zu viele Chancen auf die Doppel liegen. Mansell nutzte seine Möglichkeiten konsequent und zog in Runde zwei ein.
Gleich zu Beginn setzte Mansell ein Ausrufezeichen und checkte 161 Punkte zum 1:0. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, doch ein 110er-Finish brachte ihm das Break zum 3:1. Kurz darauf stellte er auf 4:1 und übernahm die Kontrolle.
Smith verkürzte mit einem starken 12-Darter und einem 81er-Checkout auf 2:4. Mansell blieb jedoch ruhig und stellte mit einem Treffer auf Doppel 5 auf 5:2. Zwar hielt Smith noch einmal sein Anwurfleg in 10 Darts auf der Doppel 1, doch Mansell machte mit einem 80er-Finish alles klar. Nach dem Spiel gab es zwar einen Handschlag, doch der Sieg im Duell ging klar an den Nordiren.
Evans gewinnt Showdown – Schweyen bricht ein
Ein weiteres Highlight war das Duell zwischen
Ricky Evans und Scott Williams. Beide gelten als Showmen auf der Bühne, doch Evans hatte klar die besseren Antworten. Williams hatte große Probleme auf die Doppel und traf nur zwei seiner zwölf Versuche.
Evans nutzte diese Schwäche eiskalt aus und gewann mit 6:2. Er überzeugte mit einem 94,5-Average, drei 180ern und starken 60 Prozent auf die Doppel. Williams äußerte sich später selbstkritisch und sprach erneut über seine Probleme, die in Richtung Dartitis gehen.
Ryan Meikle rückte ebenfalls in den Fokus der Session. Obwohl er nur einen 85er-Average spielte, profitierte er vom Einbruch von Francois Schweyen. Der Belgier führte bereits mit 4:1 und stand kurz vor seinem ersten European-Tour-Sieg.
Doch in der entscheidenden Phase verlor Schweyen völlig den Faden. Meikle nutzte zahlreiche vergebene Darts auf die Doppel und gewann fünf Legs in Folge zum 6:4-Erfolg. Positiv fiel das Publikum auf, das fair blieb und beide Spieler unterstützte.
Verlor trotz Checkouts von 113, 118 und 142: Francois Schweyen
Zonneveld stark – Haavisto ohne Chance
Jani Haavisto feierte nach über einem Jahrzehnt sein Comeback auf der European Tour. Der Finne hatte zuletzt auf der Nordic & Baltic Tour überzeugt. Gegen
Niels Zonneveld reichte es jedoch nicht.
Zonneveld präsentierte sich in starker Form und gewann mit 6:4. Der Niederländer spielte einen Average von 101 Punkten und warf vier 180er. Damit unterstrich er seine aktuell starke Entwicklung.
Woodhouse, Menzies und O’Connor souverän
Auch Ryan Joyce zog in die nächste Runde ein. Er setzte sich in einem umkämpften Match mit 6:4 gegen Adam Gawlas durch. Luke Woodhouse ließ Pascal Devroey hingegen keine Chance.
Woodhouse überzeugte mit einem 97er-Average, vier 180ern und einem 161er-Highfinish. Cameron Menzies gewann ebenfalls deutlich mit 6:1 gegen Sietse Lap. Nach verlorenem Auftaktleg dominierte er das Spiel klar und traf 50 Prozent seiner Doppel.
William O’Connor komplettierte das Feld der Sieger. Der Ire setzte sich mit 6:1 gegen Debütant Tyler Thorpe durch. Mit einem Average von knapp 96 Punkten nutzte er die Schwächen seines Gegners konsequent aus und trifft nun auf Martin Schindler.