„Absolute Katastrophe“ – Gabriel Clemens rechnet mit neuen PDC-Dartboards ab

PDC
durch Nic Gayer
Freitag, 20 März 2026 um 6:00
gabriel clemens
Mit Beginn der Saison 2026 hat die PDC gemeinsam mit Ausrüster Winmau eine neue Board-Generation eingeführt. Seitdem kommen das Winmau Blade 360 bei Floor-Turnieren und das Winmau Blade X bei TV-Events zum Einsatz. Doch statt für Begeisterung sorgt die Umstellung zunehmend für Kritik – sowohl bei Fans als auch bei den Profis.
In den sozialen Medien bemängeln viele Zuschauer vor allem die Haltbarkeit der neuen Boards. Auf der Tour selbst richtet sich die Kritik in erster Linie gegen das Spielverhalten, insbesondere beim Blade X. Profis berichten immer wieder von einer ungewohnt harten Oberfläche. Vor allem das Bullseye geriet in den Fokus, da es in den ersten Saisonwochen auffällig häufig zu Bounce-Outs kam – zuletzt auch bei den UK Open 2026, als Jimmy van Schie ein 130er-Finish verpasste, da sein Treffer aus dem Bull herausprallte.

Clemens deutlich: „Absolute Katastrophe“

Auch Gabriel Clemens äußerte sich in der neuesten Folge des Podcasts Darts auf die 1 offen zur Situation – und fand klare Worte. „Absolute Katastrophe“, sagte der „German Giant“, als er von Co-Host Marcel Althaus auf die neuen Boards angesprochen wurde. Bereits zuvor hatte Clemens mehrfach angedeutet, dass er kein Fan der neuen Board-Generation ist.
Starke Frühform: Gabriel Clemens erreichte bei den UK Open 2026 die fünfte Runde
Starke Frühform: Gabriel Clemens erreichte bei den UK Open 2026 die fünfte Runde
Für Clemens rückt vor allem ein Problem in den Fokus: die hohe Anzahl an Bounce-Outs. „Bouncer hatte man dann auch noch ab und zu. Ich fand generell: Sehr viele Bouncer dieses Wochenende“, berichtete er mit Blick auf die UK Open.
Im Podcast wurde auch die Szene um Jimmy van Schie thematisiert, dessen verpasstes Bull-Finish für Aufsehen sorgte. Clemens griff das Beispiel direkt auf: „Jimmy van Schie kann dir ein Lied davon singen. Da bin ich gerade in die Halle gegangen, da ist er rausgestürmt.“
Auch andere Profis kämpfen offenbar mit den neuen Boards. Clemens verwies dabei auf Dave Chisnall: „Chizzy ist übrigens auch ein ganz großer Fan. Das Spiel habe ich gesehen – dem ist ja jeder Pfeil abgeklappt.“

Clemens bestätigt starke Form

Dabei präsentierte sich Clemens in Minehead eigentlich in starker Verfassung und bestätigte seinen positiven Saisonstart. Mit einem spektakulären 145er-Finish zum Matchgewinn gegen Richard Veenstra zog er in die fünfte Runde ein.
Dort war dann jedoch Endstation: Gegen James Wade musste sich Clemens deutlich mit 2:10 geschlagen geben. Im Podcast blickte er offen auf diese Partie zurück. „Ich war aber auch irgendwann einfach nur noch genervt, das muss ich auch sagen“, erklärte er. „Von mir selbst, auch von der Bühne, von eigentlich allem. Ich war unzufrieden mit der Gesamtsituation. Die Bühne hat gewackelt... das war nicht mehr schön – da hat alles gewackelt an dem Ding.“

Kritik an den Bedingungen in Minehead

Neben den Boards sprach Clemens auch die äußeren Umstände an. Besonders der Nebenbereich mit den Boards 3 bis 8 im Butlins Minehead sorgte bei ihm für Verwunderung. „Tatsächlich ist die Bühne 3 bis 8 jetzt in einer anderen Halle – so wie es gerochen hat, laufen da normalerweise Ponnys rum“, sagte er mit einem Lachen.
Die Lichtverhältnisse bezeichnete er als problematisch. „So etwas Beleuchtung von oben wäre nicht schlecht gewesen. Ich fand es wirklich sehr dunkel und auch alle Spieler, mit denen ich gesprochen habe, fanden es auch sehr dunkel.“
Klatscht 0Besucher 0
loading

Gerade In

Beliebte Nachrichten

Aktuelle Kommentare

Loading