VORSCHAU World Cup of Darts - Österreich: Kann das Duo Suljovic und Rodriguez erneut für eine Überraschung sorgen?
PDC
Am Donnerstag beginnt in Frankfurt eines der prestigeträchtigsten Turniere des Dartsjahres. Beim World Cup of Darts 2026 kämpfen die besten zwei Spieler jeder Nation um den begehrten Titel. Österreich gehört zwar nicht zu den großen Favoriten, hat in der Vergangenheit jedoch mehrfach bewiesen, dass man die Alpenrepublik niemals abschreiben sollte.
Mit zwei Finalteilnahmen in den vergangenen fünf Jahren zählt Österreich zu den Nationen, die bei diesem Turnier immer wieder für Überraschungen sorgen. Vor allem ein Name ist dabei untrennbar mit dem Wettbewerb verbunden: Mensur Suljovic.
Suljovic schreibt weiter World-Cup-Geschichte
Für Suljovic wird es bereits die 16. Teilnahme beim World Cup of Darts sein. Damit gehört der Wiener zu einem exklusiven Kreis. Gemeinsam mit William O'Connor ist er einer von nur zwei Spielern, die bei jeder einzelnen Austragung des Turniers vertreten waren.
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An seiner Seite steht zum zweiten Mal Rusty-Jake Rodriguez. Der 25-Jährige qualifizierte sich bereits 2025 für das Turnier und bildet erneut das österreichische Duo.
Über viele Jahre hinweg war Suljovic gemeinsam mit Rowby-John Rodriguez für Österreich am Start. Die beiden prägten das Team über mehr als ein Jahrzehnt. Nachdem Rowby-John Rodriguez Ende 2024 seine Tour Card verlor, rückte sein jüngerer Bruder Rusty-Jake dauerhaft in das Team nach.
| Jahr | Spieler 1 | Spieler 2 | Ergebnis |
| 2026 | Mensur Suljovic | Rusty-Jake Rodriguez | - |
| 2025 | Mensur Suljovic | Rusty-Jake Rodriguez | Gruppenphase |
| 2024 | Mensur Suljovic | Rowby-John Rodriguez | Finale |
| 2023 | Mensur Suljovic | Rowby-John Rodriguez | Gruppenphase |
| 2022 | Mensur Suljovic | Rowby-John Rodriguez | Achtelfinale |
| 2021 | Mensur Suljovic | Rowby-John Rodriguez | Finale |
| 2020 | Mensur Suljovic | Rowby-John Rodriguez | Viertelfinale |
| 2019 | Mensur Suljovic | Zoran Lerchbacher | Viertelfinale |
| 2018 | Mensur Suljovic | Zoran Lerchbacher | 1.Runde |
| 2017 | Mensur Suljovic | Rowby-John Rodriguez | Viertelfinale |
| 2016 | Mensur Suljovic | Rowby-John Rodriguez | Viertelfinale |
| 2015 | Mensur Suljovic | Rowby-John Rodriguez | Achtelfinale |
| 2014 | Mensur Suljovic | Rowby-John Rodriguez | Achtelfinale |
| 2013 | Mensur Suljovic | Maik Langendorf | Gruppenphase |
| 2012 | Mensur Suljovic | Dietmar Burger | Achtelfinale |
| 2010 | Mensur Suljovic | Maik Langendorf | 3.Runde |
Zwei sensationelle Finaleinzüge
Den größten Erfolg feierte Österreich im Jahr 2021. Damals schaffte das Team völlig überraschend den Einzug ins Finale.
Auf dem Weg dorthin besiegten Suljovic und Rowby-John Rodriguez die Philippinen, Belgien, Nordirland und sogar England. Im Endspiel wartete allerdings ein starkes schottisches Team mit Peter Wright und John Henderson.
Suljovic gewann zwar das Auftaktspiel des Finals, doch anschließend gingen die nächsten drei Partien an Schottland. Österreich musste sich mit 1:3 geschlagen geben, hatte aber eines der größten Märchen der World-Cup-Geschichte geschrieben.
Nur drei Jahre später gelang die nächste Sensation. Beim World Cup 2024 erreichten die Österreicher erneut das Finale.
Nach Siegen gegen China und Guyana gewann Österreich zunächst die Gruppe. Anschließend setzte man sich knapp gegen Chinese Taipei und Kroatien durch. Im Halbfinale folgte ein beeindruckender Sieg gegen Belgien.
Erst im Finale war Schluss. Dort unterlag Österreich dem englischen Star-Duo mit Luke Humphries und Michael Smith mit 6:10.
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Enttäuschung beim Debüt von Suljovic und Rusty-Jake
Das erste gemeinsame World-Cup-Jahr von Mensur Suljovic und Rusty-Jake Rodriguez verlief dagegen enttäuschend. 2025 schied Österreich bereits in der Gruppenphase aus.
Dabei waren die Leistungen keineswegs schlecht. Gegen Spanien spielte das Duo einen Average von 99 Punkten. Auch gegen Australien lag der Average über der 90-Punkte-Marke.
Dennoch reichte es nicht zum Weiterkommen. Damon Heta und Simon Whitlock erwiesen sich als zu stark und erreichten später sogar das Viertelfinale.
Die Österreicher werden deshalb alles daran setzen, ein erneutes Vorrundenaus zu verhindern.
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Favoritenrolle in Gruppe I
In diesem Jahr trifft Österreich in Gruppe I auf Frankreich und China.
Die Franzosen werden von Thibault Tricole und Nicolas Thuillier vertreten. China schickt Zhan Qingyu und Zong Xiachen ins Rennen. Beide Nationen verfügen über Spieler mit Erfahrung auf großer Bühne.
Insbesondere Tricole und Zong standen bereits mehrfach bei der Darts WM und beim World Cup of Darts im Rampenlicht. Österreich geht dennoch als Favorit in die Gruppe.
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Suljovic erlebt seinen zweiten Frühling
Die Saison der beiden Österreicher könnte derzeit kaum unterschiedlicher verlaufen.
Mensur Suljovic spielt eines seiner stärksten Jahre seit langer Zeit. Der ehemalige World-Matchplay-Finalist hat sich wieder bis auf Rang 53 der Weltrangliste vorgearbeitet und präsentiert sich auf der Pro Tour in beeindruckender Form.
Ein Halbfinale, ein Viertelfinale, zwei Achtelfinals sowie mehrere Boardfinals sprechen für eine deutliche Leistungssteigerung. Hinzu kommen mehrere Averages von über 100 Punkten.

Erreichten 2021 und 2024 für Österreich das Finale: Rowby-John Rodriguez und Mensur Suljovic
Die Qualifikation für die Darts WM scheint praktisch gesichert. Auch die Players Championship Finals hat Suljovic fest im Blick. Darüber hinaus deutet vieles darauf hin, dass er erstmals seit drei Jahren wieder in die Top 50 der Weltrangliste zurückkehren wird.
Noch wichtiger: Die Sorgen um den Verlust seiner Tour Card, die ihn in den vergangenen Jahren begleitet hatten, sind vorerst verschwunden.
Rodriguez kämpft um seine Zukunft
Ganz anders sieht die Situation bei Rusty-Jake Rodriguez aus.
Der Wiener gewann Anfang 2025 seine Tour Card zurück, konnte die Erwartungen bislang jedoch nicht erfüllen. Aktuell rangiert er lediglich auf Platz 129 der Weltrangliste.
In eineinhalb Jahren auf der Tour erspielte Rodriguez lediglich 10.000 Pfund Preisgeld. In dieser Saison gelangen ihm nur bei den Players Championships 12 und 19 Siege. Insgesamt gewann er 2026 bislang lediglich neun Matches auf der Tour, davon brachten aber nur zwei Siege Preisgeld ein.
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Auch sein Durchschnittsaverage der vergangenen zwölf Monate von rund 83 Punkten zeigt, wie schwer er sich derzeit auf dem PDC-Circuit tut.
Dennoch gibt es Hoffnung. Beim World Cup harmonierte Rodriguez im vergangenen Jahr hervorragend mit Suljovic. Gerade im Doppelmodus wirken die beiden deutlich stärker als ihre individuellen Ergebnisse vermuten lassen.

Spielt seinen 2. World Cup of Darts: Rusty-Jake Rodriguez
Wie weit kann Österreich kommen?
Das Erreichen des Achtelfinals muss für Österreich das erste Ziel sein. In Gruppe I besitzt das Duo die Qualität, den Gruppensieg zu holen.
Danach wird vieles von der Auslosung abhängen. Bei einem günstigen Los erscheint ein Viertelfinaleinzug durchaus realistisch. Wenn Suljovic seine aktuelle Form auf die Bühne bringt und er Rodriguez mitziehen kann, ist sogar das Halbfinale nicht ausgeschlossen.
Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass Österreich beim World Cup of Darts immer wieder über sich hinauswächst. Wer 2021 und 2024 das Finale erreichte, darf auch 2026 nicht unterschätzt werden. Suljovic und Rodriguez werden alles daran setzen, das nächste Kapitel dieser Erfolgsgeschichte zu schreiben.

Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026















