
Gian van Veen hat nach seinem Ausscheiden bei den World Series of Darts Finals offen zugegeben, dass ihn der Mangel an Titeln zunehmend beschäftigt. Die Nummer drei der Welt scheiterte am Sonntagabend in Amsterdam im Halbfinale an Ross Smith. Vor allem die Art und Weise sorgte beim 24-jährigen Niederländer für Enttäuschung.
Van Veen hatte sich im Turnierverlauf stark präsentiert, konnte dieses Niveau im Halbfinale aber nicht halten. Gegen Smith blieb sein average bei etwas über 85 Punkten hängen. Als er anschließend gefragt wurde, was schiefgelaufen sei, musste Van Veen nicht lange überlegen. „Was nicht?“, entgegnete er schlagfertig bei Sportnieuws.
Bereits lange vor dem Match spürte Van Veen, dass ihm die gewohnte Energie fehlte. Die frühere Session habe ihren Tribut gefordert. „Ich merkte es schon auf meinem Hotelzimmer. Ich fühlte mich sofort leer. Der Nachmittag hat viel Kraft gekostet, dann versuchst du dich aufzuladen. Du kommst hier an und denkst, es geht wieder, aber auf der Bühne stellst du fest, dass die Energie nicht da ist. Er war wirklich nicht gut und war zu packen, aber er war trotzdem viel besser als ich. Das tut weh.“
Van Veen ärgert sich über verpasste Titelchancen
Die Niederlage gegen Smith trifft bei Van Veen einen wunden Punkt. Nach dem frühen Aus von Luke Littler war das Turnier aus seiner Sicht offen, doch erneut gelang es nicht, eine gute Ausgangsposition in einen Titel umzumünzen.
Van Veen stellt fest, dass sich dieses Muster häuft. „Das war letzte Woche so und die Woche davor auch. So ist es jedes Mal, aber es klappt einfach nie. Damit beschäftige ich mich vielleicht auch. Dass du als Nummer 3 der Welt zu wenige Titel holst, davon willst du irgendwann weg.“

Gian van Veen konnte im Halbfinale gegen Ross Smith bei den World Series of Darts Finals nicht dagegenhalten
Der Niederländer gehört inzwischen zur absoluten Weltspitze und steht regelmäßig in späten Turnierphasen. Gerade dadurch haben sich seine eigenen Erwartungen verändert. Gute Resultate allein reichen Van Veen nicht mehr.
„Über das ganze Turnier nicht, aber wenn du im Halbfinale stehst schon. Ich will diese Titel gewinnen. Ich bin Nummer 3 der Welt, aber ich habe nur zwei Titel geholt. Ein Floor-Turnier und die EM, das war’s. Auch nie eine Euro Tour. Ich komme weit, aber es endet jedes Mal im Viertelfinale oder Halbfinale. Das nagt an mir, das muss ich ehrlich zugeben.“
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Damit legt Van Veen die Messlatte für sich selbst höher. Das Erreichen der letzten Turnierphasen ist mittlerweile eher die Regel als die Ausnahme, doch er will diese Leistungen häufiger mit einem Pokal krönen.
„Irgendwann willst du diesen Schritt machen“
SMITH WINS THE WORLD SERIES FINALS! 🌍👑
— PDC Darts (@OfficialPDC) September 20, 2026
Ross Smith wins a maiden World Series of Darts Finals title and second Premier event of his career, defeating Gerwyn Price 11-5 after averaging almost 104 🔥 pic.twitter.com/U4eHg8W1Oo
Trotz der Enttäuschung weigert sich Van Veen, seine Lage zu dramatisieren. Er ist erst 24 Jahre alt und erwartet, dass ein weiterer Titel vieles verändern kann.
„Ich weiß von mir, dass, wenn ich einmal zum Beispiel so eine Euro Tour gewinne, es dann läuft. Ich bin erst 24 und wir haben noch genug Zeit, aber irgendwann willst du diesen Schritt machen.“

Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










