„Gary schlagen zu können, wow“ – Ross Smith fassungslos nach Gewinn seines zweiten Euro Tour-Titels
PDC
Ross Smith hat am Sonntagabend die Hungarian Darts Trophy gewonnen und damit seinen zweiten European-Tour-Titel des Jahres 2026 eingefahren. Im Finale von Budapest ließ der 37-jährige Engländer Gary Anderson beim 8:2-Erfolg keine Chance. Nach dem Matchdart überwog bei Smith vor allem ungläubiges Staunen über den eigenen Erfolg.
„Ich kann es kaum glauben, weil ich nach zwei Niederlagen bei der World Series hierhergekommen bin", blickte Smith auf sein Turnier zurück. Nur wenige Tage später hielt er die Trophäe bereits in der MVM Dome in die Höhe, wo fast 6.000 Fans für einen neuen Zuschauerrekord bei einem European-Tour-Turnier sorgten.
Souveräner Weg durchs Feld
Smith startete mit einem klaren 6:2 gegen William O'Connor in das Turnier und spielte dabei ein Average von über 100. Am Sonntagnachmittag räumte er anschließend Jonny Clayton mit 6:4 aus dem Weg und nutzte in dieser Partie 60 Prozent seiner Doppelchancen. Im Viertelfinale setzte sich der ehemalige Europameister mit 6:2 gegen Dave Chisnall durch, ehe er im Halbfinale gegen Danny Noppert erneut einen starken Eindruck hinterließ. Mit einem 7:3-Sieg zog Smith zum dritten Mal in diesem Jahr in ein European-Tour-Finale ein.
SMITH WINS THE HUNGARIAN DARTS TROPHY! 🏆
— PDC Darts (@OfficialPDC) August 30, 2026
Ross Smith claims his second European Tour title, thrashing Gary Anderson 8-2 with a 101 average and 73% double success rate! 🤩
An excellent performance to win it 👏 pic.twitter.com/IdRzzMNPZz
Dort wartete mit Anderson eine echte Legende des Sports. Smith fand nach dem Finale nur bewundernde Worte für den zweifachen Weltmeister: „Wenn du gegen Gary spielst … Es ist Gary Anderson, oder? Er ist eine Legende. Gary schlagen zu können, wow."
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Im Endspiel machte Smith von Beginn an klar, dass er sich die Chance nicht entgehen lassen wollte. Mit Finishes von 103 und 124 ging er 2:1 in Führung und setzte sich danach immer weiter von Anderson ab. Zwischenzeitlich führte er bereits mit fünf Legs Vorsprung und stand nur noch zwei Legs vor dem Titelgewinn. Den entscheidenden Break gegen Anderson besorgte sich Smith schließlich mit einem beeindruckenden 11-Darter. Am Ende stand ein Average von 101 sowie eine starke Checkout-Quote von 73 Prozent zu Buche.
Aufstieg in der Weltrangliste und neue Führung auf der European Tour
Der Titelgewinn brachte Smith neben der Siegprämie von 35.000 Pfund auch einen neuen Meilenstein in der Weltrangliste ein: Er klettert auf Platz 15 der PDC Order of Merit. Dank seines zweiten European-Tour-Titels der Saison übernimmt er zudem die Führung in der European-Tour-Rangliste von Wessel Nijman, der in diesem Jahr ebenfalls zwei Titel gewann.
Für Smith bleibt das Spielen auf der European Tour dennoch etwas ganz Besonderes. „Am Ende spiele ich vor Tausenden und Abertausenden von Menschen", erklärte er. „Das ist mein Job, wow! Ich bin so dankbar. Es ist wirklich so ein Moment, in dem ich mich kurz kneifen muss."
Dieses Gefühl reicht für Smith weit über die Leistungen auf der Bühne hinaus. „Ich liebe die European Tour wirklich sehr. Um die Welt reisen, alles sehen und meinen Sohn mitnehmen zu können – das ist ein absolutes Privileg."
Heartwarming moments as Ross Smith celebrates his title with his son 🥺❤️ pic.twitter.com/tF0yUq3RnF
— PDC Darts (@OfficialPDC) August 30, 2026

Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










