15-jähriger Mitchell Lawrie bezwingt stark aufspielenden Kaya Baysal im Spitzenfinale der WDF Welsh Open, auch Ryan Hogarth und Deta Hedman holen Titel bei den Welsh Open
WDF
Die Zukunft des Darts zeigte sich bei den Welsh Open 2026 deutlich. Der erst 15-jährige Mitchell Lawrie holte den Jugendtitel nach einem hochklassigen Finale gegen den 16-jährigen Kaya Baysal. Der Engländer spielte dabei einen average von stolzen 101,38, doch selbst das reichte nicht, um den schottischen Jugendweltmeister vom Titel fernzuhalten.
Baysal wollte nach seinem früheren Triumph bei der Welsh Classic erneut zuschlagen. Auf dem Weg ins Finale gab er nicht einen einzigen leg ab. Aaron Lewis, Jenson Ellaway, Kyle Gilding und Ben Townley blieben allesamt ohne leggewinn.
Auf der anderen Turnierseite imponierte auch Lawrie. Nach einem Whitewash gegen Lewis Unsworth erzielte er gegen Lloyd Sterio einen average von 102,94 bei einem 4:1-Sieg. Mason Gleave nahm ihm anschließend keinen leg ab, bevor Lawrie Jack Nankervis mit 4:1 bezwang und dabei knapp unter der Hundert im average blieb.
Die zwei Teenager lieferten anschließend ein Finale auf Topniveau. Nur zwei der sieben legs benötigten mehr als 15 Darts. Baysal setzte mit einem 13-Darter sofort den Ton und zog auf 2:0 davon. Lawrie ließ sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Mit einem 14-Darter und zwei 15-Dartern in Serie drehte er die Partie komplett. Baysal erzwang noch ein Entscheidungsleg, doch darin behielt Lawrie die Oberhand. Die beiden Talente produzierten zusammen sieben 180er. Lawrie beendete seinen Titelkampf mit einem average von 96,44.
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Ergebnisse Welsh Open – Jugend
| Finale | ||||||
| Mitchell Lawrie | 96.44 | 4 | VS | 3 | 101.39 | Kaya Baysal |
| Halbfinale | ||||||
| Kaya Baysal | 80.16 | 4 | VS | 0 | 72.88 | Ben Townley |
| Mitchell Lawrie | 99.28 | 4 | VS | 1 | 92.60 | Jack Nankervis |
| Viertelfinale | ||||||
| Jack Nankervis | 81.79 | 4 | VS | 1 | 68.81 | Addison Hefferon |
| Kaya Baysal | 78.08 | 4 | VS | 0 | 72.8 | Kyle Gilding |
| Mitchell Lawrie | 89.73 | 4 | VS | 0 | 82.00 | Mason Gleave |
| Ben Townley | 74.41 | 4 | VS | 3 | 74.95 | Benjamin Smith |

Hogarth holt nach sieben Jahren endlich seinen ersten WDF-Ranglistentitel
Lawrie schaffte es anschließend nicht, auch bei den Senioren zuzuschlagen. Dort gaben vor allem die Schotten den Ton an. Am Ende krönte sich der 34-jährige Ryan Hogarth zum Sieger, indem er Landsmann Ross Montgomery im Finale mit 6:3 bezwang.
Hogarth musste ganze sieben Jahre auf seinen ersten WDF-Ranglistentitel warten. Auf dem Weg ins Finale gab er in keiner Partie mehr als zwei legs ab. Im Viertelfinale beendete er unter anderem das Turnier von Baysal.
Im Endspiel ging Hogarth schnell mit 2:0 gegen Montgomery in Führung. Diesmal ließ er die Chance nicht mehr liegen. Mit einem starken Schlusssprint, in dem er seine letzten zwei legs zusammen in 32 Darts checkte, sicherte sich Hogarth endlich seinen ersten WDF-Ranglistentitel.
Montgomery hatte zuvor im Halbfinale das Turnier von „Wee Sox“ beendet. Das junge Talent hatte bei den Letzten 32 noch einen average von 103,38 gespielt, verlor im Halbfinale jedoch mit 2:5 gegen Montgomery. Der Routinier notierte selbst einen average von 97,34.
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Ergebnisse Welsh Open – Herren
| Finale | ||||||
| Ryan Hogarth | 95.10 | 6 | VS | 3 | 91.03 | Ross Montgomery |
| Halbfinale | ||||||
| Ryan Hogarth | 89.43 | 5 | VS | 2 | 85.55 | Matt Clark |
| Ross Montgomery | 97.34 | 5 | VS | 2 | 93.82 | Mitchell Lawrie |
| Viertelfinale | ||||||
| Ryan Hogarth | 79.54 | 4 | VS | 2 | 78.69 | Kaya Baysal |
| Ross Montgomery | 85.94 | 4 | VS | 2 | 81.44 | Harry Lane |
| Mitchell Lawrie | 89.03 | 4 | VS | 2 | 85.21 | Sean Fisher |
| Matt Clark | 92.49 | 4 | VS | 0 | 83.95 | Callum Francis |
Hedman setzt sich im Finale gegen Sherrock durch
Bei den Frauen ging der Titel an Deta Hedman. Die amtierende WDF-Weltmeisterin erholte sich damit eindrucksvoll von ihrer Niederlage im Halbfinale der Welsh Classic. Im Endspiel der Welsh Open war sie mit 5:3 zu stark für Fallon Sherrock.
Hedman entging in ihrem ersten Match nur knapp einem frühen Aus. Hannah Meek wurde mit 4-3 hauchdünn bezwungen. Danach fand die 66-Jährige immer besser in ihr Spiel. Chris Savvery wurde mit 4-1 geschlagen, anschließend musste Chelsea Campbell beim 4-0 klar weichen. Im Viertelfinale brauchte Hedman gegen Steph Clark erneut ein Entscheidungsleg: 4-3.
Vicky Pruim, die tags zuvor noch die Welsh Classic gewonnen hatte, konnte ihren Erfolg nicht wiederholen. Hedman entschied ihr Halbfinale überzeugend mit 5-2 für sich.
Im Finale wartete Sherrock, die in ihren beiden vorherigen Partien Averages über 90 notiert hatte. In der Endrunde kam „The Queen of the Palace“ jedoch nur auf 77,98 Average. Hedman gewann drei Legs in Serie und nahm eine 3-1-Führung mit, die sie nicht mehr aus der Hand gab. Unter anderem mit einem starken 13-Darter setzte die erfahrene Engländerin schließlich den Unterschied und sicherte sich den Titel.
Ergebnisse Welsh Open - Damen
| Finale | ||||||
| Deta Hedman | 84,11 | 5 | VS | 3 | 77,98 | Fallon Sherrock |
| Halbfinale | ||||||
| Fallon Sherrock | 93,09 | 5 | VS | 1 | 78,49 | Kirsi Viinikainen |
| Deta Hedman | 78,21 | 5 | VS | 2 | 77,03 | Vicky Pruim |
| Viertelfinale | ||||||
| Vicky Pruim | 79,15 | 4 | VS | 1 | 67,20 | Eve Watson |
| Kirsi Viinikainen | 78,10 | 4 | VS | 3 | 74,24 | Macy Gibbons |
| Deta Hedman | 72,13 | 4 | VS | 3 | 62,58 | Steph Clarke |
| Fallon Sherrock | 97,02 | 4 | VS | 2 | 80,83 | Rhian O'Sullivan |
Pieter Verbeek ist seit 2017 Chefredakteur von Dartsnieuws.com, der niederländischen Schwesterwebsite von Dartsnews.de. Dort ist er für die redaktionelle Ausrichtung, die tägliche Inhaltsplanung und die Berichterstattung über internationale Dartturniere verantwortlich. Darüber hinaus veröffentlicht er Beiträge auf Dartsnews.de und bringt dabei seine langjährige Erfahrung und umfassende Expertise im professionellen Dartsport ein.
Seine Beschäftigung mit der Dartswelt begann 2013, als er im Rahmen einer Aufgabe für die Journalistenschule über ein Live-Event der European Tour in Veldhoven berichtete. Seitdem verfolgt er den professionellen Dartsport intensiv und sammelte umfangreiche Erfahrung mit Interviews, Spielberichten und Liveblogs zu großen PDC-Turnieren.
Bei Dartsnews.de konzentriert er sich auf die Berichterstattung über bedeutende Veranstaltungen wie die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts, das World Matchplay und weitere internationale PDC-Turniere. Dabei verbindet er die Echtzeitberichterstattung von Spielen mit Analysen von Leistungen, Entwicklungen auf der Tour und historischen Hintergründen.
Neben seiner journalistischen Tätigkeit war er zwischen 2022 und 2025 Medienmanager des professionellen Dartteams TOTO Dart Kings und dort für die Medienkommunikation sowie die Öffentlichkeitsarbeit rund um das Team verantwortlich.
Durch seine Arbeit in der Dartswelt war er bei mehreren internationalen Veranstaltungen vor Ort, darunter bei Premier-League-Abenden im Rotterdam Ahoy, mehreren Ausgaben der PDC World Darts Championship und den US Darts Masters im Madison Square Garden in New York.
Seine Berichterstattung basiert auf offiziellen Turnierinformationen, Interviews mit Spielern und anderen Beteiligten aus der Dartswelt sowie der kontinuierlichen Beobachtung der professionellen Dart-Circuits.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










