Paul Nicholson fürchtet um Peter Wrights Zukunft auf der Profitour: „Mindestens achtzehn Monate, maximal dreieinhalb Jahre“

PDC
Sonntag, 30 August 2026 um 11:15
Peter Wright (2)
Peter Wright erlebt eine schwierige Phase seiner Karriere, und nach Ansicht des ehemaligen Profidarters Paul Nicholson läuft für „Snakebite“ auf höchstem Niveau langsam die Zeit ab. Nicholson glaubt, dass Wright mindestens noch achtzehn Monate auf diesem Level aktiv sein kann, erwartet aber, dass seine Zeit in der Dart-Elite spätestens in dreieinhalb Jahren endet.
Der mittlerweile 56-jährige Wright ist auf Platz 33 der Weltrangliste abgerutscht. Vor allem bei den großen TV-Turnieren bleiben starke Ergebnisse seit Längerem aus. Seit der WM 2025 erreichte der Schotte bei einem Major kein Viertelfinale mehr.
In diesem Jahr fehlte Wright zudem beim World Matchplay. Es war das erste Mal seit 2012, dass sich der zweifache Weltmeister nicht für das prestigeträchtige Turnier in Blackpool qualifizierte. Sein letzter Titel datiert vom German Darts Championship 2024.
Nicholson sieht daher eine immer wichtigere Frage aufkommen: Wie lange kann Wright tatsächlich noch an der Spitze mithalten? „Mindestens achtzehn Monate und maximal dreieinhalb Jahre“, antwortet Nicholson. „Ich denke, wir sind mit Peter an einem Punkt, an dem es leicht ist zu fragen: ‚Wie lange machst du das noch, Peter?‘“

„Es geht um den Willen“

Nach Nicholson muss Wright nicht sofort aufhören, wenn er nicht mehr zur absoluten Weltspitze gehört. Solange er seinen Platz in den Top 64 hält, kann der Schotte im Prinzip weitermachen.
„Es geht um den Willen, weiterzumachen. Entscheidend ist, dass du deinen Platz in den Top 64 hältst. So wie das Darts derzeit dasteht, kann er so lange spielen, wie er selbst will.“
Peter Wright wirft den Dart
Peter Wright in Aktion
Nicholson unterscheidet jedoch klar zwischen bloß aktiv bleiben und tatsächlich noch um die großen Titel mitspielen. „Unsere konkrete Frage ist: Wie lange machst du das noch auf diesem Niveau? Wie lange kannst du auf diesem Level realistisch um die Preise mitspielen?“
Dafür sind aus Sicht des Ex-Profis mehrere Faktoren entscheidend. „Es hängt von seiner Arbeitsethik ab. Es hängt von seinen Qualitäten ab, und es hängt auch von seiner Energie ab.“
Um Letzteres macht sich Nicholson kurioserweise kaum Sorgen. „Ich glaube nicht, dass sein Energieniveau ein Fragezeichen ist, denn seine Energie ist wahrscheinlich sogar besser als vor zehn Jahren.“
Wright gab am Dienstag beim Players Championship 27 sein Comeback auf der ProTour. Er erreichte die dritte Runde, verlor dann aber mit dem knappstmöglichen Unterschied gegen Krzysztof Ratajski: 6-5.

Neues Outfit soll gute Erinnerungen wecken

Nicholson fiel bei Wrights Auftritt noch etwas anderes auf. „Snakebite“, der im Laufe seiner Karriere häufig Material und Look wechselte, trat in einem neuen Trikot an. Laut Nicholson scheint das Design Elemente aus verschiedenen Phasen von Wrights Laufbahn zu vereinen.
„Ich kann auch die Augen nicht von diesem Shirt lassen“, sagt er. „Es wirkt wie eine Kombination verschiedener Trikots, die er in der Vergangenheit getragen hat.“
Selbst das Grün, das untrennbar mit Michael van Gerwen verbunden ist, meint Nicholson darin zu erkennen. „Da ist ein bisschen MVG-Grün drin. Das wird bewusst sein, denn Van Gerwen war in seiner Karriere sein größter Rivale.“
Auch eine andere Farbe erinnert Nicholson an erfolgreiche Momente in Wrights Laufbahn. „Da ist etwas Lila drin, eine Farbe, die er in einem WM-Finale und in einem Halbfinale beim World Matchplay getragen hat.“
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