World Series of Darts Finals: Littler gewinnt Decider-Krimi gegen Aspinall – Price, Clayton und Wade ebenfalls im Viertelfinale
PDC
Am Abend bei den World Series of Darts Finals in Amsterdam lösten Luke Littler, Jonny Clayton, Gerwyn Price und James Wade ihre Tickets für das Viertelfinale. Littler überstand gegen Nathan Aspinall einen dramatischen Decider und hält damit seinen Traum vom perfekten Major-Jahr am Leben. Während Price souverän gewann, mussten Clayton und Wade deutlich härter um das Weiterkommen kämpfen.
Clayton übersteht Krimi gegen Sakai
Jonny Clayton entging gegen Motomu Sakai nur knapp einer bösen Überraschung. Der Japaner präsentierte sich von Beginn an mutig und setzte den früheren Premier-League-Sieger mit einer starken Leistung unter Druck.
Nach zwei gehaltenen Anwurflegs gelang Sakai das erste Break zur 2:1-Führung. Clayton antwortete zwar umgehend, doch der Japaner nahm ihm erneut den Anwurf ab. Sakai nutzte die Doppelprobleme seines Gegners und ging mit einem 4:2-Vorsprung in die erste Pause.
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Auch danach blieb der Außenseiter zunächst vorne. Clayton verkürzte mit einem 76er-Finish, verpasste anschließend jedoch drei Darts auf der Doppel-16. Sakai bestrafte die Fehler und setzte sich auf 5:3 ab. Wenig später führte der Japaner mit 6:4.
Erst danach fand Clayton besser in die Partie. Der Waliser kämpfte sich zum 6:6 zurück und ging anschließend erstmals seit der Anfangsphase wieder in Führung. Sakai ließ sich allerdings nicht abschütteln und stellte mit einem starken 65er-Finish den Ausgleich her.
Beim Stand von 7:7 zeigte Clayton seine Klasse. „The Ferret“ löschte 126 Punkte über die Doppel-6 und breakte anschließend zur 9:7-Führung. Sakai verkürzte noch einmal und erspielte sich im nächsten Leg sogar zwei Darts auf der Doppel-20 für den Decider.
Beide Versuche verfehlten ihr Ziel. Clayton nutzte daraufhin seinen ersten Matchdart auf der Doppel-16 zum hart erkämpften 10:8-Erfolg.
Beide Spieler lagen mit ihren Averages nahezu gleichauf. Clayton kam auf 90,82 Punkte, Sakai auf 90,75 Zähler. Am Ende entschied vor allem die größere Erfahrung des Walisers die Partie.

Jonny Clayton steht im Viertelfinale von Amsterdam
Price lässt gegen Long nichts anbrennen
Deutlich souveräner gestaltete Gerwyn Price sein Achtelfinale gegen Jim Long. Der Waliser übernahm früh die Kontrolle und nutzte die Fehler des Kanadiers konsequent aus.
Long verpasste beim Stand von 1:2 drei Darts auf die Doppel-20. Price blieb eiskalt und traf genau dieses Feld zur 3:1-Führung. Kurz vor der ersten Pause ließ Long erneut drei Chancen bei 40 Punkten Rest liegen. „The Iceman“ erhöhte daraufhin auf 4:2.
Nach der Unterbrechung zog die Nummer vier der Welt davon. Price checkte zunächst 72 Punkte und ließ anschließend ein 86er-Finish über die Doppel-16 folgen. Wenig später stand es bereits 8:2.
Beim Stand von 9:3 stemmte sich Long noch einmal gegen die Niederlage. Der Kanadier verkürzte auf 5:9, ohne dass Price zuvor einen Matchdart erhalten hatte. Der Waliser ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen und verwandelte auf der Doppel-6 zum verdienten 10:5-Sieg.
Price beendete die Partie mit einem Average von 97,91 Punkten und einer Doppelquote von 50 Prozent. Long kam auf 88,73 Punkte im Schnitt und konnte seinem Gegner nur phasenweise gefährlich werden.
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Wade feiert sechsten Sieg in Folge gegen Nijman
Im dritten Spiel des Abends baute James Wade seine Erfolgsserie gegen Wessel Nijman aus. „The Machine“ setzte sich mit 10:7 durch und bezwang den Niederländer damit zum sechsten Mal in Folge.
Nijman erwischte zunächst den besseren Start. Nachdem Wade zwei Darts auf die Doppel-12 vergeben hatte, checkte der Niederländer 76 Punkte zum frühen Break. Wade antwortete jedoch sofort und glich mit einem 41er-Finish aus.
Es entwickelte sich zunächst ein regelrechtes Breakfestival. Die ersten vier Legs gingen allesamt an den Spieler ohne Anwurf. Anschließend übernahm Wade zunehmend die Kontrolle und erspielte sich bis zur ersten Pause eine 4:2-Führung. Der Engländer präsentierte sich auf den Doppelfeldern eiskalt und erhöhte wenig später auf 5:2.
Nijman gab sich dennoch nicht geschlagen. Mit einem 85er-Finish über die Doppel-14 gelang ihm das Break zum 5:6. Anschließend löschte er 80 Punkte und stellte den 6:6-Ausgleich her.
In der entscheidenden Phase zeigte Wade seine ganze Erfahrung. Der Engländer breakte zur 8:6-Führung und checkte anschließend starke 124 Punkte über das Bullseye. Nijman rettete sich mit seinem letzten Dart auf der Doppel-9 noch einmal in das Match und verkürzte auf 7:9.
Wade ließ sich den Sieg aber nicht mehr nehmen. Nachdem er erneut einen Matchdart auf dem Bullseye vergeben hatte, erhielt er eine weitere Gelegenheit. Dieses Mal traf der Engländer die Doppel-10 und machte den 10:7-Erfolg perfekt. Nijman muss damit weiter auf sein erstes Viertelfinale bei einem PDC-Major warten.
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Littler übersteht Decider-Krimi gegen Aspinall
Luke Littlers Traum, alle Major-Titel des Jahres zu gewinnen, lebt weiter. Der Doppelweltmeister setzte sich in einem dramatischen Achtelfinale mit 10:9 gegen Nathan Aspinall durch. „The Asp“ vergab dabei mehrere Chancen, Littlers beeindruckende Major-Serie zu beenden.
Littler erwischte den besseren Start und nahm Aspinall direkt den Anwurf ab. Anschließend erhöhte er auf 2:0 und stellte wenig später mit einem 70er-Finish den alten Abstand zum 3:1 wieder her.
Aspinall fand jedoch zunehmend besser in die Partie. Nachdem Littler zwei Darts auf Doppel vergeben hatte, glich der Engländer zum 3:3 aus. Wenig später zog Aspinall auf 5:3 davon und brachte den großen Favoriten erstmals ernsthaft in Bedrängnis.
Littler antwortete mit einem wichtigen 114er-Finish. Aspinall hatte zuvor einen Dart auf die Doppel-16 zur 6:3-Führung vergeben. Der Doppelweltmeister glich anschließend zum 5:5 aus, bevor Aspinall erneut mit 6:5 in Führung ging.
Auch dieses Mal schlug Littler zurück. Aspinall konnte 47 Punkte nicht löschen, sodass sich „The Nuke“ auf der Doppel-5 in die letzte Pause rettete. Beim Stand von 6:6 drohte Littlers perfektes Major-Jahr weiterhin zu enden.
Nach der Unterbrechung gelang Littler das Break zur 7:6-Führung. Aspinall zeigte jedoch eine starke Reaktion und bestrafte weitere Doppelfehler seines Gegners mit dem sofortigen Rebreak. Anschließend überstand er selbst einen Breakdart und ging auf der Doppel-8 mit 8:7 in Führung.
Littler stellte auf 8:8, doch Aspinall blieb nervenstark. Mit einem starken 78er-Finish über die Doppel-10 sicherte er sich die 9:8-Führung. Littler ließ sich erneut nicht abschütteln und erzwang ohne größere Probleme den Decider.

Luke Littler setzte sich knapp gegen Nathan Aspinall durch
Dort hatte Aspinall Anwurf, eröffnete jedoch lediglich mit 60 Punkten. Littler setzte mit einer 180 sofort ein Ausrufezeichen und zog im Scoring deutlich davon. Nach neun Darts stand der Doppelweltmeister bereits bei 58 Punkten Rest.
Aspinall kämpfte sich noch einmal auf 100 Punkte heran, bekam aber keine weitere Chance. Littler verwandelte mit seinem dritten Dart der Aufnahme zum 10:9-Erfolg. Damit verhinderte er seine erste Major-Niederlage seit Oktober 2025 und hält den Traum vom perfekten Major-Jahr am Leben. Aspinall muss sich dagegen vorwerfen lassen, seine große Gelegenheit nicht genutzt zu haben.

Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026











