World Series of Darts Finals 2026: Dirk van Duijvenbode und Gian van Veen begeistern die Fans in Amsterdam mit starken Achtelfinalauftritten – Rock und Smith ebenfalls siegreich
PDC
Die Samstagnachmittagssession bei den World Series of Darts Finals 2026 in der AFAS Live Arena hat es in sich gehabt. Vor allem die niederländischen Fans durften jubeln: Dirk van Duijvenbode bezwang Weltranglistenzweiten Luke Humphries in einem packenden Decider, während Gian van Veen gegen Karel Sedlacek den Heimsieg perfekt machte. Josh Rock und Ross Smith komplettierten das Viertelfinalfeld mit soliden Auftritten gegen Ryan Searle und Daryl Gurney.
Vier Partien standen am Nachmittag im zweiten Turnierdurchgang auf dem Programm, der in diesem Jahr erstmals im Modus Best-of-19-Legs ausgetragen wird – eine Neuerung im insgesamt auf vier Tage erweiterten Format der diesjährigen Finals. Das straffere Format sorgte prompt für Spannung pur – besonders im letzten Match des Tages.
Van Duijvenbode dreht die Partie spät
Humphries und Van Duijvenbode lieferten sich das mit Abstand packendste Duell der Session. Beide Spieler starteten hochkonzentriert und hielten ihre ersten beiden Anwurflegs souverän durch, ehe Humphries mit einem starken 11-Darter zur Pause die erste kleine Duftmarke setzte. Der Weltranglistenzweite legte danach nach der Unterbrechung nach und zog dank cleverer Finishs bis auf 7:5 davon. Van Duijvenbode ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und meldete sich mit einem sehenswerten Checkout zurück ins Spiel.

Van Duijvenbode trifft morgen auf seinen Landsmann Gian van Veen
Beim Stand von 8:8 übernahm der Niederländer erstmals die Führung und ging schließlich als Anwerfer in den Decider. Dort machte "Aubergenius" seinem Ruf alle Ehre: Mit einem kontrollierten 13-Darter besiegelte er den 10:9-Erfolg und schickte Humphries vorzeitig nach Hause. Am Ende stand Van Duijvenbode bei starken Werten von rund 101 im Average und knapp 45 Prozent Trefferquote auf die Doppel – Zahlen, die den Umfang seiner Aufholjagd eindrucksvoll unterstreichen und die Qualität dieses Klassikers vor heimischem Publikum verdeutlichen.
Weiterlesen
Van Veen sorgt für Doppel Dutch Delight
Auch im dritten Match der Session ging der Niederländer als Sieger vom Oche. Gian van Veen setzte sich gegen den Tschechen Karel Sedlacek mit 10:7 durch und bescherte dem heimischen Publikum in der AFAS Live Arena einen weiteren Grund zur Freude. Die Partie begann äußerst ausgeglichen: Beide Akteure lieferten sich über weite Strecken ein Scoring-Duell auf hohem Niveau, Sedlacek stand nach sechs Legs bei starken 110 im Average, Van Veen bei 108. Erst nach der zweiten Pause konnte sich der Weltranglistendritte entscheidend absetzen. Mit einem 15-Darter und einem satten 52er-Finish auf seiner bevorzugten Doppel 16 sicherte er sich schließlich das entscheidende Leg zum 10:7-Endstand und warf damit einen bis zuletzt gut aufspielenden Sedlacek aus dem Turnier. Für Van Veen war es der erste Matchgewinn überhaupt bei den World Series Finals – ein Erfolg, der seine starke Form in dieser Saison unterstreicht und ihm zusätzliches Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben in Amsterdam geben dürfte.
Smith und Rock ohne größere Schwierigkeiten weiter
Weniger dramatisch, aber nicht weniger überzeugend, verliefen die beiden anderen Partien des Nachmittags. Ross Smith zeigte gegen Daryl Gurney erneut seine exzellente Form der vergangenen Wochen. Nach frühem Rückstand drehte "Smudger" die Partie mit mehreren Breaks in Serie und zog letztlich mit 10:5 klar und verdient ins Viertelfinale ein. Seine Trefferquote auf die Doppel lag dabei zeitweise deutlich über der seines nordirischen Gegners, der zwar mit einem Highfinish zwischenzeitlich noch einmal ausglich, dem Tempo von Smith aber letztlich nicht mehr standhalten konnte.
Auch Josh Rock löste sein Ticket für die nächste Runde. Nach einem eher zähen Start gegen Ryan Searle steigerte sich der Nordire zusehends und drehte mit einer starken Serie von drei Legs in Folge – darunter ein 152er-Highfinish – die Partie zu seinen Gunsten. Zwar kämpfte sich Searle noch einmal heran, doch ein Fehler in Leg 14, in dem der Engländer gleich zehn Darts zum Ausgleich vergab, entschied die Begegnung endgültig. Rock nutzte seine Chance eiskalt und machte den 10:7-Sieg mit einem kontrollierten 13-Darter perfekt.
Weiterlesen
Damit steht das Viertelfinale auf der einen Seite des Draws fest: Josh Rock trifft am Finaltag auf den Sieger der Partie zwischen Ross Smith und Daryl Gurney, während sich Dirk van Duijvenbode und Gian van Veen im rein niederländischen Duell gegenüberstehen – ein Duell, das die Fans in der AFAS Live Arena angesichts der bisherigen Leistungen beider Spieler bereits jetzt herbeisehnen dürften.

Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
Klatscht 1Besucher 1
Gerade In
Beliebte Nachrichten
Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026











