World Series of Darts Finals 2026: Dirk van Duijvenbode und Gian van Veen begeistern die Fans in Amsterdam mit starken Achtelfinalauftritten – Rock und Smith ebenfalls siegreich

PDC
Samstag, 19 September 2026 um 17:12
Gian van Veen & Dirk van Duijvenbode
Die Samstagnachmittagssession bei den World Series of Darts Finals 2026 in der AFAS Live Arena hat es in sich gehabt. Vor allem die niederländischen Fans durften jubeln: Dirk van Duijvenbode bezwang Weltranglistenzweiten Luke Humphries in einem packenden Decider, während Gian van Veen gegen Karel Sedlacek den Heimsieg perfekt machte. Josh Rock und Ross Smith komplettierten das Viertelfinalfeld mit soliden Auftritten gegen Ryan Searle und Daryl Gurney.
Vier Partien standen am Nachmittag im zweiten Turnierdurchgang auf dem Programm, der in diesem Jahr erstmals im Modus Best-of-19-Legs ausgetragen wird – eine Neuerung im insgesamt auf vier Tage erweiterten Format der diesjährigen Finals. Das straffere Format sorgte prompt für Spannung pur – besonders im letzten Match des Tages.

Van Duijvenbode dreht die Partie spät

Humphries und Van Duijvenbode lieferten sich das mit Abstand packendste Duell der Session. Beide Spieler starteten hochkonzentriert und hielten ihre ersten beiden Anwurflegs souverän durch, ehe Humphries mit einem starken 11-Darter zur Pause die erste kleine Duftmarke setzte. Der Weltranglistenzweite legte danach nach der Unterbrechung nach und zog dank cleverer Finishs bis auf 7:5 davon. Van Duijvenbode ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und meldete sich mit einem sehenswerten Checkout zurück ins Spiel.
Dirk van Duijvenbode (3)
Van Duijvenbode trifft morgen auf seinen Landsmann Gian van Veen
Beim Stand von 8:8 übernahm der Niederländer erstmals die Führung und ging schließlich als Anwerfer in den Decider. Dort machte "Aubergenius" seinem Ruf alle Ehre: Mit einem kontrollierten 13-Darter besiegelte er den 10:9-Erfolg und schickte Humphries vorzeitig nach Hause. Am Ende stand Van Duijvenbode bei starken Werten von rund 101 im Average und knapp 45 Prozent Trefferquote auf die Doppel – Zahlen, die den Umfang seiner Aufholjagd eindrucksvoll unterstreichen und die Qualität dieses Klassikers vor heimischem Publikum verdeutlichen.

Van Veen sorgt für Doppel Dutch Delight

Auch im dritten Match der Session ging der Niederländer als Sieger vom Oche. Gian van Veen setzte sich gegen den Tschechen Karel Sedlacek mit 10:7 durch und bescherte dem heimischen Publikum in der AFAS Live Arena einen weiteren Grund zur Freude. Die Partie begann äußerst ausgeglichen: Beide Akteure lieferten sich über weite Strecken ein Scoring-Duell auf hohem Niveau, Sedlacek stand nach sechs Legs bei starken 110 im Average, Van Veen bei 108. Erst nach der zweiten Pause konnte sich der Weltranglistendritte entscheidend absetzen. Mit einem 15-Darter und einem satten 52er-Finish auf seiner bevorzugten Doppel 16 sicherte er sich schließlich das entscheidende Leg zum 10:7-Endstand und warf damit einen bis zuletzt gut aufspielenden Sedlacek aus dem Turnier. Für Van Veen war es der erste Matchgewinn überhaupt bei den World Series Finals – ein Erfolg, der seine starke Form in dieser Saison unterstreicht und ihm zusätzliches Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben in Amsterdam geben dürfte.

Smith und Rock ohne größere Schwierigkeiten weiter

Weniger dramatisch, aber nicht weniger überzeugend, verliefen die beiden anderen Partien des Nachmittags. Ross Smith zeigte gegen Daryl Gurney erneut seine exzellente Form der vergangenen Wochen. Nach frühem Rückstand drehte "Smudger" die Partie mit mehreren Breaks in Serie und zog letztlich mit 10:5 klar und verdient ins Viertelfinale ein. Seine Trefferquote auf die Doppel lag dabei zeitweise deutlich über der seines nordirischen Gegners, der zwar mit einem Highfinish zwischenzeitlich noch einmal ausglich, dem Tempo von Smith aber letztlich nicht mehr standhalten konnte.
Auch Josh Rock löste sein Ticket für die nächste Runde. Nach einem eher zähen Start gegen Ryan Searle steigerte sich der Nordire zusehends und drehte mit einer starken Serie von drei Legs in Folge – darunter ein 152er-Highfinish – die Partie zu seinen Gunsten. Zwar kämpfte sich Searle noch einmal heran, doch ein Fehler in Leg 14, in dem der Engländer gleich zehn Darts zum Ausgleich vergab, entschied die Begegnung endgültig. Rock nutzte seine Chance eiskalt und machte den 10:7-Sieg mit einem kontrollierten 13-Darter perfekt.
Damit steht das Viertelfinale auf der einen Seite des Draws fest: Josh Rock trifft am Finaltag auf den Sieger der Partie zwischen Ross Smith und Daryl Gurney, während sich Dirk van Duijvenbode und Gian van Veen im rein niederländischen Duell gegenüberstehen – ein Duell, das die Fans in der AFAS Live Arena angesichts der bisherigen Leistungen beider Spieler bereits jetzt herbeisehnen dürften.
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