Danny Noppert hat nach seinem Aus bei den
World Series of Darts Finals ein auffälliges Moment mit
Luke Littler erklärt. Der Niederländer schrie nach einer 180, während Littler für seine nächste Aufnahme bereitstand. Noppert machte dem Engländer sofort deutlich, dass keine böse Absicht dahintersteckte.
Das Duell zwischen Noppert und Littler entwickelte sich am Freitagabend in der AFAS Live zu einer aufgeheizten Partie. Das Amsterdamer Publikum stellte sich klar auf die Seite des Friesen und meldete sich regelmäßig, sobald Littler an der Oche erschien. Der amtierende Weltmeister reagierte seinerseits mit Gesten in Richtung Tribünen.
Noppert schien anfangs von den Umständen profitieren zu können. „The Freeze“ ging mit 3-1 in Führung, konnte den guten Start aber nicht fortsetzen. Littler kämpfte sich zurück und entschied das Match schließlich mit 6-4 für sich.
Nach dem Spiel zeigte sich Noppert vor allem selbstkritisch. „Ich hatte das Publikum hinter mir. Ich habe es gespürt und ich schätze das enorm“, sagte er bei Viaplay.
Die Unterstützung aus der Halle konnte laut Noppert nicht kaschieren, dass sein eigenes Niveau nicht reichte. „Ich fand das ganze Match, dass ich viel verpasse. Die Unterstützung war immens, aber leider habe ich nicht gewonnen. Ich spiele am Ende gegen mich selbst und nicht gegen ihn. Schaue ich auf meine Leistung heute Abend, ist das unter dem Strich zu wenig.“
Noppert sucht Littler sofort auf
Während der Partie kam es kurz zu Irritationen, nachdem Noppert eine 180 geworfen hatte. Auf dem Weg zu seinem Tisch ließ der Niederländer einen lauten Schrei hören. Das geschah in dem Moment, als er an Littler vorbeiging, während der Engländer sich gerade auf seine nächste Aufnahme vorbereitete.
Noppert suchte anschließend das Gespräch mit seinem Gegner, um klarzustellen, dass er ihn nicht bewusst aus der Konzentration bringen wollte. „Denn er wird doch ohnehin schon so oft aus seinem Spiel gebracht“, sagte der Fries, mit Blick auf das Pfeifen und Buhen aus der Halle.
Mit dem Verhalten eines Teils des Publikums war Noppert nicht vollständig einverstanden. Zwar schätzte er die breite Unterstützung, zeigte aber auch Verständnis für Littlers Lage.
„Ich verstehe, dass sie für mich sind. Aber es ist dennoch schade. Wir haben es ausgesprochen. Ich habe ihn angetippt, um es zu erklären. Er war voll im Fokus, und das kann ich auch verstehen. Ich weiß nicht, ob er es akzeptiert hätte, wenn ich gewonnen hätte. Aber ich bin ein sportlicher Verlierer.“