„Ich denke, der neutrale Zuschauer hat es genossen“ – Jermaine Wattimena kann mit der Niederlage gegen Luke Humphries vor heimischem Publikum leben
PDC
Jermaine Wattimena konnte am Donnerstagabend bei den World Series of Darts Finals in Amsterdam nicht für eine Überraschung sorgen. Der Niederländer bot Luke Humphries stark Paroli, musste sich dem Engländer am Ende jedoch mit 4:6 geschlagen geben. Trotz des Ausscheidens verließ Wattimena mit einem durchaus ordentlichen Gefühl die Bühne.
‚The Machine Gun‘ erwischte sogar einen Traumstart. Mit einer feinen 160er-Finish schnappte er sich sofort das Auftaktleg. Im zweiten Leg bot sich direkt die Chance, Humphries früh zu breaken. Nachdem der Engländer eine Möglichkeit auf ein 170er-Finish liegen gelassen hatte, verpasste Wattimena aber zwei Darts auf die Doppel zum 2:0.
Keine Selbstvorwürfe nach Erstrundenaus
„Dann willst du es vielleicht einen Tick zu sehr“, analysierte Wattimena anschließend bei Viaplay. „Man sah auch, dass sie nicht besonders nah dran waren. Es war dieses kleine Zuviel, weil man die Doppel unbedingt treffen will. Aber gut, daran kannst du die Niederlage nicht festmachen. Du hättest vielleicht 2:0 führen können, aber er hat auch zwei Darts verpasst, um 1:0 in Führung zu gehen.“

Jermaine Wattimena bot den einheimischen Fans eine ereignisreiche Partie: Trotz seines 160er Finish reichte es gegen Luke Humphries aber nicht zum Sieg.
Die Partie blieb danach lange im Gleichgewicht. Beim Stand von 2:2 musste Wattimena jedoch erneut einen Nackenschlag hinnehmen. Während er selbst auf einem Doppel wartete, schlug Humphries mit dem Champagne-Finish zurück.
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„Dann stelle ich mich wieder auf ein Doppel, und er räumt Bull, Bull, Doppel-16 ab“, so Wattimena. „Da laufe ich wieder hinterher. Eine starke Checkout-Kombination übrigens.“
Im neunten Leg kam es dann zu einer ungewöhnlichen Szene. Beide Spieler erhielten mehrere Chancen auf die Doppel, verpassten diese aber mehrfach. Ob Nervosität eine Rolle spielte, konnte Wattimena schwer einordnen. „Ich habe keine Ahnung. Ich hatte das Gefühl, sie saßen ziemlich nah dran, aber ich weiß es wirklich nicht.“
Mit einem Augenzwinkern wurde sogar angedeutet, das Board könnte nicht ganz gerade gehangen haben, weil mehrere Darts immer wieder an nahezu derselben Stelle neben der Doppel landeten. „Ja, konnten sie es nicht ein bisschen verschieben?“ witzelte Wattimena.
Trotz der vergebenen Chancen wollte sich der Niederländer im Nachgang wenig vorwerfen. Gegen einen Gegner vom Kaliber Humphries hielt er gut mit, zudem genoss Wattimena die Atmosphäre in Amsterdam.
"Ich mache mir überhaupt keine Vorwürfe. Es war ein gutes Match. In dem Leg, in dem wir beide Doppel verpassten, haben wir das eben beide im selben Durchgang getan. Und sonst: Er checkt einfach die 132. Da dachte ich kurz: Au! Ich stand selbst auf einem Doppel, aber ja, das hatte ich zuvor bei ihm auch.“
Wattimena ist daher überzeugt, dass das Publikum trotz seiner Niederlage eine unterhaltsame Partie gesehen hat. „Ich denke, der neutrale Zuschauer hat dieses Match definitiv genossen. Es wurde gut gescort. Ich glaube, wir haben die Leute gut unterhalten, Luke und ich.“

Julian GrilleRedakteur
Julian Grille ist Redakteur bei Dartsnews.de und beschäftigt sich seit 2019 intensiv mit dem professionellen Dartsport. Für Dartsnews.de berichtet er über aktuelle Entwicklungen, Turniere und weitere Ereignisse aus der Welt der PDC und des internationalen Dartsports.
Erste journalistische Erfahrung im Darts sammelte Julian bereits 2023 bei einem Darts-Magazin. Darüber hinaus produziert er regelmäßig eigene Inhalte rund um den Sport und veröffentlicht diese unter dem Namen @Darty_8 auf Social Media. Dadurch verfolgt er das Geschehen im professionellen Darts nicht nur redaktionell, sondern setzt sich auch abseits seiner Arbeit kontinuierlich mit dem Sport auseinander.
Parallel zu seiner redaktionellen Tätigkeit studiert Julian Sportjournalismus in Potsdam. Dabei verbindet er seine journalistische Ausbildung mit seiner langjährigen Begeisterung und seinem Fachwissen für den Dartsport.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026









