„Ich denke, der neutrale Zuschauer hat es genossen“ – Jermaine Wattimena kann mit der Niederlage gegen Luke Humphries vor heimischem Publikum leben

PDC
Freitag, 18 September 2026 um 16:00
Luke Humphries & Jermaine Wattimena
Jermaine Wattimena konnte am Donnerstagabend bei den World Series of Darts Finals in Amsterdam nicht für eine Überraschung sorgen. Der Niederländer bot Luke Humphries stark Paroli, musste sich dem Engländer am Ende jedoch mit 4:6 geschlagen geben. Trotz des Ausscheidens verließ Wattimena mit einem durchaus ordentlichen Gefühl die Bühne.
‚The Machine Gun‘ erwischte sogar einen Traumstart. Mit einer feinen 160er-Finish schnappte er sich sofort das Auftaktleg. Im zweiten Leg bot sich direkt die Chance, Humphries früh zu breaken. Nachdem der Engländer eine Möglichkeit auf ein 170er-Finish liegen gelassen hatte, verpasste Wattimena aber zwei Darts auf die Doppel zum 2:0.

Keine Selbstvorwürfe nach Erstrundenaus

„Dann willst du es vielleicht einen Tick zu sehr“, analysierte Wattimena anschließend bei Viaplay. „Man sah auch, dass sie nicht besonders nah dran waren. Es war dieses kleine Zuviel, weil man die Doppel unbedingt treffen will. Aber gut, daran kannst du die Niederlage nicht festmachen. Du hättest vielleicht 2:0 führen können, aber er hat auch zwei Darts verpasst, um 1:0 in Führung zu gehen.“
Jermaine Wattimena freut sich.
Jermaine Wattimena bot den einheimischen Fans eine ereignisreiche Partie: Trotz seines 160er Finish reichte es gegen Luke Humphries aber nicht zum Sieg.
Die Partie blieb danach lange im Gleichgewicht. Beim Stand von 2:2 musste Wattimena jedoch erneut einen Nackenschlag hinnehmen. Während er selbst auf einem Doppel wartete, schlug Humphries mit dem Champagne-Finish zurück.
„Dann stelle ich mich wieder auf ein Doppel, und er räumt Bull, Bull, Doppel-16 ab“, so Wattimena. „Da laufe ich wieder hinterher. Eine starke Checkout-Kombination übrigens.“
Im neunten Leg kam es dann zu einer ungewöhnlichen Szene. Beide Spieler erhielten mehrere Chancen auf die Doppel, verpassten diese aber mehrfach. Ob Nervosität eine Rolle spielte, konnte Wattimena schwer einordnen. „Ich habe keine Ahnung. Ich hatte das Gefühl, sie saßen ziemlich nah dran, aber ich weiß es wirklich nicht.“
Mit einem Augenzwinkern wurde sogar angedeutet, das Board könnte nicht ganz gerade gehangen haben, weil mehrere Darts immer wieder an nahezu derselben Stelle neben der Doppel landeten. „Ja, konnten sie es nicht ein bisschen verschieben?“ witzelte Wattimena.
Trotz der vergebenen Chancen wollte sich der Niederländer im Nachgang wenig vorwerfen. Gegen einen Gegner vom Kaliber Humphries hielt er gut mit, zudem genoss Wattimena die Atmosphäre in Amsterdam.
"Ich mache mir überhaupt keine Vorwürfe. Es war ein gutes Match. In dem Leg, in dem wir beide Doppel verpassten, haben wir das eben beide im selben Durchgang getan. Und sonst: Er checkt einfach die 132. Da dachte ich kurz: Au! Ich stand selbst auf einem Doppel, aber ja, das hatte ich zuvor bei ihm auch.“
Wattimena ist daher überzeugt, dass das Publikum trotz seiner Niederlage eine unterhaltsame Partie gesehen hat. „Ich denke, der neutrale Zuschauer hat dieses Match definitiv genossen. Es wurde gut gescort. Ich glaube, wir haben die Leute gut unterhalten, Luke und ich.“
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